Niedersachsen 

Hannover: Beim Sex erwürgt: Täter zu langer Haft verurteilt – darum wird er sie wohl nicht komplett absitzen

Ein Mann hat in Hannover eine Frau vergewaltigt und getötet. Das Landgericht fällte nun das Urteil.
Ein Mann hat in Hannover eine Frau vergewaltigt und getötet. Das Landgericht fällte nun das Urteil.
Foto: imago

Hannover. Wegen Mordes und Vergewaltigung einer 63-Jährigen in Hannover ist ein 49 Jahre alter Mann zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Der Mann war wegen des Verbrechens bereits zu einer zehnjährigen Haftstrafe wegen Vergewaltigung mit Todesfolge verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob das frühere Urteil nach Revision der Staatsanwaltschaft allerdings auf.

Hannover: Mann würgt Frau zu Tode – Urteil gefallen!

Der Mann hatte sich regelmäßig mit der psychisch kranken Frau, die in einer sozialen Wohneinrichtung in Hannover lebte, zum Sex gegen Geld verabredet.

Nach Überzeugung des Gerichts wollte die 63-Jährige am Tattag im Sommer 2018 den zunächst einvernehmlichen Sex abbrechen, daraufhin würgte der Mann sie mindestens fünf Minuten.

+++ Hannover: Tod nach Spielplatz-Vergewaltigung – darum steht ER jetzt wieder vor Gericht +++

Im Prozess hatte er angegeben, nicht damit gerechnet zu haben, dass das Würgen tödlich ist. Dies glaubten ihm die Richter aber nicht.

----------------------------

Mehr Themen aus Niedersachsen:

----------------------------

Täter verurteilt – darum wird er die Strafe wohl nicht komplett absitzen

Die Staatsanwaltschaft hatte eine 13-jährige Freiheitsstrafe gefordert, die Verteidigung plädierte für zehn Jahre.

Das Landgericht Hannover verurteilte den Mann zu elf Jahren Haft. Wegen seiner Drogensucht ordnete das Gericht außerdem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.

Es sei wahrscheinlich, dass der Sudanese bereits nach dem Verbüßen der Hälfte oder von zwei Dritteln der Haftstrafe in seine Heimat abgeschoben werde, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Der Asylbewerber sei ausreisepflichtig. (dpa)