Niedersachsen 

Tote Pferde: Jetzt können Halter in Niedersachen ihre Tiere in Würde verabschieden

In Niedersachsen können Pferdehalter ihre toten Tiere nun einäschern anstatt sie in einer Beseitigungsanlage abgeben zu müssen. (Symbolbild)
In Niedersachsen können Pferdehalter ihre toten Tiere nun einäschern anstatt sie in einer Beseitigungsanlage abgeben zu müssen. (Symbolbild)
Foto: dpa

Bislang mussten die toten Tiere in eine Tierkörperbeseitigungsanlage. Jetzt können Besitzer ihre verstorbenen Pferde in Niedersachsen einäschern lassen.

Erstes Krematorium für Pferde in Niedersachsen

Hintergrund ist eine Gesetzänderung aus dem Jahr 2016. Das „Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz“ erlaubt seitdem, dass Pferdebesitzer ihre Tiere in Krematorien verbrennen lassen dürfen, wenn sie das Zeitliche gesegnet haben.

Eine Firma aus Schwäbisch Hall kann in Blender (Landkreis Verden) das erste Pferdekrematorium in Norddeutschland betreiben. Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg habe die entsprechende Genehmigung erteilt, teilte die Behörde am Freitag mit.

Genehmigungen zur Einäscherung

Ein umfangreiches Verfahren sei vorausgegangen, dabei sei auch über Bedenken von Bürgern bei einem Erörterungstermin im Verdener Kreishaus diskutiert worden.

Um ein Pferd einzuäschern, muss der Besitzer zunächst aber eine veterinärrechtliche Genehmigung beim zuständigen Landkreis einholen. Nach Schätzungen des Bundes werden im Jahr etwa fünf Prozent der Pferdehalter von dem Angebot Gebrauch machen. Bislang gibt es erst ein Pferdekrematorium in Schwäbisch Hall. (dpa, aj)