Niedersachsen 

Gifhorn: Prozess um Kindesmissbrauch in Wohngruppe – Opfer sagt...

Opfer verschiebt Aussage im Prozess gegen das Ehepaar aus Gifhorn.
Opfer verschiebt Aussage im Prozess gegen das Ehepaar aus Gifhorn.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Gifhorn/Hildesheim. Im neu aufgerollten Prozess gegen ein Ehepaar (57,60) aus Gifhorn in Hildesheim wird ein Opfer erst später aussagen. Der Fall wird neu verhandelt, nachdem er im Herbst 2019 ausgesetzt wurde. Die Ermittler hatten neue Akten eingereicht.

Dem Ehemann aus Gifhorn wird vorgeworfen, mehrere Mädchen missbraucht zu haben. Die Ehefrau soll nicht eingeschritten sein.

Missbrauch in einer Wohngruppe in Gifhorn

Bis zum bekanntwerden der Vorwürfe im vergangenen Januar hatte das Ehepaar Kinder in einer familienähnlichen Wohngruppe in Gifhorn betreut. Der 57-jährige Mann sei von Beruf Erzieher.

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Ihm wird laut Anklage vorgeworfen, zwischen 1998 und 2007 mehrere Mädchen sexuell missbraucht und misshandelt zu haben. Ein Mädchen habe er über Tage gezwungen, Windeln zu tragen. Ein anderes habe er tagelang in einen Hundekäfig gesperrt.

Deshalb wird Aussage verschoben

Seine 60-jährige Ehefrau wird mitangeklagt. Der Vorwurf: Sie sei nicht eingeschritten und habe den Mädchen nicht geholfen.

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Die Aussage eines Opfers wurde nun auf Freitag verschoben, weil die Rechtsanwältin der Nebenklägerin nicht teilnehmen könne. Wie ein Sprecher des Landgerichts Hildesheim mitteilt, geht er davon aus, dass die Öffentlichkeit bei der Aussage der Frau ausgeschlossen werde. (mia/dpa)