Helmstedt 

Netto: Nackt-Plakate gegen Plastik – neue Kampagne erhitzt die Gemüter

Netto sorgt derzeit mit einer Kampagne für einen Shirtstorm. Auch in der Region38 sprechen viele Menschen von Sexismus.
Netto sorgt derzeit mit einer Kampagne für einen Shirtstorm. Auch in der Region38 sprechen viele Menschen von Sexismus.
Foto: imago images/Future Image / Netto (Collage)

Königslutter. Netto sorgt derzeit mit einer neuen Kampagne für Diskussionen im Netz. Auch bei Facebook-Usern aus der Region38 war die Aktion des Discounters ein Thema.

Und darum geht es: Netto hat seine neue Kampagne in der Obst- und Gemüse-Abteilung „Nackte Tatsache! Kaufe unverpackt!“ getauft – und springt damit aktiv auf den Anti-Plastik-Zug auf.

Netto-Kampagne: Sexismus-Vorwürfe

Seit Montag sind entsprechende Plakate in den Netto-Filialen zu sehen. Auch draußen, an Plakatwänden, hängen sie. Sie zeigen eine nackte Frau und einen nackten Mann. Sie hält sich Weintrauben, Paprika oder Äpfel vor ihre Brüste, er verdeckt seinen Intimbereich mit einem Salat.

Viele finden das offenbar gar nicht kreativ oder witzig, sondern sexistisch. Bei Facebook und Twitter hagelte es Kritik, zum Beispiel aus Königslutter. Auch im dortigen Netto hängen und stehen die Nackt-Plakate.

Netto reagiert gelassen auf Kritik und sagte news38.de, dass man mit der Aktion dem Verpackungsmüll in der Obst- und Gemüseabteilung mit „nackten Tatsachen“ an den Kragen geht.

Netto reagiert gelassen

Die Unverpackt-Kampagne zeige „auf humorvolle, polarisierende Art“, wieso weniger manchmal mehr sei.

Mit Witz und einem provokanten Augenzwinkern zeige Netto, warum mehr „Nacktheit“ in der Frische-Abteilung wichtig sei und mache damit auf das gesellschaftlich relevante Thema aufmerksam.

Die Posen der Models seien bewusst humorvoll inszeniert - mit einer positiven Wortwahl.

  • Nackte Tatsache: Kaufe unverpackt, vermeide Lebensmittelverschwendung
  • Nackte Tatsache: Bis zu 100 unverpackte Obst- und Gemüse-Artikel - der Umwelt zuliebe
  • Nackte Tatsache: Wir haben unverpacktes Obst und Gemüse

Die Kampagne läuft laut Netto zwei Wochen lang. >> Hier gibt es noch mehr Infos dazu

Werberat schaltet sich ein

Inzwischen befasst sich aber auch offenbar der Deutsche Werberat mit der Netto-Kampagne. Rund 100 Beschwerden liegen Medienberichten zufolge vor.

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Man habe Netto zu einer Stellungnahme aufgefordert, so der Werberat. (ck)