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Niedersachsen 

Coronavirus Niedersachsen: 4026 Infizierte ++ 17 Tote in Pflegeheim in Wolfsburg ++ Klinik nimmt keine Patienten mehr auf

Kontaktverbot: Was bedeutet das?

Kontaktverbot: was darf ich, was nicht.

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  • Das Coronavirus breitet sich in Niedersachsen weiter aus
  • Alle aktuellen Entwicklungen erfährst du hier im Newsblog

Niedersachsen. Auch in Niedersachsen breitet sich das Coronavirus weiterhin aus. Die Zahl der Infektionen steigt täglich – und immer mehr Maßnahmen schränken unseren Alltag massiv ein. Auch die Wirtschaft ist stark betroffen.

Wir halten dich in unserem Newsblog über die aktuellen Entwicklungen in Niedersachsen und in der News38-Region auf dem Laufenden.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

>> Coronavirus hat Niedersachsen im Griff: Was hat offen, was ist zu?

>> Wie ist die Lage bei Eintracht Braunschweig? Das erfährst du HIER!

>> Wie entwickelt sich die Situation weltweit und in Deutschland? Den aktuellsten Stand erhältst du HIER!

>> Dieses simple Haushaltsmittel ist fast so gut wie Desinfektionsmittel

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Coronavirus in Niedersachsen: Hier alle aktuellen Entwicklungen

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Montag, 30. März

17.31 Uhr: Klinikum Wolfsburg nimmt keine Patienten mehr auf

Erst sind 17 Menschen in einem Pflegeheim gestorben, dann ist mehr als ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Klinikum Wolfsburg positiv auf das Coronavirus getestet worden. In Wolfsburg überschlagen sich die Ereignisse. Im Klinikum werden vorerst keine Patienten mehr aufgenommen, wie die Stadt mitteilte. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft ist ein solcher Aufnahmestopp in der Corona-Krise deutschlandweit bisher einmalig.

Bei allen 250 Patienten und 150 Mitarbeitern wurden Abstriche gemacht - die Testergebnisse werden bis zum späten Montagabend erwartet. Danach solle entschieden werden, ob wieder Patienten aufgenommen werden.

Für das Krankenhaus bedeutet das: Arbeiten im Ausnahmezustand. Getestete Beschäftigte bleiben nicht - wie sonst bisher üblich - zu Hause, bis das Testergebnis kommt, sondern arbeiten mit Mundschutz weiter, sagt Klinikchef Matthias Menzel. Mittelfristig sei es vorstellbar, dass infizierte Ärztinnen und Ärzte zum Dienst kommen, solange sie keine Symptome haben, und mit infizierten Patienten arbeiten: „Das sind die Dinge, die wir in Kürze erleben werden.“

16.41 Uhr: Coronavirus auch in Braunschweiger Heim angekommen

Das Coronavirus hat auch das Awo Wohn- und Pflegeheim in Querum erreicht. Zwei Bewohnerinnen sind dort nach Angaben der Awo positiv auf das Coronavirus getestet worden.

„Wir müssen leider feststellen, dass selbst unser frühzeitiges und weitreichendes Handeln keine Garantie für einen vollständigen Schutz bieten konnte und der Virus tragischer weise in der Einrichtung nachgewiesen wurde.“, sagt Rifat Fersahoglu-Weber, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig.

Die Bewohnerinnen hätten zuvor Symptome gezeigt und seien daraufhin getestet worden. In enger Abstimmugen seien die Sicherheitsvorkehrungen erhöht worden.

16.34 Uhr: Wolfsburg richtet Ergänzungskrankenhaus ein

Die Stadt Wolfsburg richtet im Wolfsburger Hotel Global Inn ein Ergänzungskrankenhaus ein. Nach Angaben der Stadt sind die Vorbereitungen am heutigen Montag angelaufen.

Das Hotel soll als stationäres Behandlungszentrum für leichte und mittel schwer erkrankte Corona-Patienten zur Verfügung stehen, um das städtische Klinikum Wolfsburg zu entlasten. Die maximale Kapazität wird 210 Betten umfassen. Die Verpflegung der Patienten und des Personals übernimmt die Schulverpflegungs GmbH. Die bauliche Einrichtung soll planmäßig bis Freitag, 3. April, abgeschlossen sein.

Die Stadt sucht für das Ergänzungskrankenhaus derzeit noch dringend freiwilliges Personal. Menschen, die medizinische beziehungsweise pflegerische Vorkenntnisse haben, können sich im Klinikum Wolfsburg melden.

16.18 Uhr: Land Niedersachsen zieht drastische Konsequenzen

Die Ereignisse im Hanns-Lilje-Pflegeheim in Wolfsburg erschüttern Stadt und Land. 17 Menschen sind bereits am Coronavirus gestorben. Mehr als 70 Bewohner sind infiziert. Damit das in diesem Ausmaß nicht noch einmal passiert, zieht das Land Niedersachsen jetzt die Notbremse.

Demnach hat das Land einen Aufnahmestopp für Pflegeheime angeordnet. Ausnahmen gebe es nur, wenn eine 14-tägige Quarantäne für neue Bewohner gewährleistet sei, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Montag.

Insgesamt meldet Wolfsburg mittlerweile 18 Todesfälle.

15.27 Uhr: Überblick über die Infektionen in der Region

Das Land Niedersachsen meldet aktuell 4026 bestätigte Corona-Fälle. Hier findest du einen Überblick über unsere Region:

  • Landkreis Gifhorn: 60
  • Landkreis Goslar: 60
  • Landkreis Helmstedt: 60
  • Landkreis Hildesheim: 150
  • Landkreis Peine: 61
  • Landkreis Wolfenbüttel: 35
  • Stadt Braunschweig: 144
  • Stadt Salzgitter: 50
  • Stadt Wolfsburg: 163

15.10 Uhr: VW unterstützt mit Spende in Corona-Krise

VW hat nach eigenen Angaben 100 Schutzanzüge an die Berufsfeuerwehr Wolfsburg gespendet.

Außerdem hat der Konzern bekannt gegeben, dass er seine Mitarbeiter freistellt, damit diese im Gesundheitswesen aushelfen könnten. Auf wen das zutrifft und welche Regelungen es gibt, liest du hier.

14.55 Uhr: Sechs Bewohner in Peiner Heim infiziert

Die Angst ist wohl bei allen groß, dass sich die Infektionen in einem Peiner Pflegeheim ähnlich wie in Wolfsburg ausbreiten. Bislang gibt es nach Angaben des Landkreises im Seniorenheim Brockenblick in Gadenstedt sechs Corona-Infizierte. Am Sonntag hat da Gesundheitsamt daraufhin die Untersuchung aller Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung veranlasst. Die Ergebnisse stehen aus.

Außerdem hat der Kreisausschuss des Landkreises Peine entschieden, weitere 1,5 Millionen Euro für den Kauf von Schutzmaterialien bereitzustellen. Damit sollen 31.000 Schutzanzüge, 1.548.000 Klinikmasken und täglich 100 Liter Desinfektionsmittel gekauft werden.

14.22 Uhr: Noch immer – Infektionen steigen weiter an

Das Land Niedersachsen hat die aktuellen Zahlen vorgelegt. Sie zeigen: Die Zahl der Infizierten steigt weiterhin an! Insgesamt gibt es jetzt 4026 bestätigte Covid-19-Fälle. 33 Menschen sind bereits verstorben.

Wie die „Wolfsburger Nachrichten" berichten, sind im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg mittlerweile 17 Menschen am Coronavirus verstorben.

12.32 Uhr: Carola Reimann mit besonderem Appell

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann erinnert an den Schutz der Kinder – auch in diesen Krisen-Zeiten!

Wegen Schul- und Kitaschließungen sei derzeit oft die ganze Familie zu Hause, zudem gebe es keine Freizeitangebote außerhalb der eigenen vier Wände, sagte die SPD-Politikerin. Diese ungewöhnliche Situation könne „Auseinandersetzungen und Krisen in Familien befördern“.

Angebote zur Beratung und Unterstützung stünden daher weiter zur Verfügung. So könnten Kinder mit der Nummer gegen Kummer 116 111 „einen guten Draht zu professionellen Fachkräften aufbauen“.

12.05 Uhr: Apotheker in Salzgitter spricht Klartext

In der Corona-Krise haben bestimmte Berufsgruppen noch mehr zu tun als sonst – und setzen sich oft der Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus aus. Ein Apotheker aus Salzgitter hat jetzt Klartext gesprochen. Mehr dazu liest du hier <<<.

11.43 Uhr: Zahlen im Kreis Goslar steigen weiter

Über das Wochenende ist die Zahl der Corona-Fälle im Kreis Goslar auf 60 gestiegen, das teilt die Verwaltung mit. Fünf Personen müssten im Krankenhaus behandelt werden, eine davon auf der Intensivstation.

Neun Personen mit bestätigter Infektion gelten derzeit als geheilt, heißt es weiter. 160 Menschen würden sich gegenwärtig in häuslicher Quarantäne befinden.

