Niedersachsen 

Hund: Frau ermordet Chihuahua ihrer Freundin – grauenvolle Details schockieren

Eine Frau aus Niedersachsen hat den Chihuahua ihrer Freundin getötet. (Symbolbild)
Eine Frau aus Niedersachsen hat den Chihuahua ihrer Freundin getötet. (Symbolbild)
Foto: imago images/Ardea

Hildesheim. Hat eine Frau aus Niedersachsen aus Rache für ihren getöteten Hund ihre Bekannte mit heißem Wasser verbrüht? Dieser Fall wird ab dem heutigen Dienstag vor dem Landgericht Hildesheim verhandelt.

Die 29-Jährige muss sich wegen schwerer sowie gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht in Hildesheim verantworten. Ihr wird vorgeworfen, ihrer Bekannten mehrere Liter kochendes Wasser über den Kopf geschüttet zu haben – aus Rache für ihren getöteten Hund. Das Opfer schwebte zeitweise in Lebensgefahr.

Hund getötet: Frau gesteht Racheakt in Hildesheim

Bereits zum Prozessaufatakt hat die 29-Jährige die Tat gestanden. Am Tatabend sei ihr klargeworden, dass die Frau ihren geliebten Mini-Chihuahua Mila getötet habe, sagte die Angeklagte. Der und sei für sie und ihren Ehemann Kinderersatz gewesen.

Die Angeklagte sagte, sie sei nach der Tat über sich selbst erschrocken gewesen und habe einen zweiten Topf mit kaltem Wasser über die 26-Jährige geschüttet, die sich auf die Treppe im Flur gesetzt habe. Sie habe nicht gewusst, dass dies falsch war.

Sie habe nicht über die Folgen nachgedacht. „Ich wollte ihr schaden, aber nicht, dass sie bewusstlos wird oder stirbt.“ Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage angesetzt, demnach könnte am 14. November das Urteil gefällt werden.

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Bekannte tötet Hund: Tier wird ausgweidet in Wohnung gefunden

Im Sommer 2017 soll die Bekannte den Chihuahua der 29-Jährigen auf brutale Weise getötet haben. Der Fall sorgte damals für großes Aufsehen. Wie die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ berichtet, sei die Frau in die Wohnung ihrer Nachbarn eingebrochen und habe den kleinen Hund mitgenommen.

Wenig später soll sie das Paar angerufen und mitgeteilt haben, dass etwas Schreckliches passiert sei. Die Polizeibeamten hätten dann den getöteten Hund in der Wohnung gefunden. Das Motiv ist unklar.

Vor Gericht in Hildesheim sind jetzt noch grausame Details zu dem Fall bekantngeworden. Der Hund sei demnach blutüberströmt, ausgeweidet und mit abgeschnittener Zunge in der Wohnung gefunden worden.

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Frau soll Bekannte unter Vorwand in ihre Wohnung eingeladen haben

Anfang 2018, am 2. Januar, soll die Angeklagte die Bekannte dann zu einer vermeintlichen Aussprache in ihre Wohnung eingeladen haben. Wie das Landgericht Hildesheim mitteilt, warteten dort bereits zwei Töpfe mit mehreren Litern kochendem Wasser.

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Am Ende des Gesprächs soll sich das spätere Opfer außerhalb der Wohnung im Hausflur mit dem Rücken zur Wohnungstür auf den Boden gesetzt haben. Die Angeklagte habe in dem Moment den ersten Topf geholt und die Bekannte mit kochendem Wasser übergossen.

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Opfer aus Hildesheim zeitweise in Lebensgefahr

Wege der starken Schmerzen soll die geschockte Frau wie gelähmt gewesen sein. So war sie laut Landgericht Hildesheim nicht in der Lage zu fliehen. Das soll sie Angeklagte ausgenutzt haben, um den zweiten Top zu holen und auch diesen über der Bekannten auszukippen.

Das Opfer soll schwerste Verbrühungen an etwa 15 Prozent der Haut erlitten haben. Vor allem im Gesicht und im Bereich des Oberkörpers. Das Opfer (heute 26) habe zeitweise in Lebensgefahr geschwebt. Sie habe dauerhafte Narben davongetragen.

An die Tat könne sie sich kaum erinnern, sagte die 26-Jährige, deren rechte Gesichtshälfte teilweise gelähmt ist: „Ich weiß nur, dass mein Mund tierisch gebrannt hat wie Feuer. Ich habe geschrien, bin in der Gegend rumgelaufen, tierische Schmerzen.“ Ihre eigene Verbrennung habe sie gerochen. Die Angeklagte wollte sich im Gerichtssaal entschuldigen und ihrer ehemaligen Freundin 500 Euro übergeben, doch diese nahm das schluchzende Opfer nicht an.

29-Jährige will Opfer mit 500 Euro entschädigen

„Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute“, sagte die 29-Jährige vergleichsweise gefasst. Sie ist im neunten Monat schwanger, bei einer Verurteilung erwartet sie eine Strafe zwischen 3 und 15 Jahren.

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Eigentlich sollte der Prozess bereits im Mai 2019 beginnen. Allerdings erschien die Angeklagte damals nicht zum Verhandlungstermin. Nach Angaben eines Gerichtssprechers hatte sie sich ins Ausland abgesetzt und wurde im Sommer festgenommen. Die Frau sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Beide Frauen waren Heimkinder. Die heute 29-Jährige hatte der Bekannten, die Alkoholikerin war, helfen wollen. Nach dem gewaltsamen Tod ihres kleinen Hundes stürzte sie nach eigenen Angaben komplett ab und betäubte sich mit Drogen und Alkohol. (abr mit dpa)