Niedersachsen 

Landkreis Goslar: Horror-Fund auf Bauernhof! Veterinäramt greift durch

In Goslar wurden auf einem Hof mehrere verendete Kühe entdeckt. (Symbolbild)
In Goslar wurden auf einem Hof mehrere verendete Kühe entdeckt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Hans Lucas

Lutter. Schock-Fund für das Veterinäramt auf einem Bauernhof in Lutter im Landkreis Goslar! Bei einem Kontrollbesuch entdeckte die Behörde Tierkadaver, Skelette und verendende Kühe.

Vorausgegangen war ein gegenüber dem Amt geäußerter Verdacht gegen den Betrieb bei Goslar. Das Ausmaß hätte sich aber zu diesem Zeitpunkt niemand vorstellen können.

Landkreis Goslar: Bauernhof schon länger beim Amt bekannt

Im Bericht des Veterinäramts gleicht der Betrieb eher dem Setting eines gruseligen Horrorfilms, als einem idyllischen Bauernhof.

Bereits seit 2017 habe es auf dem Hof regelmäßige Kontrollen gegeben. Damals seien erste Verstöße gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen angezeigt worden.

Der Betreiber des Hofs zeigte sich im Anschluss jedoch immer kooperativ und beseitigte die Mängel in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt. Vor wenigen Wochen gab es jedoch erneut eine Anzeige gegen den Bauernhof. Diesmal auch mit einer sehr konkreten Anschuldigung.

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Unglaubliche Entdeckungen

Neben der Vernachlässigung der Tiere wurde dem Landwirt vorgeworfen, verstorbene Kühe nicht nach gesetzlichen Vorschriften zu beseitigen. Die Behörde ahnte zu diesem Zeitpunkt nicht, was sie später auf dem Hof vorfinden sollte.

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Gemeinsam mit der Polizei kontrollierte das Veterinäramt den Betrieb und machte dabei erschreckende Entdeckungen: Vernachlässigte Kühe, Knochen und „auf dem Gelände verteilte und abgedeckte Tierkadaver“, wie es in einer Pressemitteilung des Veterinäramts hieß.

Zwei Kühe waren dabei so schwach, dass sie kurze Zeit später verstarben, zwei weitere mussten eingeschläfert werden.

Gegen den Landwirt hat das Veterinäramt ein Tierhaltungsverbot erlassen. Seine rund 135 Milchkühe, Jungrinder und Kälber blicken indes in eine ungewisse Zukunft: Noch suchen die Behörden einen anderen Betrieb, der die Tiere übernehmen kann.

Hannover: Rund 1000 verendete Schweine entdeckt

Unterdessen gab es auch auf einem Hof in der Nähe von Hannover einen Horror-Fund. Etwa 1000 tote Schweine seien in dem Betrieb in einem Ortsteil von Neustadt/Rübenberge gefunden worden.

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Die Tiere waren offenbar verdurstet und verhungert. Noch lebende Tiere wurden von den Behörden in einen anderen Stall gebracht. Die Kadaver seien von Fachbetrieben entsorgt worden, sagte eine Sprecherin der Region Hannover, die für die Veterinäraufsicht zuständig ist.

Ställe des Pächters seien 2013 und 2014 ohne Beanstandungen kontrolliert worden. Bis zur endgültigen Aufklärung des Falles gelte für den Stall ein Belegungsverbot. (dav/dpa)