Niedersachsen 

Hannover: Clan-Mitglied wird an MHH behandelt – jetzt gehen SIE auf die Barrikaden

Derzeit wird an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ein Mann vom Balkan behandelt.
Derzeit wird an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ein Mann vom Balkan behandelt.
Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Hannover. Ein Mafia-Mitglied aus Montenegro wird derzeit in Hannover an der MHH behandelt – auf eigenen Wunsch.

Wie Ende vergangener Woche bekannt wurde, hatte sich das mutmaßliche Clan-Mitglied auf eigenen Wunsch nach Hannover fliegen lassen, um seine schweren Schussverletzungen dort behandeln zu lassen. Doch jetzt wird Kritik laut – und vor allem Politiker gehen auf die Barrikaden!

Hannover: Clan-Mitglied wird an MHH behandelt – Politiker sauer

Seit Donnerstag vergangener Woche ist bekannt, dass der Mann aus Montenegro an der MHH behandelt wird. Die Polizei Hannover hielt sich seinerzeit bedeckt, bestätigte jedoch gegenüber news38, dass „an der Medizinischen Hochschule Hannover aktuell Schutzmaßnahmen durchgeführt“ werden. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte jedoch gab es keine weiteren Angaben.

Doch jetzt sind weitere Informationen durchgesickert. Igor K. heißt der Mann, der sich hat Donnerstag einfliegen lassen, um seine Schussverletzungen in Hannover behandeln zu lassen. CDU-Politiker Dirk Toeppfer findet deutliche Worte für die Situation. Er sagt klar: Der Mann aus Montenegro hätte niemals in der Universitätsklinik behandelt werden dürfen.

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„Indem die Klinikleitung die zuständigen Stellen des Landes viel zu spät und nur unzureichend über Igor K. informiert hat, hat sie die Beschäftigten und Patienten darüber hinaus einer großen Gefahr ausgesetzt. Dieses Verhalten war verantwortungslos und kostet den Steuerzahler nun Zigtausende Euro“, klagt der niedersächsische CDU-Fraktionschef an.

Scharfe Kritik seitens FDP: Land soll Kosten zurückholen

Auch der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Marco Genthe, beklagt die Situation. „Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit solch einen Einsatz zahlen muss. Die Landesregierung muss alles tun, um die entstandenen Kosten von den Verursachern zurückzuholen“. Die FDP hat nun eine Anfrage an die Landesregierung zu den Hintergründen des MHH-Aufenthalts gestellt.

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Die Grünen-Fraktion beantragte indes eine Unterrichtung des Innenausschusses des Landtags. Zuvor hatte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius angegeben, dass das Land die Kosten für den Polizeischutz des Patienten trägt. Die Maßnahmen würden auch der Sicherheit Unbeteiligter dienen. (abr mit dpa)