11.05 Uhr: Beerdigungen müssen verschoben werden

Das Coronavirus geht auch nicht spurlos an der Berufsgruppe der Bestatter vorbei. Nach Angaben des Bestatterverbandes werden derzeit vor allem Urnenbestattungen um einige Wochen verschoben. Bei Erdbestattungen hingegen sei das eher schwer realisierbar. Trauerfeiern könnten außerdem nur noch im engsten Familienkreis stattfinden.

Auch die Arbeiter der Bestatter selbst habe sich verändert. „Vor allem die persönliche Betreuung fehlt“, erklärt Bestatter Markus Gebauer, selbst Inhaber eines Beerdigungsinstituts in Wolfsburg. Vieles müsse am Telefon geklärt werden. Zudem seien weite Anreisen schwierig.

Ein weiteres Problem: Das Desinfektionsmittel wird knapp. Da die Bestatter aktuell jedoch nicht zur systemrelevanten Berufsgruppe zählen, würden sie auch nicht zuerst beliefert. „Solange wir da nicht dazugehören, bekommen wir immer mehr Schwierigkeiten, an Desinfektionsmittel zu kommen“, sagte der Sprecher des Landesverbandes der Bestatter, Markus Gebauer. Die ausreichende Verfügbarkeit sei jedoch enorm wichtig für die Arbeit.

10.08 Uhr: Starker Anstieg der Kurzarbeit in Niedersachsen

Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts steht die deutsche Industrie vor einem drastischen Anstieg der Kurzarbeit. Die Umfrage zeige, das statistisch gesehen in den kommenden drei Monaten 25,6 Prozent der befragten Unternehmen Kurzarbeit erwarten. Das sei der höchste Wert sei 2010. In Niedersachsen gaben 29 Prozent der Unternehmen an, Kurzarbeit einzuführen.

9.09 Uhr: 15 Corona-Tote im Pflegeheim – Mitarbeiter mit schweren Vorwürfen

Die Ereignisse im Hanns-Lilje-Pflegeheim in Wolfsburg schockieren ganz Niedersachsen. Bereits 15 Menschen sind dort am Coronavirus verstorben, mehr als 70 Menschen sind infiziert. Wie die „Wolfsburger Allgemeine“ berichtet, könnte es jetzt aber noch dramatischer werden. Ein Anwalt aus Wolfsburg hat Anzeige gegen die Diakonie erstattet. Der Vorwurf: Fahrlässige Tötung.

Demnach habe der Anwalt Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig erstattet. Hintergrund: Mehrere Mitarbeiter hätten dem Anwalt berichtet, dass es Missstände im Pflegeheim gebe. Gegenüber der „Wolfsburger Allgemeine“ habe der Anwalt erklärt, dass mehrere Mitarbeiter ihm von katastrophalen hygienischen Zuständen erzählt hätten.

So würde das Pflegepersonal beispielsweise keine Schutzkleidung tragen. Mundschutz? Fehlanzeige. Auch das tragen von selbstgemachten Mundschutz sei ihnen untersagt worden, weil Bewohner dadurch verschreckt werden könnten. Außerdem sei der Besucherstopp zu spät veranlasst worden.

5.55 Uhr: Pistorius kündigt Konsequenzen an

Polizeipräsenz und Kontrollen in Niedersachsen sollen im Kampf gegen Corona „unvermindert fortgesetzt“ werden. Das teilte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) mit. „Das letzte Wochenende hat gezeigt, dass die breite Präsenz und die Kontrollen der Polizei wichtig und erforderlich sind, damit sich die Menschen an die aktuell geltenden Regeln halten“, so der Innenminister.

Am Wochenende hat die Polizei in Niedersachsen zahlreiche Ordnungswidrigkeiten und Straftaten registriert. „Allein im Laufe des Samstags wurden landesweit über 230 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten geahndet“, sagte Pistorius. Am Samstag seien wegen des guten Wetters viele Menschen draußen gewesen. Die meisten hätten sich dabei an die Regeln gehalten - „es gab aber teils auch größere Gruppen, die aufgefordert werden mussten, sich an die Vorgaben zu halten“, sagte Pistorius.

Am Sonntag seien die Straßen, Parks und Grünanlagen wegen des ungemütlichen Wetters „annähernd menschenleer“ gewesen. „Dementsprechend weniger polizeiliche Einsätze gab es.“

Sonntag, 29. März

22.29 Uhr: Notaufnahme und Kreißsaal in Wolfsburg in Betrieb

Wie die Stadt im Verlauf mitteilte, bleiben die Notaufnahme der Kinderklinik und der Kreißsaal des Klinikums Wolfsburg in Betrieb und können weiter angelaufen werden.

20.41 Uhr: Aufnahmestopp am Klinikum Wolfsburg wegen Corona

Das Klinikum Wolfsburg zieht die Reißleine. Aktuell nimmt das Krankenhaus keine neuen Patienten mehr auf. Der Grund: Immer mehr Mitarbeiter haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb kommt die Klinik an seine Grenzen.

Patienten werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte. Zudem seien ab sofort keine Besuche mehr erlaubt, „auch nicht die bisherigen Ausnahmen“.

Das gesamte Klinikpersonal arbeite „ab sofort im Vollschutz“, hieß es von der Stadt: „Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt.“

19.25 Uhr: Dramatische Entwicklung in Wolsfburg: „Wir stehen erst am Anfang“

Die Lage im Wolfsburger Pflegeheim mit den oft hochgradig dementen Bewohnern sei nach Angaben von Oberbürgermeister Klaus Mohrs extrem schwierig. „Wir stehen aber erst am Anfang der Entwicklung. Das wird für uns alle noch eine sehr, sehr harte Zeit“, sagte der SPD-Politiker am Samstag.

„Es tut uns unendlich leid, und wir versuchen alles, um die anderen Menschen noch zu schützen“, sagte Mohrs. Alle Heimbewohner seien mit einem Abstrich getestet worden. Bei negativem Ergebnis werde der Test alle drei Tage wiederholt. In den nächsten Wochen sollen die Infizierten und die negativ Getesteten auf unterschiedlichen Stockwerken leben.

Mohrs kündigte umfassende Hygienemaßnahmen für die Pflegeeinrichtung an. Schleusen sollen verhindern, dass Menschen aus den getrennten Bereichen aufeinander treffen. Kurzzeitig sei darüber nachgedacht worden, ein Wolfsburger Hotel für die Pflegepatienten umzurüsten. Vorerst werde dies aber nicht umgesetzt.

17.52 Uhr: Drei weitere Tote in Wolfsburger Pflegeheim

Die Lage im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim wird immer dramatischer. Jetzt wurde bekannt, dass drei weitere Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind. Das teilte die Stadt Wolfsburg am Sonntag mit.

Damit sind innerhalb von knapp einer Woche 15 Menschen in dem Alters- und Pflegeheim, in dem viele demente Menschen leben, nach einer Infektion mit dem Virus gestorben.

15.46 Uhr: 2,6 Millionen Euro Corona-Soforthilfen bewilligt

Die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) hat bisher rund 2,6 Millionen Euro Corona-Soforthilfe für Unternehmen bewilligt. Das Geld für rund 500 Firmen sei bereits zur Auszahlung angewiesen, teilte die Bank am Sonntag mit. Bis Samstagabend wurden demnach 22.000 Anträge auf Förderungen eingereicht.

14.29 Uhr: Land Niedersachsen gibt neue Zahlen bekannt

Das Land Niedersachsen hat die neuen Fallzahlen bekannt gegeben. Demnach gibt es in Niedersachsen aktuell 3783 bestätigte Corona-Fälle. Das sind 300 mehr als noch am Vortag.

  • Landkreis Gifhorn: 60 (+9)
  • Landkreis Goslar: 51
  • Landkreis Helmstedt: 53 (+8)
  • Landkreis Hildesheim: 149 (+5)
  • Landkreis Peine: 59 (+12)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 32
  • Region Hannover: 738 (+46)
  • Stadt Braunschweig: 138 (+29)
  • Stadt Salzgitter: 45
  • Stadt Wolfsburg: 142 (+57)

27 Menschen sind mittlerweile am Coronavirus in Niedersachsen verstorben.

14.21 Uhr: Corona-Infizierte in Peiner Senioreheim

Wie die „Peiner Nachrichten“ berichten, gibt es erstmals Corona-Fälle in einem Seniorenheim im Kreis Peine. Sechs Menschen sollen sich infiziert haben.

13.57 Uhr: Sänger Bosse gibt Online-Konzerte in Corona-Zeit

Eigentlich würde der Sänger aus Braunschweig jetzt auf den Bühnen in Deutschland stehen. Doch besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen und deshalb spielt Bosse die Konzerte kurzerhand online. Mehr dazu liest du hier.

11.13 Uhr: Zahlreiche Corona-Partys in Niedersachsen

Obwohl die Lage ernst ist, scheinen es manche Menschen noch immer nicht verstanden zu haben. Noch immer meldet die Polizei in Niedersachsen diverse Verstöße gegen das Kontaktverbot. In Oldenburg beispielsweise war die Polizei 58 Mal im Einsatz.

