Niedersachsen 

Hannover: Schüler machen Ausflug – plötzlich sind 51 Menschen krank

Einsatzkräfte der Feuerwehr, Mitarbeiter des Roten Kreuzes und ein Mann in einem blauen Schutzanzug stehen vor einem Zelt und einem Rettungswagen.
Einsatzkräfte der Feuerwehr, Mitarbeiter des Roten Kreuzes und ein Mann in einem blauen Schutzanzug stehen vor einem Zelt und einem Rettungswagen.
Foto: Arne Jappe/dpa

Hannover/Grömitz. Eigentlich wollte die Schulklasse aus der Region Hannover nur ins Zeltlager nach Grömitz in Schleswig-Holstein fahren. Jetzt sind 49 Kinder und 2 Betreuer krank. Zuvor war von 45 kranken Schülern die Rede.

Sie wurden auf dem Gelände des Jugendcamps Grömitz im Haupthaus isoliert und in einem mobilen Krankenlager behandelt, sagte eine Sprecherin des Kreises Ostholstein am Donnerstag. In Zelten habe niemand übernachten müssen. Auch das wurde zuvor gemeldet.

Hannover: Schüler fahren nach Grömitz – jetzt sind sie krank

Der Vorfall rund um die Schulklasse aus der Region Hannover wurde am Mittwochabend bekannt. Der Rettungsdienst war vor Ort, in Schutzanzügen und mit Mundschutz untersuchten die Helfer die Kinder und die Erwachsenen und isolierte sie vom Rest des Zeltlagers.

Aber an welcher Erkrankung leiden die Betroffenen denn nun?

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Sie alle leiden unter Magdendarm-Beschwerden. Der Ursprung der Erkrankung ist noch unbekannt. Die Rettungsleitstelle konnte einen Virus nicht ausschließen, nannte aber auch ein Lebensmittel als mögliche Ursache.

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„Das Gesundheitsamt wird den Vorfall im Laufe des Tages noch einmal prüfen und einschätzen“, sagte ein Sprecher. Bei den Kindern handelt es sich wohl um Schüler einer 8. Klasse.

Ursache für Brechdurchfall erst am Montag klar

Das mobile Krankenlager wurde errichtet, weil es an Kapazitäten in den umliegenden und weiter entfernten Krankenhäusern fehlte. Der Rettungsdienst, das Deutsche Rotes Kreuz, Malteser und Johanniter waren im Einsatz. Der Fachdienst Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit des Kreises nahm Proben. Sie werden im Labor ausgewertet. Ein Ergebnis über die Ursache der Beschwerden soll frühestens am Montag vorliegen. Denkbar sind ein Virus oder aber auch verdorbene Lebensmittel.

Den meisten Kindern geht es schon wieder besser

Die Symptome ließen im Laufe des Tages bei den meisten Kindern nach. „Keiner der Betroffenen ist schwer erkrankt“, sagte die Kreissprecherin. Einige Kinder wurden bereits von ihren Eltern abgeholt. Die meisten Genesenen sollten mit Bussen abreisen. Am Donnerstagnachmittag hatten noch vier Kinder Beschwerden. Deren Rückfahrt nach Hause wurde ebenfalls bereits organisiert.

Der Betrieb auf dem Campingplatz laufe laut eines Sprechers aber normal weiter. (abr mit dpa)