Niedersachsen 

Zwei Großbrände in Stadthagen - ein Toter und viele Verletzte 

Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Stadthagen.
Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Stadthagen.
Foto: Polizeiinspektion Nienburg/Schau/dpa
  • Zwei Großbrände in Stadthagen.
  • Feuerwehr findet einen Toten.
  • Polizei sieht zunächst keinen Zusammenhang.

Stadthagen. Bei zwei großen Bränden am Sonntagmorgen in der Altstadt von Stadthagen haben Rettungskräfte einen Toten gefunden - außerdem sind mindestens 24 Menschen verletzt worden. Gegen 3.40 Uhr sei das erste Feuer in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen, sagte ein Polizeisprecher.

Als die Rettungskräfte eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus den Fenstern im zweiten Stock. Eine 36 Jahre alte Polizistin lief sofort in das Gebäude und rettete einen 73-Jährigen vor dem Feuer.

Er wurde dennoch schwer verletzt, die Beamtin erlitt durch den Rauch eine leichte Verletzung. Einige Bewohner wurden per Drehleiter aus ihren Wohnungen gerettet. Sechs davon wurden ebenfalls leicht durch den Rauch verletzt.

Feuerwehr entdeckt Leiche in Stadthagen

Bei den anschließenden Löscharbeiten fanden Feuerwehrleute dann eine leblose Person in einer der Wohnungen. Eine Reanimation blieb erfolglos. Der Mann, dessen Identität noch nicht geklärt ist, war nicht in dem Haus gemeldet. Womöglich habe er einen Freund besucht, sagte ein Sprecher der Polizei.

Feuerwehr schon wieder gefordert

Nur wenige Stunden nach dem Ende des Einsatzes brannte es nur etwa 200 Meter weiter erneut in einem Mehrfamilienhaus. Aus einer Wohnung im zweiten Stock breitete sich das Feuer schnell auf den Dachstuhl aus.

Das Gebäude brannte komplett aus. 16 Menschen wurden bei dem Feuer verletzt, darunter auch drei Feuerwehrleute. Aufgrund der starken Schäden können die Brandermittler das Gebäude vorerst nicht betreten.

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Die Polizei geht trotz der räumlichen und zeitlichen Nähe der beiden Brände nicht von einem Zusammenhang in dem beiden Fällen aus. "Da die Feuer jeweils innerhalb einer Wohnung und nicht etwa im Treppenhaus entstanden sind, gehen wir erstmal von einem unglücklichen Zufall aus", sagte ein Polizeisprecher. Beide Gebäude wurden von der Polizei beschlagnahmt. Im ersten Gebäude laufen bereits die Ermittlungen nach der Brandursache.

Insgesamt waren rund 200 Feuerwehrleute und mehrere Notärzte im Einsatz.