Helmstedt 

Niedersachsen: Andrea (†19) aus Schöningen lebend in der Weser ertränkt – Bruder: „Täter soll in der Hölle schmoren“

Eine junge Frau aus Schöningen wird kaltblütig ermordet. Jetzt erinnert sich ihr Bruder an sie... (Symbolbild)
Eine junge Frau aus Schöningen wird kaltblütig ermordet. Jetzt erinnert sich ihr Bruder an sie... (Symbolbild)
Foto: imago images / Shotshop

Schöningen. Nach dem brutalen Mord an Andrea K. aus Schöningen in Niedersachsen hat sich ihr Bruder geäußert.

Gegenüber der „Bild“ schildert er, wie seine kleine Schwester war.

Sie habe die Sonne geliebt und sei immer für ihre Brüder und Freunde da gewesen, habe viel gelächelt. „Andrea war das einzige, was Gott mir geschenkt hat“, sagt der 21-Jährige.

Niedersachsen: „Keine Kindheit“ – Andrea K. wird früh schwanger

Eine Kindheit hätten sie nicht gehabt, weil ihre Mutter die Familie schnell verlassen habe und der Vater zunächst überfordert gewesen sei – und dann früh starb. Dennoch habe genau das Andrea und ihn zusammengeschweißt.

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Andrea sei mit 16 Jahren schwanger geworden und habe ein Jahr nach ihrer Tochter noch einen Sohn bekommen. Beide seien ihr weggenommen worden. Immerhin habe seine Schwester sie bei ihren pflegefamilien besuchen dürfen.

Andrea wirkt angespannt – und hatte einen Traum

Zuletzt habe sie ihre Kinder zurückholen wollen. Das sei ihr Plan und Wunsch gewesen, sagte der junge Mann gegenüber der „Bild“. Bei ihrem letzten Gespräch habe seine zwei Jahre jüngere Schwester angespannt gewirkt.

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Am 28. April wurde die Leiche von Andrea im Wasser des Weser-Schleusen-Kanals nahe Balge entdeckt. Sie war nackt und gefesselt. An ihren Füßen war eine Betonplatte befestigt.

Die junge Frau aus Schöningen wurde kaltblütig ermordet. Die Rechtsmediziner sind sich sicher: Andrea lebte noch, als sie im Wasser versenkt wurde. Sie ertrank qualvoll.

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Tatverdächtig sind vier Personen, sie waren Anfang Juli festgenommen worden. Darunter soll ein als brutal geltender Zuhälter sein – und Andreas Ex-Freund. Er soll sie zur Prostitution gezwungen haben, als sie Schulden hatte. Das zumindest habe er gehört, sagt Andreas Bruder der „Bild“.

Die Fakten:

  • 28. April: Andreas Leiche wird in der Weser gefunden
  • sie war mit einer Betonplatte beschwert
  • die 19-Jährige wurde lebendig versenkt
  • 9. Juli: Ermittler nehmen drei Personen aus dem Rotlichtmilieu fest

Fallanalytiker spricht von „Hinrichtung“

Und auch ein Fallanalytiker sieht klare Bezüge zur illegalen Prostitution, aber auch zu einer Beziehungstat.

Darauf deute der Hass hin. „Es bestehen keine Zweifel, dass die Tat impulsiv aus einem Streit heraus entstanden ist, sondern Mord war – oder sogar eine Hinrichtung“, sagt der Analytiker mit Blick auf den Fall aus Niedersachsen. Andreas Bruder hofft auf eine gerechte Verurteilung des Mörders – „er soll in der Hölle schmoren“. (ck)