Niedersachsen 

Tödliche Beißattacke von Hund Chico – deswegen schließen die Ermittler jetzt die Akten

Staffordshire-Terrier-Mischling "Chico" im Tierheim Hannover.
Staffordshire-Terrier-Mischling "Chico" im Tierheim Hannover.
Foto: dpa

Hannover. Mehr als ein Jahr nach der tödlichen Beißattacke des Hundes Chico auf seine beiden Besitzer hat die Staatsanwaltschaft Hannover ihre Ermittlungen gegen zwei Veterinäramtsmitarbeiter eingestellt. Es gebe keinen hinreichenden Hinweis auf eine Straftat, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Freitag.

Trotz Hinweisen: Familie durfte Chico behalten

Die Stadt Hannover hatte nach der Beißattacke eingeräumt, dass Chico den Behörden bereits 2011 aufgefallen war. Das Veterinäramt erhielt demnach Hinweise auf eine gesteigerte Aggressivität des Hundes sowie eine mangelnde Eignung des unter Betreuung stehenden jungen Halters. Die Familie konnte den Staffordshire-Mischling aber behalten.

Hannover: Chico hatte Kieferschmerzen

Chico hatte im April vergangenem Jahres eine 52-Jährige und ihren 27 Jahre alten Sohn in deren Wohnung totgebissen. Der Fall erregte bundesweit Aufsehen.

Chico litt zum Zeitpunkt der tödlichen Bisse an einer schmerzhaften Kieferverletzung - auch deshalb entschied die Veterinärbehörde, ihn einzuschläfern.

Mehr zum Fall Chico:

Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, habe bei der Beißattacke möglicherweise die Kieferverletzung eine Rolle gespielt. Außerdem hätten die Besitzer selber von der Gefährlichkeit des Hundes gewusst und ihn deshalb nur noch nachts ausgeführt. (dpa)