Niedersachsen 

Bei Hannover: Elterntaxis versperren den Weg – Grundschulkind kämpft um sein Leben

Immer mehr Eltern holen und bringen ihre Kinder zur Schule. In Rethen bei Hannover haben Eltern-Taxis nun massiv einen Rettungseinsatz gestört.
Immer mehr Eltern holen und bringen ihre Kinder zur Schule. In Rethen bei Hannover haben Eltern-Taxis nun massiv einen Rettungseinsatz gestört.
Foto: dpa

Rethen. Eltern-Taxis werden zunehmend zum Problem – sie versperren oft den Weg zur Schule. Das passiert auch regelmäßig in Rethen bei Hannover.

Am Dienstag kam es dort zu einem ganz besonders schwerwiegenden Fall, als ein Kind einen allergischen Schock hatte.

Rethen bei Hannover: Retter kommen nicht zu Kind durch

Wie die „Hannoversche Allgemeine“ berichtet, hatte ein Kind einen schweren allergischen Schock erlitten. Die Schulleiterin sprach gar von einer „lebensbedrohlichen“ Situation. Denn weder Notarzt, noch Rettungswagen konnten auf das Schulgelände fahren.

Der Grund: Eltern-Taxis, also Eltern die ihre zur Schule bringen oder abholen, versperrten den Weg.

Erst eine Mitarbeiterin der Schule hätte die Eltern unter großer Mühe dazu bringen können, endlich Platz für die Retter zu machen. Die Schule fordert nun drastische Konsequenzen: Ein Halteverbot soll Eltern davon abhalten, direkt vor der Gelände zu parken.

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„Das Problem liegt bei den Eltern“

Doch hat der Ortsteil ein Elterntaxi-Problem?

Olaf Seppelt (50) von der Polizei erklärt gegenüber der „Neuen Presse“: „Das Problem sind die Eltern, die mit ihren Autos bis kurz vor die Schule fahren und dort verkehrsbehindernd im Haltverbot stehen.“ Häufig ließen sogenannte „Helikopter-Mütter“ es nicht zu, dass ihr Kind einen Schritt zu viel läuft.

„Das Problem liegt bei den Eltern“, meint der Polizeibeamte: „Wer meint, sein Kind fast bis in den Klassenraum bringen oder von dort abholen zu müssen, ist schwer zu überzeugen.“

Auch in Gifhorn stören die Elterntaxis regelmäßig. Schüler haben jetzt eine Aktion dagegen gestartetet. Mehr dazu liest du hier. (mb)