Niedersachsen 

Nach Löwen-Angriff im Serengeti-Park: Verletzter Tierpfleger ist wach und ansprechbar

Zwei vom Rudel in einem gesonderten Gehege separierte Löwen (nicht im Bild) haben einen Tierpfleger angegriffen und schwer verletzt.
Zwei vom Rudel in einem gesonderten Gehege separierte Löwen (nicht im Bild) haben einen Tierpfleger angegriffen und schwer verletzt.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hodenhagen. Der bei einem Löwen-Angriff im Serengeti-Park in Hodenhagen schwer verletzte Tierpfleger ist auf dem Weg der Besserung. Dem 24-Jährigen gehe es den Umständen entsprechend gut, teilte eine Parksprecherin am Montag mit.

"Unser Kollege befindet sich weiterhin auf der Intensivstation, ist aber wach und ansprechbar." Er werde zur Versorgung der Bisswunden voraussichtlich noch einige Tage dort bleiben.

Tierpfleger wird fünf Stunden operiert

Der Pfleger war am Samstag von zwei Löwen attackiert worden. Anschließend wurde er in Hannover fünf Stunden operiert. Der 24-Jährige erlitt schwerste Bissverletzungen im Brustbereich sowie mehrere Rippenbrüche.

Nach ersten Ermittlungen war der Mann in das Gehege gegangen, doch dort befanden sich bereits die beiden etwa 280 Kilogramm schweren Löwenmännchen und fraßen.

Normalerweise hätte der Pfleger sich erst vergewissern müssen, ob das Gehege leer ist und die Löwen im Stall sind. Warum der Mann dennoch das Gehege betrat, blieb zunächst unklar. Die beiden Löwen griffen den erfahrenen Pfleger sofort an.

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Polizei: Es war ein Arbeitsunfall

Zwei andere Tierpfleger schritten ein und konnten den Kollegen in Sicherheit bringen. Dennoch: Der Angriff muss mehrere Minuten gedauert haben. "Wir betrachten das als Arbeitsunfall und ermitteln nicht", sagte ein Polizeisprecher. (dpa/ck)