Niedersachsen 

Niedersachsen: Nach Attentat in Halle – Ditib-Chef will mehr Sicherheit für Moscheen

Brauchen Moscheen mehr Schutz? (Symbolbild)
Brauchen Moscheen mehr Schutz? (Symbolbild)
Foto: imago images/Emmanuele Contini

Osnabrück. Ali Ünlü, Ditib-Chef aus Niedersachsen, sieht nach dem Terroranschlag von Halle auch die Sicherheit von Moscheen in Gefahr.

„Wir machen uns Sorgen um die Moscheen und haben vom Landesverband aus die Gemeinden gebeten, erhöhte Vorsicht walten zu lassen“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Man arbeite an verschärften Sicherheitskonzepten auch in Niedersachsen.

Nach Anschlag in Halle: Über Sicherheitskonzepte für Moscheen nachdenken

Wichtig sei, dass die Moscheen weiter frei zugänglich seien.

Die Tat von Halle habe aber gezeigt, dass es ein grundsätzliches Problem mit Fremdenfeindlichkeit gebe. „Heute ist es die jüdische Gemeinde, morgen kann es andere treffen“, sagte Ünlü der „NOZ“.

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In Halle in Sachsen-Anhalt hatte ein 27-jähriger Deutscher vergangene Woche versucht, sich mit Waffengewalt Zutritt zu einer Synagoge zu verschaffen.

Attentäter tötet zwei Menschen

Als dies misslang, tötete er eine Passantin (†40) und später einen Mann (†24) in einem Döner-Imbiss.

Der Mann hat die Tat gestanden und rechtsextremistische sowie antisemitische Motive angegeben.

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In der Synagoge hielten sich mehr als 50 Menschen auf, um den jüdischen Feiertag Jom Kippur zu begehen. (fb)