Niedersachsen 

Niedersachsen: Schwertransport mit Mega-Tank verunglückt – jetzt kommt raus, dass...

Der Schwertransport war am frühen Morgen in Niedersachsen gestartet.
Der Schwertransport war am frühen Morgen in Niedersachsen gestartet.
Foto: Martin Remmers/dpa
  • Der Transport von zwei riesigen Kohlendioxid-Speichern zum Hafen von Dörpen steht offenbar unter keinem guten Stern.
  • Auch im zweiten Anlauf scheiterte das Vorhaben.
  • Bei Sögel rollte einer der 35 Meter langen Tanks in den Graben.

Tragisches Ende für einen Mega-Tank in Niedersachsen.

Ein am Sonntagmorgen gestarteter Schwertransport durch Niedersachsen mit einem Gewicht von 430 Tonnen ist abrupt geendet. Der riesige Tank kippte auf der Fahrt durch das Emsland um.

Nach Angaben des Einsatzleiters der Polizei, Klaus Hackmann, wurde der gesamte Transport stillgelegt. Die Fahrzeuge mit dem zweiten großen Tank befanden sich hinter dem verunglückten Zug und kamen ebenfalls nicht weiter. „Positiv ist, dass keiner verletzt ist“, betonte der Einsatzleiter.

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Die Ursache für das Umkippen des Behälters sei noch unklar. Ob die Wetterbedingungen eine Rolle spielten, konnte der Polizist zunächst nicht sagen.

Niedersachsen: Das dauert noch!

Am Sonntag regnete es heftig in Niedersachsen – auch im Emsland. In den nächsten Tagen ist nach Polizeiangaben mit Verkehrsbehinderungen auf der Ortsumgehung Sögel zu rechnen.

Die Unfallstelle könne nicht so schnell geräumt werden. Der Behälter mit 35 Meter Länge und 6,50 Meter Durchmesser liegt neben der Fahrbahn im Graben.

Von Dörpen nach Dänemark

Der Schwertransport war am frühen Morgen gestartet. Beide Behälter wurden von jeweils zwei Tiefladern mit Zug- und Schubmaschine transportiert. Die Speicher für Kohlendioxid stammen von einer Metallbaufirma in Haselünne.

Ziel sollte eigentlich das etwa 60 Kilometer entfernte Güterverteilzentrum im Hafen von Dörpen sein. Dort sollten sie in Richtung Dänemark verschifft werden.

Das war die Unfall-Ursache

Am Tag nach dem schweren Unfall schließen die Ermittler technische Mängel als Ursache für den Unfall aus. Stattdessen gehen sie davon aus, dass ein Bedienfehler den Unfall herbeigeführt hat.

Jetzt ist also herausgekommen, dass der Fahrer offenbar die Schuld trägt.

Schon im Mai 2019 war ein erster Versuch, die Behälter zu transportieren, nach energischem Protest aus der Samtgemeinde Sögel von der Polizei abgebrochen worden. Um die gewaltigen Tanks über die Straße zu bringen, waren zahlreiche Bäume beschnitten worden.

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Dabei wurde enormer Schaden angerichtet: 300 hochstämmige Bäume müssen neu gepflanzt werden. Auch für diesen Transport gab es Baumschnitte - allerdings sollte dabei nach Angaben des Landkreises Emsland vorsichtiger vorgegangen werden. (dpa/ck/ak)