Niedersachsen 

Mitbewohner in Göttingen getötet: Messerstecher muss in die Psychiatrie 

Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens mit dem Sarg des bei einer Messerattacke in Göttingen getöteten 28-Jährigen. Heute fiel das Urteil gegen den Täter.
Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens mit dem Sarg des bei einer Messerattacke in Göttingen getöteten 28-Jährigen. Heute fiel das Urteil gegen den Täter.
Foto: Stefan Rampfel/dpa

Göttingen. Weil er in einer Flüchtlingsunterkunft in Göttingen einen Mitbewohner erstochen hat, kommt ein 25 Jahre alter Mann aus Eritrea in die Psychiatrie.

Göttingen: Gericht schickt Mann in Psychiatrie

Im Urteil des Totschlagsprozesses habe das Landgericht Göttingen am Montag die Unterbringung des Mannes im Maßregelvollzug angeordnet, teilte eine Sprecherin mit. Die Kammer folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte eine Maßregel auf Bewährung gefordert.

Mehr zu dem Fall:

Der Beschuldigte hatte am 1. Juni vergangenen Jahres einen 28 Jahre alten Mann aus dem Sudan im Hausflur der Unterkunft unvermittelt angegriffen und mit einem Messer auf ihn eingestochen. Das Opfer war noch am Tatort an den Folgen seiner Verletzungen gestorben.

Mann soll schuldunfähig gewesen sein

Das Gericht geht davon aus, dass der 25-Jährige die Tat aufgrund einer krankhaften seelischen Störung im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen hat. (dpa)