Helmstedt 

Königslutter: Mann bringt Kind zur Schule – dieses Verhalten treibt ihn zur Weißglut „trauriges Armutszeugnis“

Stress auf dem Schulweg in Königslutter im Kreis Helmstedt. (Symbolbild)
Stress auf dem Schulweg in Königslutter im Kreis Helmstedt. (Symbolbild)
Foto: imago images

Königslutter. Verkehrschaos in Königslutter im Kreis Helmstedt! An der engen Straße an der Grundschule kommt es regelmäßig zu Verkehrsproblemen. Grund dafür sind laut Hausmeister Mike Hartung uneinsichtige Elterntaxis, die immer wieder im absoluten Halteverbot parken.

Ein „traurige Armutszeugnis“, wie Hartung findet!

Kreis Helmstedt: Grundschulhausmeister wütend – Elterntaxis blockieren Straße

Seine eigene Tochter besuche zwar nicht die Schule im Ort, doch wann immer er sie abhole, biete sich ihm in Königslutter das gleiche Bild. „Die Eltern parken trotz absoluten Halteverbots auf dem Seitenstreifen und an der Bushaltestellte, manche stellen sogar ihren Wagen ab und steigen aus“, berichtet Hartung.

Autofahrer können die Engstelle zu den Stoßzeiten zwar umfahren, doch für Krankenwagen und Baustellenfahrzeuge sei die Stelle zu eng. „Der Bus für die Schulkinder kann auch erst halten, wenn die Elternautos wieder weggefahren sind.“

Verkehrschaos birgt Gefahren

Das sei nicht nur ungünstig für alle anderen Autofahrer. Denn hinzukomme, dass Kinder zwischen den parkenden Autos umherrennen, um ihre Eltern zu finden. „Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit kann das leicht gefährlich werden. Doch erst, wenn die Katze in den Brunnen gefallen ist, werden Stimmen laut“, befürchtet Hartung.

----------------------------

Mehr Themen:

----------------------------

Halteverbotsschilder an der Straße würden bislang fleißig ignoriert. Eltern zeigten laut dem Hausmeister bislang nur wenig Verständnis, wenn er sie darauf hinweise. Die einen nähmen eine Verteidigungshaltung ein, andere wollten „doch nur ganz kurz“ halten.

Diese Lösung schlägt Hartung vor

Die bisherigen Ansätze von Stadt und Polizei, etwa durch das Halteverbotsschild sowie Polizeipräsenz und Strafzettel, haben das Problem aber bisher nicht gelöst. „Es wird regelmäßig kontrolliert und darauf hingewiesen, aber es ändert sich nichts“, sagt ein Stadtsprecher.

+++ Salzgitter hat eine neue Professorin – in ihrem Fach ist sie deutschlandweit die erste +++

Auch das Schulpersonal weise die Elterntaxis regelmäßig auf die Problematik hin – bisher erfolglos. Die Stadt gibt die Hoffnung nicht auf: „Wie einsichtig die Eltern sind, wird die Zukunft zeigen.“

Hartung hingegen wünscht sich mehr Engagement. „Da muss die Kuh vom Eis gefahren werden. Die Stadt muss härter durchgreifen.“ Eine weitere Alternative könnte vor allem eins sein: die Einsicht der Eltern.

Darin sind sich Hartung und der Stadtsprecher einig. Hartung: „200 Meter weiter gibt es genügend Haltemöglichkeiten.“ Eltern könnten das Auto stattdessen etwa an der Straße „Vor dem Kaiserdom“ parken und den Nachwuchs dann zu Fuß an der Schule abzuholen, bestätigt der Stadtsprecher. (vh)