Auch in unserer Region gab es viele Corono-Partys. Warum eine solche für einen sogar im Gefängnis endete, kannst du hier nachlesen.

9.50 Uhr: VW investiert 40 Millionen Euro in Schutzkleidung

Der Wolfsburger Autobauer VW investiert 40 Millionen Euro in Schutzkleidung für Deutschland. An diesem Wochenende kam die erste Ladung aus China an: 400.000 Atemschutzmasken. Ein Großteil soll vor allem an Niedersachsen gehen. Mehr dazu liest du hier <<<.

8.19 Uhr: Restaurants kochen für Helfer und Bedürftige

Restaurants und Caterer in Teilen Niedersachsens kochen in der Corona-Krise für Helfer und Bedürfte – unentgeltlich! Die Aufforderung laute: „Macht eure Kühlhäuser leer. Was habt ihr noch – was muss weg?". In Hannover hat beispielsweise das Catering-Unternehmen Gastrostrends Hagedorn 1000 Mahlzeiten über den eigenen Lieferdienst für Helfer gespendet.

Solche Projekte gebe es in ganz Niedersachsen. So werde in Hannover beispielsweise auch für Obdachlose gekocht.

8 Uhr: Weil mit klarer Aussage: „Unerbitterlichkeit des Virus"

Die Ereignisse in einem Pflegeheim in Wolfsburg erschüttern ganz Niedersachsen. Zwölf Menschen starben bereits am Coronavirus, 72 Menschen sind infiziert. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil mahnt: „Das Geschehen in Wolfsburg führt uns die Unerbitterlichkeit dieses Virus vor Augen." Die Entwicklung in Wolfsburg sei dramatisch.

Samstag, 28. März

20.32 Uhr: 54 bestätigte Coronafälle im Landkreis Peine

Mittlerweile gibt es 54 bestätigte Corona-Patienten im Landkreis Peine. „Davon sind fünf Patienten wieder genesen“, teilte der Landkreis am Samstagabend mit. Sechs Fälle wurden in einem Seniorenpflegeheim am Samstag bestätigt.

„Die Verantwortlichen vor Ort haben sehr gut reagiert und frühzeitig das Gesundheitsamt eingebunden. Außerdem wurden sofort geeignete Maßnahmen getroffen, wie die Bewohner in Einzelzimmern zu isolieren“, erklärt Kreissprecher Fabian Laaß. Im Testzentrum wurden am Samstag 22 Abstriche entnommen, 67 Personen stehen unter Quarantäne.

18.56 Uhr: Zwölf Tote in Wolfsburg - Pflegeheim im dramatischen Kampf gegen Corona

Nach dem Tod von zwölf Corona-Patienten eines Wolfsburger Pflegeheims werden dort Infizierte von negativ getesteten Bewohnern getrennt. Von etwa 165 Bewohnern seien derzeit 72 infiziert, sagte der Leiter des Wolfsburger Gesundheitsamts, Friedrich Habermann, am Samstag. Die zwölf Bewohner waren innerhalb von nur wenigen Tagen gestorben. „Den ersten Toten hatten wir am Montag zu beklagen“, sagte der Leiter des Alters- und Pflegeheims für Demente, Lothar Laubert.

Überraschend viele seien verstorben, ohne dass sie Symptome von Corona hatten, sagte Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Für das kirchliche Heim mit oft hochgradig dementen Menschen sei die Situation extrem schwierig, sagte der SPD-Politiker. „Wir stehen aber erst am Anfang der Entwicklung. Das wird für uns alle noch eine sehr, sehr harte Zeit“.

„Es tut uns unendlich leid, und wir versuchen alles, um die anderen Menschen noch zu schützen“, sagte Mohrs. Alle in dem Heim lebenden Menschen seien mit einem Abstrich getestet worden. Bei negativem Ergebnis werde der Test alle drei Tage wiederholt. In den nächsten Wochen sollen die Infizierten und die negativ Getesteten auf unterschiedlichen Stockwerken leben.

Mohrs kündigte umfassende Hygienemaßnahmen für die Pflegeeinrichtung an. Schleusen sollen verhindern, dass Menschen aus den getrennten Bereichen aufeinander treffen. Er glaube, dass Deutschland noch viele unschöne Situationen ertragen werden müsse. Kurzzeitig sei darüber nachgedacht worden, ein Wolfsburger Hotel für die Pflegepatienten umzurüsten. Vorerst werde dies aber nicht umgesetzt.

15.53 Uhr: VW ordert Schutzmasken

VW hat 40 Millionen Euro in die Hand genommen, um Schutzmaterialien in China zu kaufen und nach Deutschland bringen zu lassen. Die erste Ladung mit 400.000 Atemschutzmasken ist am Samstag in Deutschland angekommen. Allein 160.000 davon sollen an Kliniken und Ärzte in Niedersachsen gehen.

15.11 Uhr: Dramatische Entwicklungen in Wolfsburg

Angesichts der steigenden Zahlen in Wolfsburg ist Oberbürgermeister Klaus Mohrs heute vor die Kamera getreten. Er spricht von einer sehr „bedauerlichen Lage". Mittlerweile gebe es über 100 positiv Gestestete. Zwölf Menschen seien bisher am Coronavirus verstorben.

Betroffen in der Stadt Wolfsburg ist vor allem ein Pflegeheim. Die Zahlen der Fälle seien dort viel höher als angenommen.

14.15 Uhr: Die Zahlen in Niedersachsen steigen weiterhin

Das Land Niedersachsen hat die aktuellen Zahlen bekannt gegeben. Demnach gibt es in Niedersachsen jetzt 3483 Covid-19-Fälle. Das sind 308 mehr als noch am Vortag. 21 Menschen sind verstorben.

Die Zahlen für die Region:

  • Landkreis Gifhorn: 51 (+3)
  • Landkreis Goslar: 51 (+6)
  • Landkreis Helmstedt: 45
  • Landkreis Hildesheim: 144 (+6)
  • Landkreis Peine: 47 (+7)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 32 (+3)
  • Region Hannover: 692 (+54)
  • Stadt Braunschweig: 109 (+15)
  • Stadt Salzgitter: 45 (+3)
  • Stadt Wolfsburg: 85 (+36)

13.14 Uhr: Polizei zieht Regeln im Kreis Helmstedt und Wolfsburg an

Es sind Zahlen, die fassungslos machen. Allein am Freitag musste die Polizei im Wolfsburger Stadtgebiet 59 Anzeigen fertigen. Im Landkreis Helmstedt waren es 38 Anzeigen. Und das nur, weil sich die Menschen nicht an die Allgemeinverfügungen halten.

Deshalb verschärft die Polizei das Vorgehen nun, heißt es seitens der Beamten.„Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als 2 (!) Personen stellen ab sofort eine Straftat dar", teilt die Polizei bei Facebook mit. Ebenso seien Verstöße gegen das Betretungsverbot im Stadtgebiet Wolfsburg (Allerpark, Kaufhof, Schillerteich) ab sofort strafbar.

11.26 Uhr: Althusmann mit düsterer Prognose

Das Geschäftsleben in Niedersachsen und Deutschland steht weitestgehend still. Zahlreiche Firmen müssen Kurzarbeit beantragen. Bernd Althusmann, Wirtschaftsminister in Niedersachsen, rechnet damit, dass die Arbeitslosigkeit am Ende der Corona-Krise höher sein wird.

10.54 Uhr: Polizei Braunschweig mit Warnung

Die Polizei Braunschweig appelliert an alle Bürger: „Lasst euch nicht verleiten. Ihr gefährdet euch und andere". Hintergrund ist, dass die Beamten am Freitag mehrfach Lautsprecherdurchsagen im Prinzenpark machen mussten, weil es sich zu viele Grüppchen dort bequem gemacht hatten.

9.28 Uhr: So solltest du nicht mehr in eine Apotheke gehen

Die Kammerchefin der niedersächsischen Apothekenkammer rät, nicht mehr mit Erkältungssymptomen in Apotheken zu gehen. Wegen der Corona-Pandemie haben die niedersächsischen Apotheken besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. An vielen Verkaufstresen wurden Plexiglasscheiben eingesetzt, zudem lassen die Mitarbeiter nur wenige Kunden gleichzeitig in den Verkaufsraum.

7.55 Uhr: Polizei kündigt massive Kontrollen an

Es ist jetzt gut eine her, dass in Niedersachsen das Kontaktverbot gilt. Am Wochenende will die Polizei vermehrt kontrollieren. „Die Leute werden bei dem guten Wetter wahrscheinlich vermehrt nach draußen gehen wollen, das kalkulieren wir bei der Lagebetrachtung mit ein“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). Dennoch ruft er dazu auf, die bekannten Regen einzuhalten. Denn nur so könne es gelingen, den Anstieg der Infektionen zu bremsen.

