Helmstedt 

Helmstedt: Brutal ermordete 19-jährige Schöningerin endlich beerdigt – Bruder: „Der Mörder wollte Andrea die Würde nehmen“

Andrea K. aus dem Landkreis Helmstedt wurde nur 19 Jahre alt.
Andrea K. aus dem Landkreis Helmstedt wurde nur 19 Jahre alt.
Foto: imago images / photothek / privat

Schöningen. Endlich! Die unfassbar brutal ermordete Andrea K. (†19) aus Schöningen (Landkreis Helmstedt) hat ihre letzte Ruhe gefunden.

Die 19-jährige wurde am Freitag in einer Urne auf dem St. Stephani Friedhof Helmstedt beerdigt.

Helmstedt: Andrea K. beerdigt – Gesicht auf Grabstein

„Der Mörder wollte Andrea die Würde nehmen. Jetzt soll sie wenigstens eine würdevolle Beerdigung bekommen“, sagte einer ihrer Brüder der „Bild“. Ihr Gesicht solle auf den Grabstein gemeißelt werden. „Damit sich jeder an ihr Lächeln erinnern kann.“ Ihre beiden Kinder waren bei der Beerdigung nicht dabei.

Andrea K. soll nach dem Krebstod ihres Vaters (†43) auf die schiefe Bahn geraten sein. Das Jugendamt habe der jungen Mutter ihre beiden Kinder weggenommen, erzählte ihr Bruder der „Bild“.

An den falschen Mann geraten

Dann soll sie sich in einen Mann verliebt haben, der sie mit Drogen versorgte und sie zur Prostitution zwang.

Bei ihm soll es sich um einen der zuletzt festgenommenen Tatverdächtigen handeln. Anfang Juli hatte die Polizei in Niedersachsen vier Personen festgenommen. >> Mehr dazu hier

Andrea K. lebend in der Weser versenkt

Laut der Obduktion war Andrea K. lebend im Wasser des Weser-Schleusenkanals in Niedersachsen versenkt worden. Die Täter banden ihr eine Steinplatte um. Ihr Tod muss grausam gewesen sein. >> Mord an junger Schöningerin – Ermittler nennen grausame Details

Die Fakten:

  • 28. April: Andreas Leiche wird in der Weser gefunden
  • sie war mit einer Betonplatte beschwert
  • die 19-Jährige wurde lebendig versenkt
  • 9. Juli: Ermittler nehmen mehrere Personen aus dem Rotlichtmilieu fest
  • 24. Juli: Andrea wird in Helmstedt beerdigt

Ein Binnenschiffer hatte die Leiche der 19-jährigen Schöningerin am 28. April im Wasser des Weser-Schleusen-Kanals nahe Balge entdeckt.

Die zuständige Polizei Nienburg gründete eine 25-köpfige Mordkommission namens „Anker“. Um die 30 Hinweise gingen dort ein – wohl auch dank der 5.000 Euro Belohnung und der ungewöhnlich offensiven Ermittlungstaktik. Die Polizei hatte sowohl den Klarnamen als auch Fotos der Getöteten veröffentlicht. (ck)