Niedersachsen 

Continental: Schock bei Conti – Konzern schmiert massiv ab

Bei Continental läuft es derzeit alles andere als gut. (Symbolbild)
Bei Continental läuft es derzeit alles andere als gut. (Symbolbild)
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
  • Der Druck auf deutsche Autozulieferer wächst
  • Die Pkw-Produktion lahmt weltweit.
  • Besserung ist kurzfristig nicht in Sicht.
  • Das bekommt auch Conti ein weiteres Mal zu spüren.

Hannover. Continental wird in diesem Jahr wegen einer milliardenschweren Sonderbelastung voraussichtlich in die Verlustzone schlittern.

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Im dritten Quartal verbucht Conti Wertminderungen von rund 2,5 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Hannover mitteilte.

Hannover: Continental will sich umkrempeln

Diese seien in der Annahme begründet, dass sich die derzeitige Weltproduktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den kommenden fünf Jahren nicht wesentlich verbessern werde.

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Außerdem seien Rückstellungen für den vor kurzem vorgestellten Konzernumbau in Höhe von 97 Millionen Euro angefallen.

Dividendenvorschlag offenbar nicht in Gefahr

Die Belastungen würden im dritten Quartal und im Gesamtjahr beim auf die Anteilseigner entfallenden Konzernergebnis zu einem Verlust führen.

Es seien jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Dividendenvorschlag für das laufende Jahr zu erwarten.

Continental in Braunschweig, Wolfsburg und Gifhorn

In der Region38 hat Conti drei Standorte – in Braunschweig, Wolfsburg und Gifhorn:

  • Elektrobit Automotive GmbH, Braunschweig
  • Continental Automotive GmbH, Wolfsburg
  • Continental Teves AG & Co. OHG, Gifhorn

Conti will Antriebssparte abspalten

Continental will zudem seine Antriebssparte als Ganzes abspalten und an der Börse notieren. Ein möglicher Teilbörsengang ist nach einem Beschluss des Vorstands nun keine Option mehr, wie der Dax-Konzern weiter mitteilte.

Der Plan eines sogenannten Spin-offs mit Börsennotierung soll am 30. April 2020 der Hauptversammlung vorgelegt werden. Der Aufsichtsrat muss ebenfalls noch zustimmen.

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Seit längerem prüft der Konzern, wie er mit der Vitesco genannten Sparte verfahren will, zuletzt hatte Conti im September auf die kaum vorhersehbaren Bedingungen für einen Teilbörsengang im kommenden Jahr verwiesen. (dpa/ck)