Niedersachsen 

Nach Eklat um deutsche Nationalhymne bei „Boxen am Meer“ - jetzt ist klar: Das hat Konsequenzen

Ist es bei „Boxen am Meer“ zum Eklat gekommen? Ein Verein ist empört. (Symbolbild)
Ist es bei „Boxen am Meer“ zum Eklat gekommen? Ein Verein ist empört. (Symbolbild)
Foto: imago

Beim Einlauf des deutschen Boxers erklingt plötzlich die erste Strophe des Deutschlandliedes

der Präsident des deutschen Boxverbandes greift ein

der Vorfall hat nun Konsequenzen

Hannover. Nach dem Hymnen-Eklat bei einer Box-Veranstaltung in Steinhude in Hannover ist der Präsident des Niedersächsischen Boxsportverbandes zurückgetreten. „Ich stelle mich selbstverständlich vor meinen Verband. Und wenn das nun solche politischen Wellen schlägt, dann ziehe ich auch die Konsequenzen und trete sofort zurück“, sagte Manfred Schumann der „Welt“.

Beim internationalen Box-Vergleich am Samstag vergangener Woche, der unter dem Motto „Boxen am Meer - Sportler gegen Rassismus und Gewalt“ stand, war es vor dem Vergleich zwischen einer niedersächsischen und einer südafrikanischen Staffel zu einem Eklat gekommen.

+++Eklat bei „Boxen am Meer“? - Als ein deutscher Sportler einzieht, erklingt plötzlich diese Strophe+++

Boxveranstaltung in Niedersachsen: falsche Strophe gespielt

Statt der deutschen Hymne war die erste Strophe des Deutschlandliedes gespielt worden. Der anwesende deutsche Boxverbands-Präsident Jürgen Kyas war daraufhin empört zu den Verantwortlichen geeilt und hatte das Abspielen abbrechen lassen.

„Das ist natürlich ein Skandal“, sagte Thomas Pütz, Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB), der „Welt“: „Ich glaube auch nicht, dass man das einfach so abtun kann, da kann man nicht zur Tagesordnung übergehen. Hier muss man auf eine Entschuldigung drängen und den Vorfall gründlich aufarbeiten.“

Schumann: „Unverständlich, dass das so hochgedreht wird“

Der ehemalige Hürdenläufer und CDU-Politiker Schumann betonte, er habe sich nach dem Vorfall umgehend bei allen Anwesenden entschuldigt. Er kritisierte aber zugleich, dass aus dem Vorfall nun so eine große Sache gemacht werde: „Es war ein tragisches Unglück, wenn man so will, aber ich finde es irgendwo unverständlich, dass das so hochgedreht wird. Das hat mit Rassismus gar nichts zu tun.“ (dpa)