Niedersachsen 

Befreiung vom Nationalsozialismus: Einmaliger Feiertag in Niedersachsen?

Blumen, persönliche Botschaften und Grußkarten liegen am Tag der Befreiung am Sowjet-Ehrenmal in Berlin. (Symbolbild)
Blumen, persönliche Botschaften und Grußkarten liegen am Tag der Befreiung am Sowjet-Ehrenmal in Berlin. (Symbolbild)
Foto: imago/Jürgen Heinrich

Hannover . Ein Gesetzentwurf der Grünen, den 75. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai 2020 als einmaligen Feiertag zu begehen, hat im Landtag in Hannover ein gespaltenes Echo hervorgerufen.

Folgt Niedersachsen Berlin?

Mit dem Vorstoß könne Niedersachsen dem Beispiel Berlins folgen, sagte der Grünen-Abgeordnete Helge Limburg am Mittwoch. Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte beschlossen, den 8. Mai im kommenden Jahr als Feiertag zu begehen.

CDU warnt vor Feiertags-Hype

"75 Jahre nach dem Ende des NS-Regimes gibt es wieder Kräfte, die die europäische Einigung - die Erfolgsgeschichte dieses Friedensprojekts - offensiv infrage stellen", sagte Limburg. SPD-Innenpolitiker Ulrich Watermann äußerte sich ähnlich.

Der CDU-Abgeordnete Bernd Busemann sagte, über einen solchen Feiertag sollte bundesweiter Konsens herrschen. "Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir mit möglichen - auch noch so würdigen Feiertagen - nicht inflationär umgehen", sagte Busemann. Die FDP positionierte sich noch nicht eindeutig.

AfD: Arbeitsfreie Tage kosten Geld

Der AfD-Abgeordnete Jens Ahrends verwies darauf, dass es viele erinnerungswürdige Tage in der Geschichte gebe, und jeder arbeitsfreie Tag die Wirtschaft Geld koste. (dpa)