Niedersachsen 

Niedersachsen: Tierschützerin will Osterfeuer verbieten

Die Tierärztin sieht die Gefahr, dass sich Mäuse und Igel, aber auch Kröten oder Eidechsen unter dem für die Feuer aufgeschichteten Holz verkriechen (Archivbild).
Die Tierärztin sieht die Gefahr, dass sich Mäuse und Igel, aber auch Kröten oder Eidechsen unter dem für die Feuer aufgeschichteten Holz verkriechen (Archivbild).
Foto: imago/Revierfoto

Hannover. Niedersachsens Tierschutzbeauftragte Michaela Dämmrich hat zum Verzicht auf Osterfeuer aufgerufen. Die Tradition stelle "eine starke Beeinträchtigung für die Natur, die Umwelt und für wildlebende Tiere" dar, sagte sie der "Alfelder Zeitung".

Qualvoller Feuertod für Tiere?

Deswegen sollte auf private Osterfeuer verzichtet werden, empfiehlt die frühere Grünen-Kommunalpolitikerin, die seit 2016 als Landestierschutzbeauftragte im Amt ist. "Auch von Gemeinden und Kurverwaltungen sollte überdacht werden, ob es nicht auch Alternativen zu einem öffentlichen Osterfeuer geben kann", sagte Dämmrich.

Die Sache mit dem Feinstaub

Die Tierärztin sieht die Gefahr, dass sich Mäuse und Igel, aber auch Kröten oder Eidechsen unter dem für die Feuer aufgeschichteten Holz verkriechen. Insekten könnten ebenfalls mitverbrannt werden.

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Osterfeuer seien außerdem an vielen Orten der Grund für das Überschreiten von Feinstaubgrenzwerten, gab die Tierschutzbeauftragte zu bedenken. Das Amt ist beim niedersächsischen Landwirtschaftsministerium angesiedelt. (dpa)