Niedersachsen 

Hund auf A29 in Niedersachsen erschossen – jetzt hagelt es Kritik: „Schweinerei...“

Der Hund musste auf der A29 in Niedersachsen erschossen werden.
Der Hund musste auf der A29 in Niedersachsen erschossen werden.
Foto: Nord-West-Media TV/dpa

A29. Es sind dramatische Szenen, die sich am Donnerstag auf der A29 abgespielt haben! Denn ein freilaufender Hund hatte den Verkehr auf der A29 bei Rastede (Niedersachsen) nahe Oldenburg zeitweise lahmgelegt.

Deshalb hatte ein Polizist schlussendlich zur Maschinenpistole gegriffen und den Hund erschossen – vor den Augen zahlreicher Autofahrer. Und dafür hat die Polizei vor allem in den sozialen Netzwerken heftige Kritik kassiert.

Hund auf A29 erschossen: „Es gab keinerlei Alternativen“

Der Vierbeiner hatte der Polizei mächtig Arbeit beschert, weil er sich partout nicht einfangen ließ. Zehn Beamte bekamen das Tier nicht zu fassen. Immer wieder wechselte er von einer Fahrbahn auf die andere. Die Autobahn wurde zeitweise gesperrt.

Versuche, das Tier mit Betäubungspfeilen aus einem Gewehr zu sedieren, schlugen fehl, wie die Polizei nach dem Einsatz mitteilte. „Die Pfeile haben zwar getroffen, aber keine Wirkung gezeigt“, sagte ein Sprecher. Das habe vermutlich am hohen Adrenalinspiegel des Hundes gelegen.

+++ Todes-Tragödie auf A2 bei Hannover: Fahrbahn sechs Stunden lang gesperrt! +++

Das sagen news38-Leser zu dem Vorfall

  • „Ich selber liebe Hunde und hatte auch einen. Aber je länger der Stau (zeitlich und längenmäßig gesehen), umso größer die Gefahr, daß jemand durch Unachtsamkeit ungebremst in das Stauende kracht und dadurch evtl. Erwachsene und Kinder oder teilweise ganze Familien ums Leben kommen. Ich bin bestimmt kein Freund der Polizei, hier sehe ich aber keinen Grund zur Beanstandung.“
  • „Ich mag Tiere auch sehr! Aber ein Unfall mit Personenschaden wäre weitaus schlimmer gewesen!! Für mich absolut richtig gehandelt!“
  • „Keine andere Möglichkeit?! Viel zu leicht! Wenn die Bahn ohnehin gesperrt ist, nimmt man sich ein paar Netze und fängt das Tier ein. Es kann mir keiner erzählen, dass das ein Ding der Unmöglichkeit gewesen sei! Schweinerei...“
  • „Was gibt euch das Recht den armen Hund einfach zu erschießen? Bei Menschen wird es doch auch nicht gemacht. Tiere haben genauso ein Recht auf Leben.“

Letztlich musste ein Beamter zu einer Maschinenpistole greifen, um den Hund zu erschießen. „Es gab keinerlei Alternativen, es war leider nicht anders möglich", sagte ein Polizei-Sprecher gegenüber dem NDR. Zum Besitzer des Mischlingshundes oder woher das Tier stammt, kann die Polizei noch immer keine Angaben machen.

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Polizei Oldenburg: „Es tut uns wirklich leid um den Hund“

Die Polizei Oldenburg hat noch an demselben Tag ein Statement bei Facebook veröffentlicht. Auch, um die Handlungsweise zu erklären. Die Beamten der Polizei Oldenburg versichern: „Da viele von uns selbst Hundebesitzer sind, können wir Euch versichern, dass wir sehr bestürzt sind, dass es am Ende keine andere Möglichkeit gab.“

Der Hund habe sich nicht verscheuchen lassen, auch hätten die Beamten ihn nicht mit einer Schlinge einfangen können. Die Polizei habe zur Maschinenpistole gegriffen, um Schlimmeres zu verhindern. „Trotz der Sperrung der Autobahn war nicht auszuschließen, dass das Tier einen schweren Unfall hätte auslösen können. Bitte habt dafür Verständnis“, betont die Polizei. „Kein Polizeibeamter tut so etwas gerne, und es tut uns wirklich leid um den Hund.“ (dpa/mb/abr)