Niedersachsen 

Nach Messerattacken: Änderung des Waffenrechts in Niedersachsen?

„Kein Mensch braucht solche Waffen im öffentlichen Raum“, so Niedersachsen Innenminister Pistorius. (Symbolbild)
„Kein Mensch braucht solche Waffen im öffentlichen Raum“, so Niedersachsen Innenminister Pistorius. (Symbolbild)
Foto: imago/blickwinkel

Hannover. In der Debatte um eine mögliche Zunahme von Messerattacken plant Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) noch vor der Sommerpause eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Waffenrechts.

„Die Länder müssen im Einvernehmen mit unseren Städten und Gemeinden künftig leichter Waffenverbotszonen einrichten können“, sagte er der Rheinischen Post (Freitag).

Nach Messerattacken: Niedersachsen plant Waffenverbotszonen

Die Initiative zielt auf Messer mit einer feststehenden Klinge von zwölf Zentimetern Länge und seitlich aufspringende Messer mit acht Zentimeter langen Klingen.

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Sie sieht ein Messerverbot an Orten mit vielen Menschen auf engem Raum vor, etwa in Fußgängerzonen und Einkaufszentren oder im Umfeld von Schulen und Kitas.

Pistorius: „Kein Mensch braucht solche Messer im öffentlichen Raum.“ Demnach sollten nur noch Messer mit einer Klingenlänge bis sechs Zentimeter und Springmesser gar nicht mehr in der Öffentlichkeit getragen werden dürfen. Bei Zuwiderhandlungen drohe eine Beschlagnahme der Messer sowie Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit, bei Springmessern sogar eine Freiheitsstrafe. (dpa)