Niedersachsen 

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): Grausamer Fall aus Niedersachsen – Moderator fassungslos: „wirklich entsetzlich"

„Aktenzeichen XY“ (ZDF) hat einen brutalen Fall aus Niedersachsen aufgerollt. Selbst der Moderator zeigt sich schockiert über das grausame Vorgehen der Täter.
„Aktenzeichen XY“ (ZDF) hat einen brutalen Fall aus Niedersachsen aufgerollt. Selbst der Moderator zeigt sich schockiert über das grausame Vorgehen der Täter.
Foto: Screenshot Google/Nicolas Armer/dpa (Collage)

Hildesheim. Die Sendung „Aktenzeichen XY“ (ZDF) hat einen Fall aus Niedersachsen wieder aufgerollt, der seinerzeit für Entsetzen und großes Aufsehen gesorgt hat.

Auch „Aktenzeichen XY“-Moderator Rudi Cerne ist sichtlich schockiert: „Es ist wirklich ganz entsetzlich, was da passiert ist. Ein Mann wird aufs Schlimmste gepeinigt und ist danach schwer traumatisiert.“ Dass es auch den Moderator, der schon so viele Fälle anmoderiert hat, emotional trifft, ist selten.

„Aktenzeichen XY“ (ZDF) rollt Fall aus Hildesheim auf

Die Rede ist von einem 76-Jährigen, der in der Nacht zum 24. März 2019 Opfer eines brutalen Raubüberfalls geworden ist – in seinem eigenen Zuhause. Monatelang kann er danach nicht mehr in seinem Haus wohnen, kommt bei seinem Bruder unter. Von den Tätern fehlt bis heute jede Spur.

Die Hoffnung seitens der Polizei Hildesheim ist groß, dass durch „Aktenzeichen XY“ neue Hinweise eingehen, die den brutalen Einbruch in Achtum nahe Hildesheim aufklären können.

Das 67-jährige Opfer habe zur Tatzeit alleine in seinem Haus in der Ringstraße im Hildesheimer Ortsteil Achtum gelebt. Zuvor hatte er seine Mutter bis zu ihrem Tod dort gepflegt.

Maskierte Männer überfallen 67-Jährigen in seinem eigenen Haus

Nachgestellte Szenen zeigen den brutalen Vorfall aus Hildesheim in der Sendung: Am Abend der Tatnacht legt sich der 67-Jährige im Schlafzimmer im Obergeschoss des Hauses schlafen. Gegen 0.30 Uhr hört er plötzlich ein Knarzen, dann zersplitternde Scherben. Aufgeschreckt durch die Geräusche macht er sich auf den Weg zur Treppe – da kommen ihm plötzlich drei maskierte Männer entgegen.

Einer schlägt unmittelbar zu, setzt den 67-Jährigen auf einem Stuhl fest. Immer wieder fragen die Männer nach Gold, Geld und einem Tresor. Als das Opfer keine zufriedenstellenden Antworten geben kann, sticht einer der Männer mit einem Messer zu. Wenig später hieven sie den Mann auf sein Bett, mit Gürteln gefesselt, und fragen noch ein letztes Mal nach Geld.

Als die Täter endlich haben, was sie wollen, ergreifen sie die Flucht. Völlig verängstigt ruft der 67-Jährige die Polizei.

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Fall gibt Polizei Hildesheim Rätsel auf: Warum traf es den 67-Jährigen?

Die Szenen des eingespielten Clips bei „Aktenzeichen XY“ lassen sich wie ein grausamer Krimi schauen – und sind doch die bittere Realität eines 67-Jährigen. „Wenn ein Mensch Opfer eines Verbrechens wird und das auch noch in den eigenen vier Wänden, dann hat das oft dramatische Folgen. Von Schlafstörungen über Angststörungen bis hin zu dem Gefühl, dass man vielleicht nie wieder in seinem Haus oder der eigenen Wohnung wird leben können", sagt Moderator Rudi Cerne.

Ein tragisches Schicksal, das auch Frank Keller, Kriminalhauptkommissar der Kripo Hildesheim, immer wieder bei Opfern solch traumatischer Erlebnisse feststellen kann. Bis heute stellt er sich die Frage, warum es ausgerechnet den 67-Jährigen getroffen hat. Er habe völlig unauffällig gelebt. „Das ist für uns auch eher rätselhaft“, sagt Keller.

Das ist „Aktenzeichen XY“ (ZDF)

  • Sendung läuft auf ZDF
  • Fahndungssendung läuft seit 1967
  • Moderator Rudi Carne unterstützt Polizei bei Verbrechensbekämpfung
  • Fälle werden immer in Kurzfilmen nachgestellt
  • Beweismaterial wird gezeigt, sofern vorhanden
  • Zuschauer können dann Hinweise per Telefon oder im Internet abgeben

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Tatort: Ein 3100-Seelen-Ort nahe Hildesheim

Das Haus sei zwar etwas größer als die umliegenden Häuser, jedoch keine Villa. Der Tatort liege zudem ungünstig, inmitten eines kleinen Dorfes und eines Wohngebietes. Auch das Vorgehen der Täter sei untypisch. Vor allem, dass sie die Terrassentür mit einer Axt eingeschlagen haben, verwundert die Polizei. Das mache schließlich Krach und hätte auch Nachbarn alarmieren können.

Über die Täter selbst sei nicht viel bekannt. Es seien drei Männer gewesen. Alle maskiert. Die Masken hätten sie aus Pudelmützen gemacht. Alle drei Täter werden auf 20 bis 35 Jahre geschätzt. Zwei der Männer seien dunkel gekleidet gewesen, mit sportlicher Statur und etwa 1.75 Meter groß. Der Dritte habe ein helles Langarmshirt getragen und sei etwa 1.85 Meter groß. Alle hätten Hochdeutsch gesprochen.

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Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat eine Belohnung von 3.000 Euro in Aussicht gestellt, wenn die Hinweise zur Aufklärung der Tat führen. Bilder der geklauten Gegenstände findest du hier <<<. Die ganze Folge kannst du hier sehen.