Niedersachsen 

Niedersachsen: 1200 Menschen vermisst – ein Fall aus Wolfenbüttel gibt Rätsel auf

Ein Helikopter auf der Suche nach einem Vermissten (Symbolfoto).
Ein Helikopter auf der Suche nach einem Vermissten (Symbolfoto).
Foto: imago/kamera24

Wolfenbüttel. Immer wieder melden Verwandte oder Bekannte das Verschwinden eines Liebsten. Die Polizei kann diese Fälle zwar häufig schnell aufklären, doch nicht selten gibt es auch größere Probleme. Mehr als 1200 Menschen werden alleine in Niedersachsen noch immer vermisst.

Bei der Suche nach Vermissten blickt die Polizei Niedersachsen auf ein Jahr mit Erfolgen, aber auch mit Fehlschlägen zurück. Auch ein Fall aus Wolfenbüttel beschäftigt die Beamten.

Niedersachsen: Diese Vermisstenfälle beschäftigen die Polizei

Es ist der Fall des Herrn G. Die Polizei sucht bereits seit Februar nach dem Mann aus Wolfenbüttel. Das Entsetzliche dabei: Herr G. ist Rentner, 80 Jahre alt und somit womöglich auf Hilfe angewiesen. Bislang fehlt von ihm jede Spur.

Die Polizei ist ratlos – wie auch in vielen anderen Fällen. Zwar konnten einige Altfälle geklärt werden, wegen 319 neuer Vermisstenanzeigen bleibt die Zahl der 2019 in Niedersachsen verschollenen Menschen jedoch mit 1207 in etwa auf dem Vorjahreslevel (1237).

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Polizei rollt teilweise Altfälle wieder auf

Bei einigen langjährigen Vermissten vermutet die Polizei, dass sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Doch manchen alten Fällen nahmen sich die Beamten in diesem Jahr noch einmal intensiver an. So versuchten sie, neue Hinweise im Fall Katrin Konert aus dem Jahr 2001 zu sammeln.

Handzettel wurden verteilt, Beamte gingen von Haus zu Haus. Das traurige Ergebnis: Trotz etwa 100 neuer Hinweise bleibt die im Alter von 15 Jahren verschollene Frau vermisst. Der Fall bleibt offen, die Polizei fahndet weiter.

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„Viele Vermisstenfälle erledigen sich nach wenigen Stunden, andere nach vielen Jahren, wiederum andere erledigen sich nie“, so Polizei-Sprecherin Katrin Gladitz. Die aufsehenerregenden Fälle seien häufig diejenigen, bei denen eine konkreten Gefahr für die vermisste Person bestehe. Die meisten anderen Fälle seien unspektakulärer und nur von kurzer Dauer. (the mit dpa)