Niedersachsen 

Hannover: Aktivisten besetzen Haus am Klagesmarkt - Polizei macht kurzen Prozess

Die Polizei Hannover hat ein besetztes Haus geräumt (Symbolbild).
Die Polizei Hannover hat ein besetztes Haus geräumt (Symbolbild).
Foto: dpa

Hannover. Die Polizei hat am Donnerstagmorgen ein von Aktivisten besetztes Haus in Hannover geräumt. Verletzt wurde dabei niemand, wie die Beamten mitteilten. Zuvor seien mehrere Gespräche zwischen ihnen, den Eigentümern und den Besetzern ohne Einigung zu Ende gegangen.

Protest gegen Wohnungspolitik in Hannover

Am Mittwochabend hatten rund 100 Menschen ein leerstehendes Haus in der Innenstadt besetzt, um ein Zeichen gegen die Wohnungspolitik zu setzen. > Hier kommst du zum Blog der Aktivisten aus Hannover

Die niedersächsische Landeshauptstadt sei mittlerweile auf Platz elf der teuersten Städte Deutschlands, teilten die Aktivisten mit.

Sie forderten, das besetzte Haus in ein Wohnprojekt umzubauen, in dem Menschen unabhängig von ihrer finanziellen Situation leben können.

Der Linken gefällt das

Beifall für die Aktion kam von der Linken. Man hoffe, dass der "friedliche und kreative Protest" die Diskussion insbesondere um spekulativen Leerstand und bezahlbares Wohnen erneut anfache, sagte die Linken-Landesvorsitzende Heidi Reichinnek.

Geschockt reagierten dagegen die Jungen Liberalen. Die schwierige Suche nach bezahlbarem Wohnraum in der Landeshauptstadt sei kein Grund, eigenmächtig in das Recht auf Eigentum einzugreifen, sagte die Landesgeschäftsführerin der Jungen Liberalen, Katharina Wieking.

JuLis Niedersachsen reagieren geschockt

Sie warb für Investitionen in die Wohnungslandschaft, um dem knappen Angebot entgegenzuwirken. "Gerade mit Aktionen wie einer Hausbesetzung werden solche Investitionen aber unattraktiv." (dpa)