Niedersachsen 

Tödlicher Reit-Unfall in Niedersachsen: Siebenjährige unter Pferd begraben 

In Neuenkrichen im Landkreis Osnabrück hat es einen tragischen Reit-Unfall gegeben. Eine kleine Reiterin hat das Unglück nicht überlebt (Symbolbild).
In Neuenkrichen im Landkreis Osnabrück hat es einen tragischen Reit-Unfall gegeben. Eine kleine Reiterin hat das Unglück nicht überlebt (Symbolbild).
Foto: Britta Pedersen/dpa

Neuenkirchen. In Niedersachsen hat es einen tragischen Reit-Unfall gegeben. Ein kleines Mädchen (7) ist nach dem Unglück in Neuenkirchen im Landkreis Osnabrück gestorben.

Niedersachen: Siebenjährige von eigenem Pferd erschlagen

Die Polizei teilte am Montag mit, dass das Pferd der Siebenjährigen am Sonntag bei der Siegerehrung eines Turniers plötzlich gescheut hat. Demnach stellte es sich auf die Hinterbeine und warf das Mädchen ab. Danach fiel das Pferd auf das am Boden liegende Kind.

Die Kleine wurde noch in der Reithalle reanimiert, bevor sie mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen wurde. Dort starb die Siebenjährige am späten Abend. Seelsorger kümmern sich um die Eltern des Mädchens.

„Beim Reiten können wie überall Unfälle passieren“

„Das ist eine ganz seltene Situation“, sagte Norbert Meenen vom Asklepios Klinikum St. Georg in Hamburg. Jeder Reiter falle mal vom Pferd. Wenn ein Tier wie bei diesem Unfall auf einen Reiter falle, seien allerdings schwere Verletzungen zu erwarten.

Das gelte auch für Erwachsene. Zwar hatte die Siebenjährige in Neuenkirchen laut Polizei einen Helm auf. Doch selbst der und eine gute Reitweste seien keine Garantie für einen guten Ausgang, sagte Meenen. „Beim Reiten können wie überall Unfälle passieren.“

Zudem sei für die Tiere die Situation einer Siegerehrung ungewohnt. „Pferde sind bei Siegerehrungen nervös. Sie tun etwas, was sie sonst nicht tun: still stehen. Das können nicht alle Pferde“, sagte Meenen.

Auch von Musik könnten die Tiere nervöser werden. „Es kann passieren, dass Pferde weglaufen oder eben scheuen.“

Mädchen ritt ein Pony

Bei dem Pferd habe es sich um ein Pony gehandelt, sagte Jörg Maier vom Reitsportverband Weser-Ems. Zusammen mit dem Richter des Turniers arbeite der Verband den Unfall derzeit auf. „Das ist eine sehr tragische Angelegenheit.“

Anfängerprüfungen würden im Regelfall mit erfahrenen Pferden durchgeführt. Auch die Größe des Reiters entscheide, welches Pferd geritten werde.

Bei der Ausbildung der Betreuer werde darauf geachtet, dass diese in Notfällen einschreiten könnten. In manchen Fällen wie in Neuenkirchen ließen sich Unfälle allerdings nicht verhindern. Gleichzeitig betont auch Maier, dass es sich um einen Einzelfall handele.

„Das ist der erste tödliche Unfall bei einer Jugendprüfung im Verbandsgebiet in den letzten zwölf Jahren“, erklärt der Vorsitzende. (dpa/ck)