Niedersachsen 

Hannover: Stadt schleppt Haus ab – Besitzerin wehrt sich mit Händen und Füßen

Das winzige Haus einer Frau aus Hannover wurde abgeschleppt – das will sie sich nicht gefallen lassen (Symbolbild)
Das winzige Haus einer Frau aus Hannover wurde abgeschleppt – das will sie sich nicht gefallen lassen (Symbolbild)
Foto: Cavan Images/Imago

Hannover. Ein ungewöhnlicher Fall wird derzeit in Hannover vor dem Verwaltungsgericht verhandelt. Es geht um ein Haus, das abgeschleppt wurde – ein sehr kleines, mobiles Haus, auch „Tiny House“ genannt.

Die Frau hatte die winzige Behausung aus Spannplatten von einem Verein bekommen und damit eine Weile auf einem Privatgrundstück gestanden. Dann allerdings zog sie mit dem Haus an eine öffentliche Straße um. Das stieß der Stadt Hannover jedoch sauer auf.

Hannover: Stadt lässt winziges Haus abschleppen

Die Stadt war der Meinung, dass das Mini-Haus nicht nur eine Gefahr für den Straßenverkehr darstelle, sondern die Bewohnerin auch keine Erlaubnis habe, das etwa drei Quadratmeter große Haus im „öffentlichen Straßenraum zu nutzen“. Die Beamten ließen das winzige Haus kurzerhand abschleppen.

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Die Frau erhielt daraufhin die Mitteilung, sie könne sich ihr Haus jederzeit gegen entsprechende Gebühr am Bauhof abholen, wo es zwischengelagert werde. Anschließend könne sie damit auf ein Privatgrundstück ihrer Wahl ziehen – doch das will die Besitzerin nicht. Sie klagte gegen das Vorgehen der Stadt.

Jetzt wird der Fall vom Gericht entschieden

Mit einem Eilantrag scheiterte die Frau vorerst. Mit diesem hatte sie erreichen wollen, dass ihr Häuschen weiterhin an der Straße stehen darf. In der aktuellen Verhandlung wird es darum gehen, ob die Stadt Hannover das Recht hatte, ihre vier Wände einfach so abzuschleppen. (wt)