Freitag, 27. März:

23 Uhr: Acht weitere Tote in Wolfsburg nach Coronavirus-Infektion

In Wolfsburg sind acht weitere Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte der Sprecher der Stadt am Freitagabend mit. Demnach handelt es sich um sechs Frauen und zwei Männer zwischen 76 und 100 Jahren. Weitere Angaben machte die Stadt unter Verweis auf den Datenschutz nicht.

Insgesamt gab es in Wolfsburg Stand Freitag zehn Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das Gesundheitsamt Wolfsburg zählte am Freitag 98 Menschen, die mit Sars-CoV-2 infiziert sind. Im Klinikum Wolfsburg werden vier an Covid-19 erkrankte Menschen behandelt, zwei davon auf der Intensivstation.

In ganz Niedersachsen lag die Zahl nachgewiesener Infektionen am Freitag bei 3175, 449 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten stieg auf zwölf. Am Freitagabend war zunächst unklar, ob die acht Todesfälle in Wolfsburg schon in diese Zahl mit eingerechnet waren.

22.31 Uhr: Schulen bekommen Bildungscloud

Nach den Osterferien führt Niedersachsen für Schulen eine Bildungscloud ein. Mit der Plattform sollen Unterrichtsmaterialien bereitgestellt werden und die schulbezogene Kommunikation und Zusammenarbeit erleichtert werden.

„Mit der kurzfristigen Einführung der Bildungscloud reagieren wir schnell auf die andauernde herausfordernde Situation durch die Corona-Pandemie", sagt Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

18.15 Uhr: Neues, innovatives Testverfahren

Ein Forschungsteam aus Hannover hat eine neues Testverfahren entwickelt, mit dem sich mögliche Infektionsfälle deutlich schneller testen lassen. Die mobilen Systeme sollen zuerst in den Kliniken Hannover, Wolfsburg/Braunschweig und Göttingen an der Belegschaft getestet werden.

Der Clou an dem neuen Verfahren: Die Testsysteme können direkt vor Ort hergestellt werden. Außerdem hat die hoch automatisierte Methode eine innovative Software, die bereits in wenigen Stunden das Testergebnis liefern kann.

„Die neue Testmethode bringt die Bekämpfung des Coronavirus einen großen Schritt weiter“, sagt Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. Auf lange Sicht sollen die Stationen in ganz Niedersachsen eingeführt werden.

16.05 Uhr: Schulschließungen bis zum Sommer?

Niedersachen stellt sich darauf hin, die Schulen schlimmstenfalls bis zum Sommer geschlossen zu halten – das würde einen Unterrichtsausfall bis zu den Sommerferien bedeuten.

Laut Kultusminister Grant Hendrik Tonne sei das die letzte Variante eines abgestuften Szenarios. Aktuell sei der Plan noch, dass die Schulen ab 20.April wieder öffnen.

Außerdem überlege das Ministerium, bei Schul-Neustart in Etappen vorzugehen. Demnach könnten zuerst die Abiturienten und Oberstufenschüler zurück kehren, dann die Schüler der Klassen fünf bis zehn und schließlich die Grundschüler.

14.53 Uhr: Abiturprüfungen offiziell verschoben

Es ist offiziell: Die Abschlussprüfungen an allen Schulen in Niedersachsen werden wegen des Coronavirus verschoben.

Die Abiturklausuren werden drei Wochen nach hinten verlegt, starten am 11.Mai, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Freitag in Hannover bekannt gab. Die Abschlussarbeiten der 9. und 10.Klasse an Haupt-, Real-, und Förderschulen beginnen am 20.Mai.

„Ich möchte, dass alle Schüler auch die Chance haben, ihre Prüfungen abzulegen“, so der SPD-Politiker. Mit der Verschiebung soll die Vergabe der Zeugnisse bis zum 10.Juli noch möglich sein – das ist wichtig, da sonst auch die Bewerbungsfristen der Hochschulen nach hinten angepasst werden müssten.

14.34 Uhr: Zahl der Infektionen weiter gestiegen, erster Todesfall in Salzgitter

Auch am Freitag steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infizierten in Niedersachsen weiter an. So gibt es mittlerweile 3175 Covid-19-Fälle, also 449 mehr Virusinfizierte im Vergleich zum Vortag.

Auch die Zahl der Toten ist von zehn auf elf gestiegen. Es handelt sich um eine etwa 80-jährige Frau aus Salzgitter, wie die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet.

Corona-Fälle in unserer Region:

  • Stadt Braunschweig: 94 Fälle (+14)
  • Landkreis Celle: 63 Fälle (+9)
  • Landkreis Gifhorn: 48 Fälle (+5)
  • Landkreis Goslar: 45 Fälle (+9)
  • Region Hannover: 638 Fälle (+18)
  • Landkreis Helmstedt: 45 Fälle (+7)
  • Landkreis Hildesheim: 138 Fälle (+9)
  • Landkreis Peine: 40 Fälle (+15)
  • Stadt Salzgitter: 42 Fälle (+8)
  • Stadt Wolfsburg: 49 Fälle (+3)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 29 Fälle (+3)

10.43 Uhr: „WIR sagen DANKE“: Wohnzimmer-Konzert in ganz Deutschland am Freitag, 18 Uhr

Am Freitag wird ein deutschlandweites Wohnzimmer-Konzert unter dem Motto „WIR sagen DANKE“ stattfinden. Unter anderen dabei: Mousse T., Pur, Glasperlenspiel, Henning Baum und Nelson Müler.

FUNKE ist Partner des Wohnzimmer-Konzerts, das von der Wohltätigkeitsorganisation „Water is Right“ (WIR) organisiert wird. Das Konzert ist ab 18 Uhr bis open end auf den Tageszeitungs- und ausgewählten Zeitschriften-Websites der FUNKE-Medien zu sehen.

Mehr Infos und alle FUNKE-Portale, auf denen du das Konzert sehen kannst >>>>>findest du hier.

09.06 Uhr: Ministerpräsident Weil: Diskussionen über Corona-Lockerungen „zu früh“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat erneut klar gestellt, dass in der Debatte um mögliche Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen Besonnenheit wichtig sei. Die Diskussion über Lockerungen komme „zu früh“, sagt der SPD-Politiker im ZDF-„Morgenmagazin“.

„Wir können gar nicht über Lockerungen reden, wenn wir nicht einen wesentlichen Rückgang bei den Infektionsfällen feststellen.“ Jedoch sei auch klar, dass man das öffentliche Leben nicht auf Dauer „tiefkühlen“ könnte.

Selbst wenn nach den Osterferien erste Lockerungen beschlossen werden würden, dürfe man sich nicht vorstellen, dass Corona dann „besiegt“ sei. Gerade sei man immer noch dabei, das Gesundheitswesen auf die noch bevorstehenden „riesengroßen Herausforderungen“ einzustellen.

06.01 Uhr: Lichter für die Hoffnung im Harz...

Eine kleine Impression vom Abend: Verschiedene Zimmer im Maritim-Berghotel in Braunlage sind beleuchtet und symbolisieren dadurch eine Tanne, die Teil vom Wappen der Stadt ist. Das Hotel im Harz beleuchtet regelmäßig in der Zeit der Corona-Krise seine Fassade mit verschiedenen Symbolen wie Smileys, Herzen und Tannen.

Donnerstag, 26. März:

22.06 Uhr: Sterben Tauben in Braunschweig jetzt den Hungertod?

Die Corona-Krise wird auch für die Stadttauben in Braunschweig zur lebensbedrohlichen Situation. Die geschlossenen Imbissbuden, Cafés und Restaurants lassen auch die letzten Futterquellen versiegen. In Braunschweig müssen sich die Stadttauben bedingt durch das allgemeine Fütterungsverbot hauptsächlich von Abfällen aus der Gastronomie und dem Passantenstrom ernähren. „Das ist schlimm genug und schadet den Tieren im Grunde, aber weitere Möglichkeiten der Futterbeschaffung gibt es für diese verwildert lebende Haustierart nicht“, sagt Beate Gries, Vorsitzende des Vereins Stadttiere Braunschweig e.V., „nun fällt auch das weg“.

Die Tierschützer sehen sich in der Pflicht, das Verhungern der Tiere durch eine Notfütterung zu verhindern. Ab sofort werden die Stadttauben in der Innenstadt an sechs betreuten Futterstellen, mit einer ausreichenden Menge Futter artgerecht versorgt: Friedrich-Wilhelm-Platz, Schlossplatz, Hagenmarkt, Poststraße, Schild/Sack und am sogenannten Affenfelsen am Rebenring. „Wir danken der Stadtverwaltung, dass wir in dieser Notlage die durch Corona-Krise verursacht wird, unbürokratisch, flexibel und vor allem sehr schnell gemeinsam eine gute Lösung finden konnten“, so Gries.

19.51 Uhr: VW verlängert Produktionsstopp in Deutschland

Volkswagen verlängert in der Corona-Krise den Produktionsstopp in Deutschland um vier Werktage. In den deutschen Werken der Marke Volkswagen Pkw, von Volkswagen Nutzfahrzeuge und der Volkswagen Konzern Komponente werde die Fertigung bis zum 9. April ausgesetzt, teilte Volkswagen am Donnerstagabend in Wolfsburg mit.

