Niedersachsen 

Niedersachsen: Mann räumt Wohnung auf – Fund ruft Sprengstoffexperten auf den Plan

Polizei und Feuerwehr rückten in Niedersachsen am Samstag zu einem Großeinsatz aus. (Symbolbild)
Polizei und Feuerwehr rückten in Niedersachsen am Samstag zu einem Großeinsatz aus. (Symbolbild)
Foto: imago images / onw-images

Friesoythe. Explosiver Fund bei einer Wohnungsauflösung in Friesoythe bei Cloppenburg (Niedersachsen)!

Ein Mann (37) hat beim Aufräumen der Wohnung seiner verstorbenen Eltern am Samstag in Friesoythe (Niedersachsen) eine verdächtige Substanz entdeckt. Sein Verdacht: Sprengstoff! Die hinzugerufene Polizei und Feuerwehr evakuierten vorsichtshalber mehrere Häuser.

Friesoythe/Niedersachsen: Mann findet Sprengstoff in Wohnung seiner Eltern

Die Beamten zogen Experten des LKA Niedersachen zur Rate. Die bestätigten nach Untersuchung des Stoffes seine Vermutung: Bei dem Pulver handelte sich tatsächlich um Sprengstoff.

Die Beamten evakuierten daraufhin das Mehrfamilienhaus, in dem der Stoff gefunden wurde sowie neun angrenzende Gebäude in der Nachbarschaft. Auch Rettungsdienst und Notarzt waren vorsichtshalber vor Ort.

Doch die Aktion ging glimpflich aus für die Friesoyther. Auf einer Ackerfläche führten die Experten eine gezielte Sprengung des Stoffes durch.

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Finder gleichzeitig Besitzer des Stoffes

Der Finder der gefährlichen Substanz sagte der Polizei, er habe den Sprengstoff vor rund 20 Jahren selbst gekauft und ihn dann bei seinem Auszug aus der elterlichen Wohnung dort vergessen.

Was der Mann mit dem Stoff vorhatte, war zunächst unklar. Gegen ihn wird nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.

Weiteres Strafverfahren an der Absperrung

Am Montag gaben Spezialisten des Landeskriminalamtes gaben endgültig Entwarnung. „Bei dem gefundenen Stoff handelte es sich um eine ungefährliche haushaltsübliche Substanz, von der zu keiner Zeit eine Gefahr für andere Menschen ausging“, hieß es.

Am Rande dieses Vorfalls mussten die Beamten ein weiteres Mal tätig werden. Ein Mann (29) wollte die Absperrung nicht akzeptieren und hat daraufhin einen Feuerwehrmann beleidigt und angegriffen. Auch gegen ihn wird nun ein Strafverfahren eingeleitet. Der Feuerwehrmann blieb unverletzt. (vh mit dpa))