Niedersachsen 

Niedersachsen: Weniger Menschen sterben im Wasser – eine Gruppe gilt aber als besonders gefährdet

Die DLRG hat neue Zahlen für Niedersachsen veröffentlicht (Archivbild).
Die DLRG hat neue Zahlen für Niedersachsen veröffentlicht (Archivbild).
Foto: DLRG Schöningen

Bad Nenndorf. Die Zahl der Badetoten und Ertrunkenen in Niedersachsen ist in diesem Jahr trotz der Tropenhitze der vergangenen Tage geringer als im Vorjahr. Bis Ende Juli seien 29 Menschen ertrunken, im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 41, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mit.

Ertrunkene in Niedersachsen überwiegend männlich

Ein Grund sei der Sommerbeginn mit zunächst verhaltenem Wetter gewesen. 23 der Ertrunkenen waren männlich, 6 weiblich. Die DLRG kritisierte die schlechteren Schwimmfähigkeiten gerade bei Kindern.

Nur knapp über 40 Prozent der Kinder könnten nach der Grundschule schwimmen. In den 1990er Jahren seien das noch nahezu 90 Prozent gewesen. Besonders gefährlich sind laut DLRG ungesicherte Badestellen.

DLRG: Flüchtlinge sind oft Nichtschwimmer

Auch durch Alkohol und Selbstüberschätzung gefährden sich Schwimmer immer wieder selbst. Als Risikogruppe identifizierte die DLRG im vergangenen Jahr Geflüchtete. Diejenigen, die in diesem Zeitraum ertrunken waren, seien nahezu alle Nichtschwimmer gewesen.

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Drei tödliche Bade-Unfälle in unserer Region

In den letzten Tagen hatte es in unserer Region gleich drei Bade-Unfälle mit tödlichem Ausgang gegeben: Am Silbersee in Celle starb eine 14-Jährige, im Tankumsee in Isenbüttel überlebte ein junger Mann einen Bade-Ausflug nicht und im Eschenbacher Teich in Clausthal-Zellerfeld starb ein 26-Jähriger. (dpa/ck)