Rund 80 000 VW-Mitarbeiter in Deutschland erhalten Kurzarbeitergeld, das vom Unternehmen von den regulär 60 beziehungsweise 67 Prozent (bei Mitarbeitern mit Kindern) des Nettolohns auf fast 100 Prozent aufgestockt wird. Grundlage für diese Ergänzungen sind Tarifvereinbarungen.

Für rund 80 000 Mitarbeiter der Volkswagen AG werde damit eine Verlängerung der Kurzarbeit beantragt, hieß es weiter. Es sei geplant, die Kurzarbeit mit der Nachtschicht vom 9. April auf den 10. April enden zu lassen.

18.46 Uhr: Entscheidung über Abiturtermine fällt am Freitag

Während die Schulen wegen des Coronavirus weiterhin geschlossen sind, wird am Freitag eine Entscheidung über den Zeitplan für die niedersächsischen Abiturprüfungen erwartet. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) wird sich dazu um 14.30 Uhr auf einer Pressekonferenz in Hannover äußern. Am Mittwoch hatte er im Landtag angekündigt, bis Freitag final zu entscheiden, ob die Termine wegen der Pandemie verschoben werden müssen. Geplant ist bisher, dass die schriftlichen Prüfungen am 20. April mit dem Fach Geschichte beginnen. Betroffen sind rund 16.000 angehende Abiturienten.

17.54 Uhr: Gerhard Schröder mit selbstgebasteltem Atemschutz

Der ehemalige Ministerpräsident und Altkanzler Gerhard Schröder wurde in Hannover mit seiner Frau beim Einkaufen gesehen.

Der 75-Jährige und seine Frau So-yeon Kim trugen dabei selbstgebastelte Atemschutzmasken, die 52-jährige Kim auch Handschuhe.

17.23 Uhr: Hannover und Kiel verzichten weiter auf Training

Nach dem Ende der 14-tägigen Quarantäne verzichten die Fußball-Zweitligisten Hannover 96 und Holstein Kiel weiter auf ein gemeinsames Mannschaftstraining. Für die Hannover-96-Profis ist die Quarantäne ab Donnerstag vorbei, für die Kieler ab Samstag.

Der infizierte Hannover-Spieler Jannes Horn muss vorerst isoliert bleiben, er muss doppelt negativ auf das Coronavirus getestet werden – genauso wie der infizierte Stefan Thesker vom KSV Holstein.

16.03 Uhr: Krankenhaus auf Messe-Gelände geplant

Auf dem Messegelände in Hannover soll ein Behelfskrankenhaus zur Behandlung von Corona-Patienten eingerichtet werden. Dort sollten weniger schwer Erkrankte behandelt werden können, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Das Krankenhaus soll auf zwei Messehallen verteilt über 500 Betten verfügen. Wie Bauminister Olaf Lies (SPD) erklärte, sei das Land mit weiteren Kommunen zur Einrichtung von Behelfskrankenhäusern im Gespräch.

Geprüft wird außerdem die Nutzung von Reha-Kliniken in Niedersachsen, um rund 1200 gewöhnliche, nicht am Coronavirus erkrankte Patienten aus den Krankenhäusern dorthin zu verlegen. Diese haben dann zusätzliche Kapazitäten für Corona-Patienten.

15.17 Uhr: Niedersachen nimmt italienische Patienten auf

Nach einer Anfrage aus Italien will Niedersachsen Corona-Patienten aus dem Land aufnehmen. Vorläufig geht es um zehn Patienten, die in der MHH behandelt werden sollen. „Das ist ein kleines Zeichen der Solidarität und der Nächstenliebe“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil.

Am vergangenen Wochenende habe sich der deutsche Botschafter in Rom mit einer Unterstützungsbitte an ihn gewandt. Der ehemalige Ministerpräsident Italiens, Mario Monti, habe gefragt, ob einzelne Intensivtherapie-Patienten aus Norditalien in Deutschland behandelt werden könnten.

15.11 Uhr: Über 200 Corona-Patienten inzwischen genesen

Mittlerweile sind in Niedersachsen 201 Corona-Erkrankte wieder gesund. „Das ist eine Zahl, die uns Hoffnung geben soll“, so Landesgesundheitsministerin Carola Reimann.

Die genesenen Patienten sind aufgerufen, sich bei der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) für die Entwicklung einer antikörperbasierten Therapie zu melden.

14.04 Uhr: Zahl der Infektionen in Niedersachsen steigt weiter

Die Anzahl der bestätigten Corona-Infizierten in Niedersachsen steigt weiter an. Am Donnerstag gab es 2726 Covid-19-Fälle (Stand: 14 Uhr), das sind 413 mehr Infizierte als am Vortag. 354 Betroffene müssen in Kliniken behandelt werden, 84 davon auf der Intensivstation. 69 Patienten müssen künstlich beatmet werden.

Auch die Zahl der Menschen, die an den Folgen des Coronavirus starben, stieg von acht auf zehn Menschen an.

Corona-Fälle in unserer Region:

  • Stadt Braunschweig: 80 Fälle (+7)
  • Landkreis Celle: 54 Fälle (+9)
  • Landkreis Gifhorn: 43 Fälle (+4)
  • Landkreis Goslar: 36 Fälle (+6)
  • Region Hannover: 557 Fälle (+114)
  • Landkreis Helmstedt: 38 Fälle (+12)
  • Landkreis Hildesheim: 129 Fälle (+6)
  • Landkreis Peine: 25 Fälle
  • Stadt Salzgitter: 34 Fälle (+3)
  • Stadt Wolfsburg: 46 Fälle (+16)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 26 Fälle (+6)

13.46 Uhr: Hannover Messe komplett abgesagt

Es ist offiziell: Nachdem die Hannover Messe zunächst von Ende April auf Mitte Juli verschoben wurde, fällt die größte Industriemesse der Welt dieses Jahr komplett aus.

Die Einreisebeschränkungen, Kontaktverbote und eine Untersagungsverfügung der Region Hannover machen die Ausrichtung unmöglich, teilte die Deutsche Messe mit. Daher ist die Industriemesse mit rund 6000 Ausstellern aus 70 Ländern jetzt abgesagt.

Es ist das erste Mal in der 73-jährigen Geschichte der Messe, dass die Veranstaltung ausfällt. Messe-Chef Jochen Köckler: „Unsere Aussteller und Partner sowie das gesamte Team haben mit allen Kräften für die Durchführung gekämpft. Wir müssen aber einsehen, dass die Ausrichtung in diesem Jahr nicht möglich sein wird.“

12.48 Uhr: Labore für Tierseuchen sollen für Corona-Tests genutzt werden

Niedersachsen will die Kapazitäten für Corona-Tests erhöhen, deshalb sollen auch Labore für Tierseuchen dafür genutzt werden.

Zwischen Landesgesundheitsamt und Landesamt für Verbrauchterschutz (Laves) laufe derzeit ein „ein enger Austausch“, um tiermedizinische Labore auch für menschliche Proben heranzuziehen – das bestätigten beide Behörden. Dadurch wären mehr als 1000 Proben am Tag zusätzlich möglich.

Aktuell liegt die Zahl der Tests im Landesgesundheitsamt im „niedrigen dreistelligen Bereich“ pro Tag.

11.18 Uhr: Schlechte Nachrichten für Flughafen Hannover

Seit Mittwoch hat am Flughafen Hannover-Langenhagen die Kurzarbeit begonnen.

Jetzt kommt raus: Die Kurzarbeiter-Regelung soll ein ganzes Jahr lang laufen, wie ein Sprecher mitteilte. Was die Gründe sind und welche angeschlossenen Flughafen-Betriebe noch von der Regelung betroffen sind, kannst du >>>> hier lesen.

10.55 Uhr: Corona-Hotline für Bürgerfragen eingerichtet

Die Landesregierung hat eine zentrale Hotline für alle Bürgerfragen zum Thema Coronavirus eingerichtet. Dort gebe es allgemeine Informationen zum Coronavirus und den Folgen.

Zu Detailfragen werde der Kontakt zu Ansprechpartnern in verschiedenen Bereichen der Regierung vermittelt. SPD-Innenminister Boris Pistorius: „Unser oberstes Ziel ist es, seriös zu informieren sowie Verunsicherungen und der Verbreitung von Fake-News entgegen zu wirken.“

Die Hotline erreichst du unter: 0511 - 120 6000.

10.52 Uhr: Zwei weitere Corona-Tode in Niedersachsen

Die Zahl der Menschen, die in Niedersachsen an den Folgen des Coronavirus gestorben sind, hat sich auf zehn erhöht.

Bei den beiden weiteren Todesopfern handelt es sich um eine Frau und einen Mann im Alter von 86 und 89 Jahren aus dem Raum Hannover. Sie waren am Mittwoch im Krankenhaus verstorben.

