Niedersachsen 

Coronavirus Niedersachsen: Leichenlagerung in Eishalle in Wolfsburg? Das sagt die Stadt zum Gerücht ++ Pistorius kündigt mehr Polizeikontrollen an

Kontaktverbot: Was bedeutet das?

Kontaktverbot: was darf ich, was nicht.

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  • Das Coronavirus breitet sich in Niedersachsen weiter aus
  • Alle aktuellen Entwicklungen erfährst du hier im Newsblog

Niedersachsen. Das Coronavirus hat Niedersachsen fest im Griff!

Es gibt inzwischen zahlreiche Todesfälle. Auch die Zahl der Infektionen steigt nach wie vor täglich – und immer mehr Maßnahmen schränken unseren Alltag massiv ein. Auch die Wirtschaft und die Sportwelt sind stark betroffen.

Wir halten dich in unserem Newsblog über die aktuellen Entwicklungen in Niedersachsen und in der News38-Region auf dem Laufenden.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

>> Coronavirus hat Niedersachsen im Griff: Was hat offen, was ist zu?

>> Wie ist die Lage bei Eintracht Braunschweig? Das erfährst du HIER!

>> Wie entwickelt sich die Situation weltweit und in Deutschland? Den aktuellsten Stand erhältst du HIER!

>> Dieses simple Haushaltsmittel ist fast so gut wie Desinfektionsmittel

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Coronavirus in Niedersachsen: Hier alle aktuellen Entwicklungen

+++ Hier den Newsblog aktualisieren +++

Mittwoch, 8. April

21.44 Uhr: VW will Produktion in den Werken wieder hochfahren

Stillstand in zahlreichen VW Werken in Deutschland und Europa! Doch das könnte bald ein Ende haben. Stück für Stück will der Konzern die Produktion in den Werken wieder hochfahren.

Schon am Dienstag nach Ostern soll es in Teilen losgehen. Um am Ende wieder in der Normalproduktion anzukommen, hat VW einen Plan vorgelegt. >> Mehr dazu liest du hier!

21.11 Uhr: Werden die Sommerferien verlegt?

Wegen möglicher massiver Corona-Beschränkungen bis in den Sommer hinein hält der Tourismusverband Niedersachsen eine Verschiebung der Sommerferien nach hinten für denkbar. „Für diese Ausnahmesituation und für den Fall könnte das eine Lösung sein", sagte der Vorsitzende Sven Ambrosy.

19.47 Uhr: Polizeichef lobt umsichtiges Verhalten

Auch Polizeipräsident Michael Pientka ist mit dem Verhalten der Menschen in unserer Region zufrieden.

In der gesamten letzten Woche hätten die Inspektionen nur rund 660 Ordnungswidrigkeiten und Straftaten im Zusammenhang mit den derzeitigen Beschränkungen dokumentiert. „Bei über einer Million Menschen, die in unserer Region zwischen Harz und Heide leben, ist dies doch ein sehr kleiner Wert. Mit dieser gezeigten Disziplin, leisten Sie alle einen ganz wichtigen Beitrag, um die Verbreitung des Corona-Virus zu hemmen und unser Gesundheitssystem zu entlasten“, so Pientka.

Wir alle sollten dieses disziplinierte Verhalten auch über die Ostertage akzeptieren. Die Polizei werde auch an den kommenden Feiertagen sehr präsent sein und die Einhaltung der bestehenden Auflagen überwachen.

19.00 Uhr: Anzeigen gegen VfL Wolfsburg und Hannover 96

Gegen den VfL Wolfsburg und Hannover 96 laufen offenbar Ermittlungsverfahren. Laut „Kicker“ sind bei den zuständigen Staatsanwaltschaften anonyme Strafanzeigen eingegangen.

Der Vorwurf: Die Vereine hätten jeweils gegen die Anordnungen nach der Niedersächsischen Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte der Corona-Pandemie verstoßen. Der VfL Wolfsburg trainiert seit dem 23. März wieder, Hannover seit Montag.

Weder die Wölfe noch die 96er wollen offiziell etwas von den Anzeigen wissen. Beide Vereine betonten, sich strikt an die Regeln zu halten. >> Eintracht Braunschweig: Neustart nach Corona-Pause – das ist der Plan!

18.04 Uhr: Corona-Appelle zu Ostern

Uns erreichen mehrere Appelle und Bitten. Dabei geht es um Ostern – und darum, wie wir uns verhalten sollten.

