Niedersachsen 

Fast jeder in Niedersachsen ist betroffen: Mit diesen Verträgen hast du besonders viel Ärger

In Niedersachsen haben rund zwei Drittel massive Probleme mit dreisten Vertragsanbietern.
In Niedersachsen haben rund zwei Drittel massive Probleme mit dreisten Vertragsanbietern.
Foto: Imago

Hannover. Versteckte Kosten, technische Schwierigkeiten und schlechter Service – nur ein paar der nervigen Probleme, die beim Abschluss von Internet -und Telekommunikationsveträgen in Niedersachsen auftreten.

Kommt dir bekannt vor? Kein Wunder, wenn man die Ergebnisse einer nicht repräsentativen Umfrage der Verbraucherzentrale Niedersachsen betrachtet: Rund 66 Prozent der 152 Befragten haben Komplikationen mit ihrem Anbieter.

Niedersachen: Dreiste Anbieter vertuschen Preise und Vertragsinhalte

Der größte Aufreger: Der Anbieter verlangt einen höheren Preis als ursprünglich gedacht. Darüber klagten 28 Prozent der Umfrageteilnehmer. Auf dem zweiten Platz landen nicht erbrachte Leistungen und technische Schwierigkeiten beim Anschluss.

Ein weiteres Problem sind untergeschobene und aufgedrängte Verträge: 23 Prozent geben an, dass der Anbieter ihnen ungewollte Vertragbestandteile aufgedrückt hat. Weitere 19 Prozent wussten nicht einmal, dass sie im Begriff waren, einen Vertrag abzuschließen. Auch das Widerrufsrecht wurde in den meisten Fällen verwehrt.

------------------

Mehr News aus Niedersachsen:

Braunschweig: TU-Präsidentin vor dem Abflug? Dieser Top-Job winkt ihr jetzt!

Niedersachsen: DH spielt schlechte Musik – darauf greift ein Gast zu brutaler Maßnahme

Flughafen Hannover: Ehepaare kommen zurück aus Urlaub – beim Blick in ihr Gepäck kommen Zöllner ins Staunen

------------------

Besonders schockierend: Gerade einmal 15 Prozent der Befragten schaffen es, sich alleine aus solchen Situationen zu manövrieren, während fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer die Probleme überhaupt nicht lösen kann.

Verbraucherzentrale fordert striktere Maßnahmen

„Die Umfrage macht deutlich, dass hier Handlungsbedarf besteht“, kommentiert Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen, die Ergebnisse. Die Zentrale fordert zum einen ein Widerrufsrecht für im Shop abgeschlossene Verträge, wenn diese zu wiederkehrenden Zahlungen verpflichten.

Zum anderen verlangt sie, dass telefonische Vertragsabschlüsse erst mit der schriftlichen Einwilligung der Kunden wirksam werden. „Die Regelung ist einfach und würde unlautere Verkaufspraktiken stark eindämmen“, sagt die Rechtsexpertin. (lh)