Niedersachsen 

Niedersachsen: Projekt soll Teenie-Schwangerschaften vermeiden – aber nicht nur das

ARD-Journalistin Gabi Bauer spricht während einer Unterrichtsstunde über das Schulprojekt "Lebensplan" in der Albrecht-Dürer-Schule Förderzentrum in Hannover.
ARD-Journalistin Gabi Bauer spricht während einer Unterrichtsstunde über das Schulprojekt "Lebensplan" in der Albrecht-Dürer-Schule Förderzentrum in Hannover.
Foto: Peter Steffen/dpa

Hannover. Jugendliche aus Migrantenfamilien bekommen nach Beobachtung der Stiftung "Eine Chance für Kinder" kaum Sexualerziehung. Das Projekt "Lebensplan" will 14- bis 16-Jährige nicht nur über Kondome und andere Verhütungsmittel aufklären, sondern auch zum Nachdenken über Liebe und Verantwortung anregen.

Externe Fachkräfte kommen für die Unterrichtsreihe in Haupt- und Förderschulen, mit Jungen und Mädchen wird in getrennten Gruppen gearbeitet. Seit zehn Jahren wird das Projekt in Hannover erprobt, die Stiftung will es nun ausweiten. "Ohne Spenden und Sponsoren geht das aber leider nicht", sagte der Stiftungsvorsitzende Adolf Windorfer am Donnerstag.

Es geht nicht nur um Schwangerschaft

Er betonte, dass "Lebensplan" ein Türöffner sei, um mit Jugendlichen über ungewollte Schwangerschaft, aber auch über Rassismus, Extremismus und Radikalisierung zu sprechen. Hauptschülerinnen hätten ein deutlich höheres Risiko als Gymnasiastinnen, im Alter unter 18 Jahren ungewollt schwanger zu werden.

Die ARD-Journalistin Gabi Bauer sagte als Schirmherrin der Stiftung: "Sex ist zwar ein dominantes Thema im Internet und in vielen Medien. Trotzdem sind Teenager oft unsicher im Umgang mit Sexualität und Verhütung, wie auch mit ihren eigenen Emotionen." (dpa)