Niedersachsen 

Flughafen Hannover: Verrückte Aktion auf Rollfeld legt Flugverkehr lahm – DAS sind die Folgen

 Nach der spektakulären Fahrt am Flughafen Hannover wurde das Auto abtransportiert.
Nach der spektakulären Fahrt am Flughafen Hannover wurde das Auto abtransportiert.
Foto: picture alliance/Clemens Heidrich/dpa

Hannover. Unglaublich, was sich am Flughafen Hannover abgespielt hat!

Dort wurde der Flugverkehr für mehrere Stunden lahm gelegt. Grund: Ein Mann!

Die verrückte Geschichte: Er fuhr im Drogen-Vollrausch mit dem Auto über das Gelände des Flughafen Hannover. Mit seiner Aktion legte er den Flugverkehr lahm. Das hatte gravierende Folgen – für den Mann und für den Flughafen.

Flughafen Hannover: Mann legt Flugverkehr lahm

Ein Jahr, nachdem der Mann im Drogenrausch mit seiner spektakulären Aktion aufsehen erregte, sind die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafens Hannover verschärft worden. Damals war der Mann mehrere Stunden mit seinem Auto über das Gelände gebrettert.

Der damals 21-Jährige hatte Ende Dezember 2018 ein verschlossenes Tor des Airports mit Gewalt geöffnet und war mit dem Fahrzeug bis unter ein Flugzeug gefahren. Der Flugverkehr wurde für viereinhalb Stunden eingestellt, betroffen waren neun Starts und 13 Landungen.

Auch wenn der Flughafen alle Normen eingehalten habe, müsse zur Kenntnis genommen werden, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gebe, sagte Flughafensprecher Sönke Jacobsen.

Tore wurden verstärkt und gesichert

„Wir haben aber umgehend technisch reagiert und alle Tore zusätzlich verstärkt und gesichert.“ Außerdem sei die Hälfte aller Tore aus dem aktiven Betrieb genommen worden.

Auch das Wirtschaftsministerium hat den Vorfall umfassend analysiert und Maßnahmen getroffen - die aus Sicherheitsgründen aber nicht genannt werden dürfen, wie Sprecherin Laura Gosciejewicz mitteilte.

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21-Jähriger auf Kokain und Amphetaminen

Der festgenommene Autofahrer stand laut Drogentest unter dem Einfluss von Kokain und Amphetaminen. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gab es nicht. Beamte der Bundespolizei hatten den damals 21-Jährigen überwältigt.

Er saß zunächst in Untersuchungshaft und wurde im März 2019 freigelassen. Weil er sich wegen des Drogenmissbrauchs bei der Fahrt in einer Art Neurose befand, war er nach Einschätzung eines Sachverständigen vorübergehend schuldunfähig.

Das waren die Folgen

Der junge Pole, der bis dahin noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, wurde wegen vorsätzlichen Vollrausches verurteilt. Es erging ein Strafbefehl über 2400 Euro Geldstrafe sowie ein Jahr Fahrverbot für Deutschland, wie Oberstaatsanwalt Thomas Klinge von der Staatsanwaltschaft Hannover mitteilte. Das Urteil ist seit dem 12. November 2019 rechtskräftig. (dpa)