Niedersachsen 

Nach Bombendrohung gegen Rathaus in Göttingen: Bisher keine Spur von den Tätern

Ein Polizeibus steht auf der Straße vor dem Neuen Rathaus in Göttingen.
Ein Polizeibus steht auf der Straße vor dem Neuen Rathaus in Göttingen.
Foto: imago/spfimages

Göttingen. Nach der Bombendrohung gegen das Neue Rathaus in Göttingen hat die Polizei noch keine Spur von den Tätern. Es gebe derzeit auch keinen Hinweise auf ein politisches Motiv, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

Bombendrohung gegen Rathaus in Göttingen

Am Dienstag hatten Unbekannte in einer anonymen Mail gedroht, im 16-stöckigen Verwaltungsgebäude einen Sprengsatz zu zünden. Ähnliche Drohungen waren auch in anderen deutschen Städten eingegangen.

Drohschreiben mutmaßlicher Rechtsextremer

Ob es einen Zusammenhang zu einer deutschlandweiten Serie von Drohschreiben mutmaßlicher Rechtsextremer an Politiker, Behörden oder Gerichte gibt, war zunächst unklar.

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Fast zeitgleich werden am Dienstagvormittag sechs Rathäuser nach Bombendrohungen evakuiert. Die Schauplätze sind über ganz Deutschland verteilt. Auch Göttingen ist betroffen.

So lief der Vormittag in Göttingen:

11.18 Uhr: Über die Hintergründe will die Polizei noch nachberichten. Denn die sind weiterhin völlig unklar.

11.02 Uhr: Die Polizei betont noch mal: "Es besteht keine Gefahr mehr!" Das Rathaus ist inzwischen wieder freigegeben, allerdings bleibt es heute geschlossen. Auch die Absperrmaßnahmen werden beendet.

10.18 Uhr: Offenbar war Göttingen die einzige Stadt in Niedersachsen, in dem eine Drohmail eingegangen ist – in Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Hannover, Osnabrück, Oldenburg oder Hildesheim gab es keine entsprechenden Mails.

10.07 Uhr: ENTWARNUNG! Die Polizei hat kein Sprengstoff im Rathaus in Göttingen gefunden! Das teilte die Sprecherin mit.

09.50 Uhr: Wer sein Auto in der Rathaus-Tiefgarage geparkt hat, hat Pech. Die ist nämlich auch gesperrt. Auch die Autos auf den umliegenden Parkflächen müssen vorerst dort stehenbleiben.

09.37 Uhr: "Der Plan ist, das Gebäude mit Sprengstoff-Spürhunden zu durchsuchen", so eine Polizeisprecherin. Insgesamt sind fünf Hunde im Einsatz.

09.30 Uhr: Alles rund um den Hiroshimaplatz ist abgesperrt. Die Straßen ums Rathaus in Göttingen sind dicht, der öffentliche Personennahverkehr wird weitläufig umgeleitet.

09.21 Uhr: Offenbar gibt es noch weitere Drohungen. Die dpa schreibt, dass auch die Rathäuser in Augsburg, Kaiserslautern, Chemnitz, Neunkirchen und Rendsburg bedroht und geräumt wurden.

09.07 Uhr: "Es befinden sich aktuell keine Personen mehr im Gebäude", so die Polizei Göttingen. Auch die Feuerwehr ist im Großeinsatz.

09.00 Uhr: Spezialisten seien vor Ort, heißt es. Alle Göttinger sollen das Neue Rathaus und die nähere Umgebung meiden. "Keine Spekulationen - wir melden uns, wenn wir bestätigte Infos haben", twittert die Polizei.

08.25 Uhr: Die Polizei teilt mit, dass das Neue Rathaus geräumt wird. Man prüfe die Gefahrenlage. In dem Gebäude arbeiten rund 800 Beschäftigte.

08.20 Uhr: Alle verfügbaren Streifenwagen rücken zum Neuen Rathaus aus.

08.15 Uhr: Ein Mitarbeiter informiert die Polizei.

In der Nacht geht eine anonyme Drohung per Mail bei der Stadt Göttingen ein. (ck)