Niedersachsen 

Niedersachsen: Energieversorger macht Werbung auf Brötchen-Tüten – jetzt fliegt ihm die Aktion um die Ohren

Die Werbung auf einer Bäckertüte bereitet dem Energieunternehmen EWE aus Niedersachsen nun Ärger (Symbolbild)
Die Werbung auf einer Bäckertüte bereitet dem Energieunternehmen EWE aus Niedersachsen nun Ärger (Symbolbild)
Foto: Plusphoto/Imago

Eine clevere Idee, eigentlich: Das Energieunternehmen EWE aus Niedersachsen entschied sich, seine Werbung auf Bäckertüten zu drucken. So wurde sie auf jeden Fall gesehen und von vielen Menschen gelesen. Doch es gab ein großes Problem dabei.

Denn wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen feststellte, stimmte im Werbe-Angebot der Energieversorgers nicht alles. Die Anzeige auf den Bäckertüten war ihrer Ansicht nach darauf ausgelegt, die Kunden zu täuschen.

Niedersachsen: Kritik an Werbeaktion von EWE

Es ging um den sogenannten „Zuhause+“ Gasvertrag von EWE. Wer diesen abschloss, so versprach das Unternehmen in der Anzeige auf den Tüten, der bekäme kostenlos interessante Prämien dazu. Eine nicht ganz uninteressante Info versteckte sich jedoch im Knick der Tüte, so dass man sie kaum finden und noch schlechter lesen konnte: Je nachdem, welche Prämie man wählte, veränderte sich der Grundpreis des Tarifs.

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So kommt der angeblich günstige Strompreis plus Prämie den Kunden teils teurer, als wenn er die Prämie extra kauft und den Gastarif ohne diesen Bonus abschließt. Das ärgerte die Verbraucherzentrale so sehr, dass sie EWE abmahnen ließ.

Die Werbung sei irreführend und undurchsichtig

„Aus unserer Sicht war die Werbung intransparent und irreführend“, erklärt Tiana Preuschoff, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Kunden sollten glauben, für den Abschluss des „Zuhause+“-Vertrags eine kostenlose Prämie zu erhalten. Dies war jedoch nicht der Fall.“

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Obwohl die EWE die Kritik der Verbraucherzentrale nicht teilt, hat sie eine Unterlassungserklärung unterzeichnet. Zukünftig darf sie Werbung dieser Art nicht mehr in Umlauf bringen. (wt)