10.44 Uhr: Piraten fordern Kurzarbeitergeld für Minijobber

Die Piraten in Niedersachsen fordern Kurzarbeitergeld für Minijobber, die bisher von dieser Sozialleistung ausgeschlossen sind. „Gerade Empfänger einer schmalen Rente, die sich diese mit einem Minijob aufbessern, Studenten, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten, aber auch Alleinerziehende, sind von den aktuellen Corona-Auswirkungen die Teilnehmer am Arbeitsmarkt, die leer ausgehen“, so Piraten-Vorsitzender Thomas Ganskow.

„Hier muss die Landesregierung im Rahmen einer Bundesratsinitiative oder aber Arbeits- und Sozialminister Heil schnellstens aktiv werden, um diesen Mangel zu beseitigen“, so die Forderung.

9.15 Uhr: Ministerpräsident mit schlimmer Prognose

Ministerpräsident Stephan Weil hat keine guten Aussichten für die Menschen in Niedersachsen. Er denkt, dass es keine schnelle Rückkehr ins normale Leben nach der Corona-Krise geben wird. „Eine schlagartige Rückkehr zum normalen Zustand ist kaum vorstellbar, allenfalls ein stufenweises Vorgehen, das auch immer wieder überprüft werden müsste.“

Brautpaare sollen damit rechnen, in diesem Jahr keine großen Hochzeiten feiern zu können und es besser auf 2021 verschieben. Das sagte der Politiker am Donnerstagmorgen im Interview dem Radiosender Antenne Niedersachsen. Auch bei Urlaubsreisen mahnt er zur Vorsicht: „Im Moment würde ich nicht besonders intensiv planen.“

Weil rät außerdem geplante Umzüge, wenn es möglich ist, zu verschieben. Nach Ostern soll die Lage erneut analysiert werden. Danach würde man über eventuelle Lockerungen der Einschränkungen sprechen.

06.03 Uhr: Polizei greift durch

Die Polizei kontrolliert auch in Niedersachsen vermehrt, ob die Corona-Vorschriften eingehalten werden. Aktuell leitete sie 16 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Gründe dafür waren etwa widerrechtliches Benutzen von Kinderspielplätzen in Peine, widerrechtliches Verkaufen von Lebensmitteln aus einem Verkaufswagen in Peine sowie Zusammentreffen von größeren Personengruppen in Salzgitter und Wolfenbüttel. Weiterhin erwischten Beamte eine größere Gruppe von Personen beim Fußball.

Die Polizei bittet eindringlich: „Übernehmen Sie Verantwortung für sich und andere und halten den erforderlichen Mindestabstand von 1,5 Metern zu Gesprächspartnern ein. Bitte beachten Sie, dass sich nicht mehr als 2 Personen als Gruppe aufhalten dürfen. Weitere Regelungen können den Amtsblättern der Kommunen entnommen werden.“

Mittwoch, 25. März:

21.55 Uhr: Wegen Corona: Polizei verzeichnet weniger Unfälle

Die Polizei in Niedersachsen verzeichnet in Corona-Zeiten weniger Unfälle. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass Homeoffice und Kontaktsperre dafür gesorgt haben, dass weniger schwere Verkehrsunfälle passieren. Zumindest gebe es gefühlt weniger Unfälle, genaue Zahlen hingegen liegen noch nicht vor. „Bei uns ist es deutlich ruhiger als sonst“, sagte eine Sprecherin der Polizei Braunschweig.

19.41 Uhr: Stadt und Kreis Wolfenbüttel mit Solidarfonds

Stadt und Landkreis Wolfenbüttel wollen Unternehmen unterstützen. Deshalb wollen sie gemeinsam mit der Unternehmerfamilie Mast über die Curt Mast Jägermeister Stiftung jeweils eine Million Euro zur Errichtung eines Solidarfonds zur Verfügung stellen. Der soll eine Soforthilfe für diejenigen in Stadt und Landkreis leisten, die finanzielle Mittel zur Überbrückung benötigen.

18.35 Uhr: Niedersachsen will Künstlern helfen

Viele Unternehmen, viele Menschen haben Angst um ihre Existenz. Davon nicht ausgenommen sind Künslter. Das Land Niedersachsen will eben jenen nun finanziell unter die Arme greifen. Dazu soll es ein Zwei-Säulen-Hilfsprogramm geben.

Die erste Säule bilde dabei die „Liquiditätssicherung für kleine Unternehmen“, die über das Wirtschaftsministerium laufe. Diese Hilfsmaßnahme richte sich ausdrücklich nicht nur an Kleinunternehmer, sondern auch an solo-selbstständige Künstler und Kunstschaffende.

Zuschüsse dafür können seit Mittwoch bei der Förderbank NBank beantragt werden. Die Internetseite war am Nachmittag zeitweise nicht erreichbar, weil die Server überlastet waren.

Mit einer zweiten Säule sollen kleine Vereine und vergleichbare Einrichtungen unterstützt werden. Wie genau das ablaufen soll, dazu äußerte sich das Ministerium zunächst nicht. Diese Förderung solle „schnellstmöglich an den Start gehen“.

17.59 Uhr: Nicht klar, wann VW die Werke wieder öffnet

VW hat die Produktion in allen Werken in Deutschland eingestellt. Erst einmal für zwei Wochen. Doch in einem Interview mit der IG Metall hat Betriebsratschef Bernd Osterloh erklärt, dass es noch nicht klar sei, wann Volkswagen die Tore wieder öffnet. „Man muss gucken, wie sich Italien aufstellt und ob die Grenzen offen sind“, erklärt Bernd Osterloh.

17.15 Uhr: Mega-Spendenaktion für Tierpark

Die Corona-Krise geht an Unternehmen nicht spurlos vorbei. Das erfährt auch der beliebte Tierpark Essehof gerade am eigenen Leib. >>> Mehr dazu liest du hier.

Dieser Fall zeigt allerdings auch, wie sehr die Menschen unserer Region in Krisen-Zeiten zusammenstehen. Unterstützer haben deshalb eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Stand jetzt, ist dort an einem Tag die unglaubliche Summe von über 52.000 Euro zusammengekommen.

17.00 Uhr: Spargelstecher müssen draußen bleiben

Ab sofort gilt für Saisonarbeiter ein Einreiseverbot. Im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen werde ihnen die Einreise verweigert, so das Bundesinnenministerium.

Das Ganze stößt bei den Bauern in Niedersachsen auf Kritik. „Damit geraten aktuell die Pflanzung von Gemüsekulturen sowie die Spargelernte massiv in Gefahr“, sagt Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke.

Der kurzfristige Ausfall eingearbeiteter Helfer lasse sich nicht ohne Folgen ausgleichen. Zudem hätten viele Betriebe schon Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um die Erntehelfer, andere Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Erfreulich sei aber, dass viele Menschen den Agrarbetrieben bereits ihre Hilfe angeboten hätten.

15.06 Uhr: Fallzahlen steigen weiter

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Niedersachsen steigt weiterhin – offiziell gibt es 2.313 Fälle (Stand 13 Uhr).

Das sind 242 mehr als am Vortag. Aber: Zuvor hatte es ein Plus von 292 Fällen gegeben. Das ist noch kein Hoffnungsschimmer, aber immerhin eine kleine „gute“ Nachricht.

Corona-Fälle in unserer Region:

  • Stadt Braunschweig: 73 Fälle (+16)
  • Landkreis Celle: 45 (+5)
  • Landkreis Gifhorn: 39 Fälle (+1)
  • Landkreis Goslar: 30 Fälle (+6)
  • Region Hannover: 443 (+64)
  • Landkreis Helmstedt: 26 Fälle (+3)
  • Landkreis Hildesheim: 123 (+11)
  • Landkreis Peine: 25 Fälle (+2)
  • Stadt Salzgitter: 31 Fälle (+4)
  • Stadt Wolfsburg: 30 Fälle (+1)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 20 Fälle (+9)

In Niedersachsen sind bislang acht Menschen gestorben, die sich mit dem tückischen Virus infiziert hatten. Zwei Todesopfer kamen aus Wolfsburg.

13.24 Uhr: Keine Abiprüfungen in Niedersachsen?

Angehende Abiturienten in Niedersachsen müssen womöglich keine Prüfungen schreiben. Der Philologenverband hält deren Absage für möglich und vertretbar. Es sei „sehr wahrscheinlich“, dass die Prüfungen nicht planmäßig am 20. April beginnen könnten. Spätestens Ende kommender Woche solle daher über eine Absage oder Verschiebung entschieden werden.

Zur Bewertung eines Abiturs ohne Prüfungen könnten die Noten der vergangenen beiden Schuljahre herangezogen werden, die normalerweise zwei Drittel der Abinote ausmachen. Die Abweichungen in den Abschlussprüfungen seien erfahrungsgemäß gering. Alternativ sei ein „Notabi“ nur mit mündlichen Prüfungen denkbar.

Das Kultusministerium hält bisher am Zeitplan für die Prüfungen fest. „Zurzeit ist keine Veränderung dieser Termine geplant“, heißt es aus dem Kultusministerium.

13.12 Uhr: Niedersachsen bringt 4,4-Milliarden-Hilfspaket auf den Weg

Niedersachsen hat ein 4,4 Milliarden Euro schweres Hilfspaket zur Bewältigung der Corona-Krise auf den Weg gebracht.

