Niedersachsen 

Niedersachsen erwartet IS-Rückkehrer – Zahl der Islamisten steigt

Die Zahl der Islamisten in Niedersachsen steigt, und den Behörden machen zusätzlich die Kinder radikalisierter junger Leute zu schaffen. Dazu kommen IS-Rückkehrer, wie sie jetzt von der Türkei nach Deutschland abgeschoben werden. Was passiert mit ihnen? (Symbolbild)
Die Zahl der Islamisten in Niedersachsen steigt, und den Behörden machen zusätzlich die Kinder radikalisierter junger Leute zu schaffen. Dazu kommen IS-Rückkehrer, wie sie jetzt von der Türkei nach Deutschland abgeschoben werden. Was passiert mit ihnen? (Symbolbild)
Foto: dpa

Hannover/Hildesheim. Die islamistische Szene in Niedersachsen zieht sich immer mehr in Hinterzimmer und ins Internet zurück. Aus dem Innenministerium in Hannover hieß es am Mittwoch, dass Anlaufstellen wie Moscheen oder Prediger an Bedeutung verlieren.

Zahl der Islamisten in Niedersachsen steigt

Der Druck der Sicherheitsbehörden habe den Zulauf zu islamistischen Netzwerken gebremst. In den vergangenen Monaten stieg die Zahl der Salafisten aber nach Angaben des Verfassungsschutzes auf 900, zuvor lag sie bei 880.

Zu einer Herausforderung für die Behörden werde die nachwachsende Generation von Islamisten. Dabei handele es sich um die Kinder schon vor Jahren zum Salafismus gestoßener junger Leute, sagte Innenstaatssekretär Stephan Manke bei der Jahrestagung der Kompetenzstelle Islamismusprävention Niedersachsen.

Rückkehr aus IS-Gebieten nach Niedersachsen

Einzelne Kinder und Jugendliche würden inzwischen in Kindergärten und Schulen auffällig. Um diese kümmert sich die Kompetenzstelle, in der die Sicherheitsbehörden mit Jugendämtern, Pädagogen und Beratungsstellen zusammenarbeiten.

Außerdem kümmert sie sich um Rückkehrer aus den IS-Gebieten. 39 Erwachsene und 18 Minderjährige sind bereits von dort nach Niedersachsen zurückgekehrt.

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Zurzeit sind die Sicherheitsbehörden auch auf die mögliche Rückkehr von IS-Rückkehrern vorbereitet, die die Türkei nach Deutschland abschieben will. Darunter befindet sich eine Familie, die zuletzt dem salafistischen Milieu in Hildesheim zugerechnet wurde.

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Es sei noch völlig unklar, ob diese Familie tatsächlich zurück nach Niedersachsen kommen werde, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover. Die Familie habe hier keinerlei Wohnsitz mehr. „Wir gehen davon, dass sich die Bundesbehörden um diese Personen kümmern“, sagte der Ministeriumssprecher. (dpa/ck)