Niedersachsen 

Frau wegen Affäre mit Chef umgebracht: Urteil offenbart schreckliche Details

Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der 32-Jährige seine Ehefrau im Mai 2018 in Bockenem getötet hat.
Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der 32-Jährige seine Ehefrau im Mai 2018 in Bockenem getötet hat.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hildesheim. Nach 13 Hauptverhandlungstagen und mehr als 50 vernommenen Zeugen hat die Strafkammer am Landgericht Hildesheim ein Urteil gesprochen.

Der 32 Jahre alte Angeklagte soll am 17. Mai des vergangenen Jahres seine gleichaltrige Ehefrau getötet und ihre Leiche in einem Gebüsch bei Hannover abgelegt haben.

Wegen Totschlags ist er zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden.

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Ehemann schrieb noch über ihr Handy Facebook-Nachrichten

Eifersucht und Furcht sollen ihn zu der Tat getrieben haben. Die Ehefrau des Bulgaren hatte eine Affäre mit seinem Chef angefangen. Die Ehe begann zu kriseln, der 32-Jährige hatte Angst seine Existenz in Deutschland zu verlieren.

Die Strafkammer sah es - durch Zeugenaussagen und weitere Indizien - als erwiesen an, dass nur er der mögliche Mörder sein kann. Im Streit habe er dann die zweifache Mutter getötet. Womit, bleibt weiterhin unklar.

Die Leiche legte er später bei Sehnde/Höver ab, wo sie Tage später gefunden wurde. Um den Eindruck zu erwecken, dass seine Frau noch lebt, sendete er über ihren Facebook-Account Nachrichten.

Legt die Verteidigung Revision ein?

Das Urteil ist noch nicht rechtskräfitg. Der Angeklagte und sein Verteidiger, der einen Freispruch gefordert hatte, haben eine Woche Zeit Revision gegen das Urteil einzulegen. (mb)