Der Landtag stimmte soeben einmütig mit den Stimmen aller anwesenden 118 Abgeordneten für einen Nachtragshaushalt und einen erhöhten Bürgschaftsrahmen. Das Geld soll Wirtschaft und Gesundheitswesen stützen.

13.00 Uhr: Kurios! Passierschein A38 taucht auf

Die Stadt Barsinghausen hat wegen der Corona-Krise den wohl bekanntesten aller Passierscheine ausgestellt, den „Passierschein A38“, der dank Asterix Berühmtheit erlangte.

In Niedersachsen ging das Ganze aber offenbar einfacher als bei den Römern. >> Mehr dazu hier!

12.29 Uhr: Hannovers Oberbürgermeister Onay mit Coronavirus infiziert

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay ist am Mittwoch positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden. Am späten Montagabend seien bei dem Grünen-Politiker Krankheitssymptome aufgetreten, teilt die Stadtverwaltung mit.

Er übe die Amtsgeschäfte nun in häuslicher Quarantäne aus. Nach Vorschriften der Gesundheitsbehörden gilt die Quarantäne auch für Menschen, die seit Samstag (21. März) in direktem persönlichem Kontakt mit dem Oberbürgermeister standen.

Dies betreffe innerhalb der Verwaltung vor allem die Dezernentinnen und Dezernenten, hieß es weiter. Die Quarantäne läuft bis zum 6. April.

12.06 Uhr: Kritik an AfD Salzgitter

„Die Partei“ Salzgitter kritisiert die dortige AfD. Trotz Verbots stehe der Termin für den geplanten Bürgerdialog am 9. April noch. Das sei unverantwortlich und unsolidarisch.

„Die derzeit geltenden Versammlungsverbote und die Kontaktreduzierungen sollen die Schwächsten unserer Gesellschaft schützen. Sind diese Menschen der AfD Salzgitter egal?“, fragt sich „Die Partei“.

11.08 Uhr: Landkreis Goslar meldet mehr Covid-19-Fälle

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist im Landkreis Goslar auf 31 gestiegen. Von den nachgewiesenen Fällen wurden bereits vier aus der Quarantäne entlassen. 27 mit dem Virus infizierte Menschen befinden sich nach Landkreis-Angaben weiterhin in häuslicher Isolation.

Darüber hinaus befinden sich 212 Kontaktpersonen in freiwilliger oder angeordneter Quarantäne.

Beim Großteil der Covid-19-Fälle handelt es sich weiterhin um Reiserückkehrer aus Österreich und deren Kontaktpersonen. Zwei bestätigte Fälle haben sich mutmaßlich bei einer Musicalveranstaltung in Braunschweig infiziert.

10.21 Uhr: VfL Wolfsburg trainiert – und erntet Kritik

Trotz der Entscheidung des DFL-Präsidiums, den Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga vorerst bis zum 30. April aussetzen zu wollen, trainiert der VfL Wolfsburg weiter. „Unabhängig von der verlängerten Aussetzung des Spielbetriebs wird unsere Mannschaft in dieser Woche wie gehabt weiter trainieren“, sagt Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke.

Die Wölfe hatten ihre Mannschaft zu Beginn der Woche wieder versammelt und trainieren seitdem in kleinen Gruppen unter strengen Hygienevorschriften im Kraftraum. Wie es in der kommenden Woche weitergeht, steht noch nicht fest.

Kritik kommt - wenig überraschend - aus dem Fanlager von Eintracht Braunschweig. Fast jeder Mensch halte sich an „Wir bleiben zu Hause“ – da frage man sich, „wie unbeliebt ein Verein eigentlich werden kann“, so die Löwenrunde.

9.57 Uhr: Braunschweig ist der Tank-Hotspot

Derzeit kannst du nirgends in Deutschland so preiswert tanken wie in Braunschweig. Auch in Salzgitter und Wolfsburg sind Benzin und Diesel momentan günstig zu haben. Auch das liegt an der Corona-Pandemie. >>Hier geht's zu den Spritpreisen!

6.50 Uhr: Mehr Busse und Bahnen in Braunschweig

In Braunschweig fahren Busse und Bahnen nach einem Sonderfahrplan. Alle Hauptlinien verkehren an jedem Wochentag durchgehend nur im 30-Minuten-Takt. Es gibt keinen Nachtverkehr von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag, teilt die BSVG mit. Ab Mittwoch, 25. März, will die BSVG aber vereinzelt zusätzliche Fahrzeuge einsetzen. Es hatte sich gezeigt, dass Busse und Bahnen auf einzelnen Linien recht voll sind und Fahrgäste in engem Kontakt zueinander sitzen und stehen. Etliche Fahrgäste hatten das kritisiert.

Dienstag, 24. März:

21.29 Uhr: Kreis Wolfenbüttel mit eindringlichem Appell

Der Landkreis Wolfenbüttel appelliert an alle Bürger, nur in haushaltsüblichen Mengen einzukaufen. „Die Hamsterer stopfen sich die Backen voll und diejenigen, die für uns da sind, da sie bis abends arbeiten, machen am Ende nur dicke Backen. Das können wir in der derzeitigen Situation nicht länger dulden", betont Bürgermeister Thomas Pink.

Deshalb appelliert der Landkreis außerdem an den Handel, Waren nur in haushaltsüblichen Mengen abzugeben. „Ich hoffe, dass das auf freiwilliger Basis funktioniert. Sollte das nicht der Fall sein, können wir entsprechende Regelungen treffen. Wenn alle sich vernünftig verhalten, ist das aber nicht nötig“, erklärt Landrätin Steinbrügge.

19.36 Uhr: Kita in Wolfenbüttel setzt Notfallbetreuung aus

Die Kita Varietá Wolfenbüttel wird laut Landkreis bis einschließlich 30. März keine Notfallbetreuung für Kinder anbieten können. Das Gesundheitsamt hat nach eigenen Angaben vorsorglich eine häusliche Quarantäne für das Personal und fünf Kinder angeordnet. Hintergrund: Eine Mitarbeiterin der Kita könnte sich mit dem Corona-Virus infiziert haben. Sie habe Kontakt zu zwei Infizierten gemacht.

Am 16. März hätte die Erzieherin typische Symptome bemerkt, sei danach nicht mehr in die Kita gekommen. Deshalb ende die Quarantäne am 30. März.

19.15 Uhr: Niedersachsen will Hilfspaket auf den Weg bringen

Der niedersächsische Landtag will bei einer eintägigen Sitzung am Mittwoch das 4,4 Milliarden Euro schwere Hilfspaket zur Bewältigung der Corona-Krise auf den Weg bringen. Nach einer Regierungserklärung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) steht die Verabschiedung eines Nachtragshaushalts im Mittelpunkt.

17.00 Uhr: Zweiter Todesfall in Wolfsburg

Wie die Stadt Wolfsburg auf imitteilt, ist eine zweite mit dem Corona-Virus infizierte Person verstorben. Nach Angaben des Sozialministeriums handelt es sich um eine über 80 Jahre alte Frau.

Derzeit gibt es in Wolfsburg 31 bestätigte Corona-Fälle.

16.11 Uhr: Salzgitter zieht Prognose zurück – Kritik wird lauter

Der Stahlkonzern Salzgitter zieht seine Prognose für das laufende Jahr zurück. Wegen der Corona-Auswirkungen lasse sich die Entwicklung derzeit nicht seriös prognostizieren, heißt es.

2019 war Salzgitter in die roten Zahlen gerutscht. Allerdings stand die Prognose bereits zu dem Zeitpunkt unter Vorbehalt wegen des Coronavirus.

Salzgitter sei bestrebt, den Geschäftsbetrieb soweit wie möglich fortzuführen, hieß es weiter. Der Konzern nutze sämtliche verfügbaren Instrumente, „um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie so weit wie möglich zu minimieren“. Gleichzeitig wächst die teils massive Kritik aus der Belegschaft an dem Vorgehen. Es brodelt regelrecht beim Stahlkocher! Der Konzern war aber für eine Stellungnahme bisher noch nicht bereit.

16.05 Uhr: VW will Belegschaft in Kurzarbeit schicken

Beschlossene Sache: VW will rund 80.000 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit schicken. >> Mehr Infos zu dieser Entscheidung findest du hier!

15.31 Uhr: Sieben Corona-Tote in Niedersachsen

Inzwischen sind sieben Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben. In der vergangenen Nacht starb ein erst 57-jähriger Corona-Patient im Emsland.

Er habe schwere Vorerkrankungen gehabt, hieß es vom Landkreis in Meppen.

14.46 Uhr: Anstieg der Covid-19-Fälle in Niedersachsen

Erneut hat es in Niedersachsen einen starken Anstieg der Corona-Patienten gegeben. Das Gesundheitsamt meldet aktuell 2.071 Fälle – und damit 292 mehr als am Vortag (Stand: 14 Uhr). Zuvor hatte es ein Plus von 193 Fällen gegeben.

