Niedersachsen 

Hannover: Tod nach Spielplatz-Vergewaltigung – darum steht ER jetzt wieder vor Gericht

Ein Mann muss sich erneut vor dem Landgericht Hannover verantworten. Der Vorwurf: Vergewaltigung mit Todesfolge auf einem Spielplatz. (Archivbilder)
Ein Mann muss sich erneut vor dem Landgericht Hannover verantworten. Der Vorwurf: Vergewaltigung mit Todesfolge auf einem Spielplatz. (Archivbilder)
Foto: dpa/Julian Stratenschulte/dpa/Jens Kalaene

Hannover. Passanten hatten Ende Juli 2018 einen erschreckenden Fund in der Innenstadt von Hannover gemacht: Dort lag eine Leiche auf einem Spielplatz.

Eine Woche später klickten die Handschellen und die Polizei nahm einen Mann in Helmstedt fest. Der 49-Jährige musste sich daraufhin vor Gericht in Hannover verantworten. Das Urteil: Zehn Jahre Haft wegen Vergewaltigung mit Todesfolge.

Hannover: Mann nach Spielplatz-Vergewaltigung erneut vor Gericht

Doch nun steht der Mann erneut vor Gericht. Der Grund: Die Staatsanwaltschaft hat Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof hat daraufhin das frühere Urteil aufgehoben.

Im ersten Prozess hatte der Angeklagte ausgesagt, dass er mit seinem späteren Opfer regelmäßig Sex gegen Geld hatte. Zum Tatzeitpunkt seien beide stark betrunken gewesen, er habe zudem unter Drogeneinfluss gestanden.

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Prozessauftakt am Montag in Hannover – Mann schweigt

Der Sex am Tattag hätte demnach zunächst einvernehmlich stattgefunden. Die Frau habe ihn jedoch im Verlauf gebeten, aufzuhören. Das Gericht muss nun klären, ob der bereits Verurteilte sein Opfer bewusst tötete.

Auftakt ist am heutigen Montag um 9 Uhr vor dem Landgericht Hannover.

Die Vorwürfe wiegen schwer. Der 49-Jährige soll eine 63-Jährige laut Anklage beim Sex gewaltsam auf dem Boden festgehalten und seine Hand gegen ihren Hals und Mund gedrückt haben.

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Nach dem Geschlechtsverkehr soll der Angeklagte das Opfer am Tatort zurückgelassen haben. Kurze Zeit später sei die Frau infolge der schweren Halsverletzungen erstickt.

Der Prozess am Montag startete mit einer Stunde Verspätung. Zu den Vorwürfen äußerte sich der bislang Angeklagte nicht. (abr mit dpa)