Helmstedt 

Schwarzbuch: Zwei Fälle aus unserer Region am Steuer-Pranger

In seinem Schwarzbuch listet der Steuerzahlerbund rund 100 Beispiele für Verschwendung auf.
In seinem Schwarzbuch listet der Steuerzahlerbund rund 100 Beispiele für Verschwendung auf.
Foto: Britta Pedersen/dpa

Schöningen/Wolfsburg. Der Bund der Steuerzahler hat wieder besonders drastische Fälle von Steuerverschwendung angeprangert. Die Region38 hat es mit zwei Fällen auch ins neue Schwarzbuch geschafft.

Darunter auch das „Sorgenkind der niedersächsischen Museumslandschaft“ – das Paläon in Schöningen.

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Die dortige Ausstellung der 300.000 Jahre alten Schöninger Speere sollte sich eigentlich selbst finanzieren – das Museum musste in den vergangenen beiden Jahren aber mit jährlich einer Million Euro bezuschusst werden.

Der Bund der Steuerzahler meint: „Statt Steuerzahlern die Folgekosten eines abgelegenen Museums aufzubürden, wäre es besser gewesen, die spektakulären archäologischen Funde im Braunschweiger Landesmuseum auszustellen.“

Schwarzbuch: Schöningen und Fallersleben hat's erwischt

Auch Wolfsburg hat es ins Schwarzbuch geschafft. Genauer gesagt das Schloss Fallersleben. Der Bund der Steuerzahler kritisiert die dortigen „endlosen Fahrstuhlpossen“.

+++ „Akute Gutachteritis“ – Peiner Brücke schafft's ins Schwarzbuch +++

So können sich die Stadt Wolfsburg und das Landesamt für Denkmalpflege seit nunmehr sechs Jahren nicht auf einen Fahrstuhl am Schloss Fallersleben einigen. Allein die Planungskosten haben demnach rund 100.000 Euro verschlungen.

Der Bund der Steuerzahler meint: „Die beharrliche Uneinsichtigkeit der Wolfsburger Bauverwaltung hat die Steuerzahler geschätzte 100.000 Euro gekostet. Barrierefrei ist der Zugang zu den Schlossräumen aber bis heute nicht. Zielorientierte kommunale Bauplanung sieht anders aus!“

Schwarzbuch 2019/2020 listet Steuerverschwendung auf

In seinem Schwarzbuch listet der Steuerzahlerbund rund 100 Beispiele für Verschwendung auf. Bund, Länder und Kommunen seien in zahlreichen Fällen sorglos mit dem Geld der Bürger umgegangen, kritisiert der Verband.

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Als Beispiele wurden verzögerte Bauprojekte des Bundes angeführt sowie Kostenexplosionen bei Rüstungsprojekten, neue Farben für Straßenschilder und Wahl-Stimmzettel, die wegen Rechtschreibfehlern neu gedruckt werden mussten. >> Hier kannst du dir alle Fälle ansehen! (ck mit dpa)