Corona-Fälle in unserer Region:

  • Stadt Braunschweig: 57 Fälle (+2)
  • Landkreis Gifhorn: 38 Fälle (+3)
  • Landkreis Goslar: 24 Fälle (+2)
  • Landkreis Helmstedt: 23 Fälle (+5)
  • Landkreis Peine: 23 Fälle (+2)
  • Stadt Salzgitter: 27 Fälle (+2)
  • Stadt Wolfsburg: 29 Fälle (+2)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 11 Fälle (+5)

Bisher gab es einen Corona-Toten in unserer Region, ein Mann starb in Wolfsburg.

14.30 Uhr: Harz-Hotel bietet kostenlose Home-Office-Zimmer an

Viele von uns arbeiten derzeit aus dem Home Office. Wer sich wegen seiner Kinder oder WG-Mitbewohner nicht konzentrieren kann, kann sein Glück bei einem Hotel im Harz versuchen.

Das „Hearts“-Hotel in Braunlage bietet allen Arbeitnehmern in der Digitalbranche ein kostenloses Zimmer an – denn die sind derzeit ja alle leer. >> Hier geht's zum Home-Office-Hotel!

13.49 Uhr: Kommunen wollen Kita-Beitrag für April erstatten

Eltern in vielen niedersächsischen Städten und Kommunen müssen wahrscheinlich für April keinen Kita-Beitrag zahlen. So haben sich die Landeshauptstadt und die Bürgermeister in der Region Hannover auf eine Erstattung geeinigt, wie die „HAZ“ berichtet.

Demnach soll der gesamte Monat April erstattet werden, auch wenn die Kitas wie geplant am 20. April wieder öffnen. Auch Oberbürgermeister anderer großer Städte planen eine solche Regelung.

Nach der Überlegung der Bürgermeister soll so ausgeglichen werden, dass Eltern auch für März-Tage Beiträge zahlten, obwohl die Kitas geschlossen waren. Betroffen von der Regelung sind Eltern von Krippen- und Hortkinder. Kindergärten sind in Niedersachsen beitragsfrei.

Der Beschluss der Bürgermeister muss noch in jeder Stadt und Gemeinde umgesetzt werden. Wie schnell das möglich ist, war zunächst unklar.

13.21 Uhr: Corona-Attacke auf Gedenkstein

Im Beddinger Holz in Salzgitter-Thiede hat ein Unbekannter einen Gedenkstein der Schwedengräber besprüht. Auch ein Fahrrad-Rastplatz wurde Opfer der Attacke. Das Perfide daran: Er sprühte „Corona“-Schriftzüge. >> Welchen Fehler der Sprayer machte, kannst du hier lesen!

12.07 Uhr: Petition für in Not geratene Studierende

Um die kommenden drei Monate zu überstehen, fordert der AStA der TU Braunschweig 3.000 Euro Soforthilfe für alle Studierenden, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Notlagen geraten sind. Eine entsprechende Petition soll später dem Finanzminister sowie dem Bundestag überreicht werden.

Laut AStA-Vorstand Marc Jäger wolle man damit zeigen, dass der Staat jetzt nicht nur große Wirtschaftsunternehmen unterstützen muss: „Es geht hier um Einzelschicksale, die ohne eigenes Verschulden finanziell eine existenzielle Bedrohung erfahren. Da muss es ein klares Signal aus der Politik geben, dass diese Menschen nicht alleine stehen.“

11.31 Uhr: VW stoppt Produktion in Russland

VW will wegen Problemen bei den Lieferketten in der Corona-Krise nun auch die Produktion in Russland vorübergehend einstellen. Ab der kommenden Woche solle die Fertigung für zunächst zwei Wochen pausieren, heißt es aus der Konzernzentrale in Wolfsburg.

VW ist in den Werken Kaluga und Nischni Nowgorod auch auf Zulieferungen von Bauteilen etwa aus Westeuropa angewiesen. Die Versorgung von Händlern und Kunden sei derzeit aber sichergestellt, teilte das Unternehmen laut der russischen Agentur Tass mit.

In der vergangenen Woche hatte VW schon in allen deutschen und vielen europäischen Werken die Produktion ausgesetzt. In Chattanooga (USA) werden die Bänder für zunächst eine Woche angehalten. In Argentinien und Brasilien wird derzeit ebenfalls nicht mehr gearbeitet, in Mexiko soll ab dem 30. März pausiert werden. Auch Töchter wie Audi, Porsche und Skoda lassen - ebenso wie andere Autobauer - die Arbeit ruhen.

10.49 Uhr: Corona-Abfälle richtig entsorgen

Ein wichtiger Hinweis des Landkreises Gifhorn, der für uns alle gilt:

Eventuell mit dem Coronavirus belastete Abfälle, wie etwa Taschentücher und andere Abfälle, die von erkranken Personen oder bei der Pflege von kranken Personen erzeugt wurden, müssen in reißfesten, feuchtigkeitsbeständigen und dichten Behältnissen gesammelt und fest verschlossen in den „grauen“ Restabfallbehälter entsorgt werden.

Das können beispielsweise Plastiktüten oder Mülltüten sein. Keinesfalls solltest du diese Abfälle einfach lose oder offen in die Abfalltonne werfen!

10.35 Uhr: „Haltet durch“ - Spendenwelle fürs Klinikum Braunschweig

Das Klinikum Braunschweig erfährt eine ungeahnte Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft. Unbekannte haben am Standort Celler Straße Bettlaken gespannt mit der Aufschrift: „Haltet durch – Patienten, Pfleger, Ärzte“.

Unterdessen versorgt die Bäckerei Sander Klinikum-Mitarbeiter mit Backwaren und die Familie Mast (Jägermeister) spendet 50.000 Liter Alkohol, damit die Krankenhausapotheke Desinfektionsmittel selber herstellen kann.

„Die Produktion ist eine Premiere und der aktuellen Notlage geschuldet. Mit der eigenen Produktion stellen wir sicher, dass das Klinikum Braunschweig erst einmal mit Desinfektionsmittel versorgt ist“, sagte Geschäftsführer Andreas Goepfert. Die Klinik betonte, dass eine Abgabe des Mittels an Externe oder Privatpersonen nicht möglich sei.

Von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig kommen außerdem 500 FFP-2-Atemschutzmasken und Vodafone schenkt 250 Schoko-Osterhasen für die kleinen Patienten in der Kinderklinik, denen die angespannte Situation auch nicht entgeht.

„Die Telefone stehen kaum noch still, alle wollen irgendwie helfen“, sagt Michael Siano, Fundraiser des Klinikums. Und sei es nur symbolisch, wie die Schüler der Hans-Georg-Karg-Grundschule des CJD. Diese haben Blumen für die Mitarbeiter des Klinikums gebastelt.

09.50 Uhr: Lkw-Fahrer ist stocksauer auf Hamsterkäufer

Einem Lkw-Fahrer aus Helmstedt reicht es. Er lässt ordentlich Dampf ab, weil die Hamsterkäufe für ihn und seine Kollegen fatale Folgen haben. >> Welche das sind, erfährst du hier!

8.58 Uhr: Sicherheitskräfte bei Rossmann - Plädoyer für bessere Bezahlung

Bei der Drogeriekette Rossmann haben die Beschäftigten nach wie vor alle Hände voll zu tun. In der ganzen Branche würden die Mitarbeiter „unermüdlich anpacken“. Aber sie seien auch „Ängsten der Kunden ausgesetzt, was vereinzelt zu Überreaktionen führt“, hieß es.

Nach wie vor gibt es Berichte über Hamsterkäufe. Manche Händler erheben inzwischen Zusatzbeträge etwa auf mehrere Packungen Toilettenpapier. Rossmann erklärte: „In einigen Filialen haben wir bereits vermehrt Sicherheitskräfte im Einsatz. Diese unterstützen sowohl bei der Steuerung des Zutritts sowie der Vermeidung von Warteschlagen als auch beim Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen.“

Von den Standorten gebe es jedoch auch „viel positives Feedback“ zum Verhalten der Kunden. Aus Gewerkschaften kommen Forderungen, Beschäftigte der Branche, aber auch andere in der Corona-Krise wichtige Berufe besser zu bezahlen. Nötig sei eine gesellschaftliche Debatte über den Wert von Arbeit.

06.23 Uhr: Tierheime leiden unter Situation

Auch Tierheime sind stark betroffen von der Corona-Krise und müssen ihren Publikumsverkehr einstellen. Das Heim in Wolfsburg beispielsweise ist bereits geschlossen. Durch die Schließung sollen die Mitarbeiter vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt werden; gleichzeitig werde so die Pflege der Tiere gesichert.

Die Tierheime bereiten sich zudem auf eine höhere Aufnahme von Tieren vor, auch wenn die Zahl der abgegebenen Tiere bislang nicht gestiegen ist. Besitzer von Haustieren fragten bereits öfter nach, ob sie von ihren Schützlingen angesteckt werden können oder ob diese selbst durch den Coronavirus gefährdet seien. Das geht, wie ein aktueller Fall zeigt.

Hier kannst du alles lesen, was vor dem 23. März geschah!