Niedersachsen 

Hannover: Zugfahrt wird für Frau zum Albtraum – doch dann schreitet ein Soldat ein

Ümit Taskin, im Dienstgrad Gefreiter,  wurde für sein gezeigtes couragiertes Verhalten in der Fallschirmjägerkaserne in Seedorf ein Dank von der Bundespolizei und der Bundeswehr ausgesprochen.
Ümit Taskin, im Dienstgrad Gefreiter, wurde für sein gezeigtes couragiertes Verhalten in der Fallschirmjägerkaserne in Seedorf ein Dank von der Bundespolizei und der Bundeswehr ausgesprochen.
Foto: Bundespolizeidirektion Hannover

Hannover. Eine Frau ist mit der Regionalbahn von Hannover nach Bremen unterwegs gewesen. Eigentlich eine ganz normale Fahrt. Doch die sollte für die Mitte 30-jährige Frau zu einem Albtraum werden. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein Soldat eingeschritten ist.

Während der Fahrt von Hannover am Samstagabend hat nämlich laut Polizei ein 28-jähriger Mitreisender die Frau mehrfach am Bein berührt. Obwohl sie ihn wiederholt aufgefordert habe, damit aufzuhören, habe sich der Tatverdächtige davon nicht beeindrucken lassen.

Hannover: Frau im Zug unterwegs – Soldat wird zum Helden

Doch dann ist ein Soldat auf die Situation aufmerksam geworden. Der 18-Jährige Ümit Taskin war laut Polizei in Zivilkleidung unterwegs.

+++Braunschweig: 90-Jähriger will den Bus erwischen – doch dann kommt es zum Drama+++

Er habe den Tatverdächtigen aufgefordert, die Frau in Ruhe zu lassen. Doch auch davon habe sich der Mann zunächst nicht beeindrucken lassen.

Ümit Taskin stellte sich daraufhin vor die Frau und drängte den Täter zurück. Dieser habe dem Soldaten unvermittelt ins Gesicht geschlagen. „Was der Täter nicht ahnen konnte“, berichtet die Bundespolizei, war, dass er es mit einem erfahrenen Kampfsportler zutun hatte.

-------------------------------------

Mehr Themen aus der Region

------------------------------------

Bundespolizei nimmt Tatverdächtigen am Bahnhof Bremen fest

So konnte sich der Soldat wehren und derweil auch andere Reisende auffordern, die Polizei zu alarmieren.

Am Hauptbahnhof Bremen dann wurde der Tatverdächtige schließlich von der Bundespolizei in Empfang genommen. Ein Atemalkoholtest ergab, dass der 28-Jährige außerdem 1,96 Promille intus hatte. Gegen ihn wird nun ermittelt.

Die Bundespolizei lobt in einer Mitteilung ganz klar die Zivilcourage von Ümit Taskin, der inzwischen auch für sein verhalten geehrt wurde. Sie betont aber gleichsam, dass niemand sich bei Zivilcourage selbst in Gefahr bringen sollte. Was in jedem Fall aber immer hilft: Die Polizei rufen. (abr)