Niedersachsen 

Hannover: Vermieter streicht Haus – und soll fiese Botschaft für schwules Paar hinterlassen haben

Ein Vermieter ließ die Fenster seines Mehrfamilienhauses erneuern – doch er provoziert. (Symbolbild)
Ein Vermieter ließ die Fenster seines Mehrfamilienhauses erneuern – doch er provoziert. (Symbolbild)
Foto: Imago Images/Norbert Schmidt

Hannover. Ein schwules Paar aus Hannover traute seinen Augen wohl kaum, als es seine Wohnung von außen betrachtete. Denn völlig unerwartet stach den Beiden plötzlich etwas ins Auge. Die Mieter zogen vor Gericht.

Hannover: Vermieter setzt Fenster von schwulem Paar in Szene

Wie die „Bild“ berichtete, hatte der Vermieter bei Modernisierungsarbeiten die Fenster seines Mehrfamilienhauses in Hannover durch neue weiße ausgetauscht. Nur bei eben jener Wohnung nicht – dort wurden die Rahmen rosa gestrichen.

Das Paar fühlte sich diskriminiert und verklagte die Wohnungsgenossenschaft auf 1500 Euro Schmerzensgeld. Zumal der Hauptmieter der Modernisierung nicht einmal zugestimmt hatte.

Schwules Paar zieht vor Gericht: "Diskriminierung"

Weiter berichtet die Bild, dass der Vermieter schon im Vorfeld mit „schlüpfrigen Provokationen für Zoff gesorgt“ habe, so schreibt die Zeitung. Demnach habe er schon sich begattende Blechschafe und eine riesige Schnecke mit Brüsten in den Vorgarten gestellt und damit für Aufsehen gesorgt.

Im Fall des schwulen Paares fand am Donnerstag der Gerichtstermin statt.

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Vermieter zahlt Kläger aus

Laut „Bild“ habe man sich auf einen Vergleich geeinigt: Der Vermieter muss dem Kläger 1000 Euro zahlen. Es sei eine „subjektiv empfundene Diskriminierung“ urteilte das Gericht. Der Anwalt des Vermieters hatte beteuert: Die Farbe diene nur Markierungszwecken.“

Das Paar will nun ausziehen. (aj)