Niedersachsen 

Hannover: Polizei fährt mit Blaulicht an Ehepaar vorbei – es will ausweichen und stürzt

Wenn die Polizei es eilig hat, müssen andere Rücksicht nehmen – aber auch, wenn sie sich dabei verletzen? (Symbolbild)
Wenn die Polizei es eilig hat, müssen andere Rücksicht nehmen – aber auch, wenn sie sich dabei verletzen? (Symbolbild)
Foto: Gottfried Czepluch

Hannover. Wenn die Polizei mit Blaulicht unterwegs ist, dann hat das meist einen guten Grund. Ein dringender Einsatz wartet, Menschen sind in Gefahr, Täter womöglich auf der Flucht. Natürlich muss es dann schnell gehen. Aber wie rücksichtslos dürfen Fahrer eines Streifenwagens sein? Diese Frage stellt sich nach einem Vorfall in Hannover.

Die Beamten waren in der Innenstadt von Hannover unterwegs, auf dem Weg zu einem Einsatz am Kröpcke. Es eilte, sie schalteten Blaulicht und Martinshorn ein und drückten aufs Gas.

Hannover: Polizisten rasen zum nächsten Einsatz

Um ans Ziel zu gelangen, musste das Fahrzeug durch die Karmarschstraße, eigentlich eine Fußgängerstraße, gesäumt von Cafés und Geschäften. Hier spazierte gerade ein älteres Paar entlang.

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Der Mann, 78 Jahre alt, und seine ein Jahr jüngere Frau bemerkten den schnell näherkommenden Streifenwagen und wollten ihm zügig Platz in der eher schmalen Straße machen. Da sie aber gerade direkt neben dem Blätterbrunnen standen, einem Kunstwerk aus Metall, das eine Stufe tiefer im Betonboden angebracht ist, stolperten beide.

Das Paar stürzte eine Stufe hinab in den Brunnen

Sie fielen ungünstig die Stufe hinab auf das Gestänge aus Metall und wurden dabei leicht verletzt.

Gegen den Fahrer der Streifenwagens wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt – er muss sich die Frage stellen, ob er nicht trotz allem rücksichtsvoller hätte fahren können.