  • „Sehr zurückhaltend müssen wir alle in diesem Jahr mit dem Osterbesuch bei Verwandten oder Freunden sein. Wir müssen ihn auf ganz wenige, nahestehende Menschen beschränken, dabei die Mindestabstände einhalten und sollten im Zweifel unsere Ostergrüße lieber übers Telefon oder die anderen elektronischen Kommunikationsmittel ausrichten. Ganz wichtig ist es, die besondere Risikogruppe der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger keiner Infektionsgefahr auszusetzen." (Thorsten Kornblum, Ordnungsdezernent der Stadt Braunschweig)
  • „Wenn Sie sich an den freien Tagen mit Verwandten und Bekannten treffen wollen, halten Sie bitte den Mindestabstand ein. Personen aus Risikogruppen sollten sich besser nicht besuchen. Weiterhin sind keine privaten Feiern erlaubt. Auch wenn Sie mit dem Motorrad einen Ausflug planen, machen Sie das bitte allein. Den gewohnten Ostergottesdienst wird es in diesem Jahr nicht geben. Dennoch spricht nichts gegen einen Besuch der Kirche, sofern Sie dort allein hingehen. Viele bedauern es sicherlich auch, dass die Osterfeuer im Landkreis Gifhorn abgesagt wurden. Diese Brauchtumsfeuer können leider nicht stattfinden, da sich maximal zwei Personen gleichzeitig treffen dürfen. Ihre Freunde, die Sie sonst am Osterfeuer getroffen hätten, freuen sich aber sicherlich über einen Anruf, einen Videochat oder einen freundlichen Gruß über den Gartenzaun.“ (Andreas Ebel, Landrat Gifhorn)
  • „Wir werden als Polizei in den Kirchen keine Kontrollen durchführen oder polizeiliche Maßnahmen treffen. Sofern erforderlich werden die jeweiligen Verantwortlichen gebeten, die Einhaltung der auch in den Kirchen gebotenen Abstandsregeln zu gewährleisten. Auch die gewohnten Ostermärsche wird es in diesem Jahr nicht geben. Dies alles, damit wir schnellst möglich wieder zur Normalität zurückkehren können. Nach den weit überwiegend guten Erfahrungen am vergangenen Wochenende bin ich zuversichtlich, dass die Bürgerinnen und Bürger mit den aktuellen Lockerungen im privaten Bereich verantwortungsbewusst umgehen werden und beim Aufenthalt im Freien das Lagerungsverbot auf den öffentlichen Grünflächen der Stadt weiterhin beachtet wird.“ (Axel Werner, Leiter der Polizeiinspektion Braunschweig)

17.25 Uhr: Forscher schätzen Dunkelziffer schon 460.000 Corona-Fälle!

Nach Berechnung von Forschern der Uni Göttingen hatten sich in Deutschland unter Berücksichtigung einer hohen Dunkelziffer bereits bis Ende März mehr als 460.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Bislang seien schätzungsweise 15,6 Prozent der Infektionen in Deutschland festgestellt worden, errechneten zwei Entwicklungsökonomen aus Göttingen.

Um die Qualität der offiziellen Fallaufzeichnungen zu prüfen, nutzten die Forscher unter anderem Daten aus einer Studie zur Mortalität von Covid-19 und zum Zeitraum bis zum Tod von Betroffenen. Auf dieser Grundlage gehen die Ökonomen davon aus, dass die Zahl der Infektionen womöglich in allen betroffenen Ländern deutlich höher liegt, als bislang angenommen.

Sie vermuten, dass weltweit bislang im Durchschnitt nur etwa sechs Prozent aller Infektionen nachgewiesen wurden. Nach ihren Berechnungen könnte die tatsächliche Zahl der Infizierten weltweit bereits mehrere zehn Millionen erreicht haben.

COVID-19: In Deutschland werden nur 15 Prozent der SARS-Cov-2-Infektionen erkannt

Unzureichende und verzögerte Tests könnten erklären, warum einige europäische Länder wie Italien und Spanien viel höhere Opferzahlen im Vergleich zu den gemeldeten bestätigten Fällen aufweisen als Deutschland.

Während Deutschland eine Entdeckungsrate von schätzungsweise 15,6 Prozent habe, liege sie in Italien bei 3,5 Prozent oder 1,7 Prozent in Spanien. Noch niedriger seien sie in den USA mit 1,6 Prozent und Großbritannien mit 1,2 Prozent. Im Gegensatz dazu habe Südkorea fast die Hälfte aller seiner Infektionen entdeckt.

17.02 Uhr: Wertstoffhöfe öffnen nach Ostern teilweise wieder

Nach Ostern wollen mehrere Wertstoffhöfe in Niedersachsen wieder für Privatanlieferer öffnen. Unter anderem das Abfallentsorgungszentrum sowie der Wertstoffhof in Braunschweig.

In Absprache mit der Stadt würden die Corona-Maßnahmen dementsprechend gelockert, teilt Alba Braunschweig mit. Man wolle den Braunschweigern trotz der aktuellen Situation so viel Service wie möglich bieten“, so Alba-Chef Matthias Fricke.

Wertstoffhöfe

„Zugleich bitten wir darum, nur mit maximal zwei Personen pro Fahrzeug zu unseren Wertstoffhöfen zu kommen. Außerdem wäre es gut, wenn sich der Zulauf nicht ausschließlich auf den ersten Tag nach Wiedereröffnung konzentrieren würde“, so Fricke.

Für gewerbliche Kunden waren die Höfe auch zuvor offen.

16.30 Uhr: Neuer Todesfall in Wolfsburg

Eine weitere, 90-jährige Bewohnerin des Hanns-Lilje-Heims in Wolfsburg ist im Zusammenhang mit dem Corona-Virus verstorben. Damit liegt die Gesamtzahl der Verstorbenen in Wolfsburg bei 33. Zuvor hatten schon Braunschweig und Gifhorn Todesfälle gemeldet.

228 Menschen seien mit dem Coronavirus infiziert – vier mehr als am Vortag.

16.21 Uhr: AWO Braunschweig blickt besorgt nach Griechenland

Der AWO-Bezirksverband Braunschweig will notleidende Flüchtlingskinder aus Griechenland aufnehmen.

„Wir müssen nicht zusehen, wie Tausende Kinder in Elendslagern gefährdet werden. Aufnahmekapazitäten sind vorhanden, auch wenn die Corona-Pandemie die Aufnahme erschwert“, heißt es. „In unseren Jugendhilfestandorten in Braunschweig und den Landkreisen Wolfenbüttel und Goslar können wir Kindern und Jugendlichen eine Zukunft in Sicherheit und Frieden bieten.“

Die Bundesregierung hatte beschlossen, zunächst 50 Kinder in Deutschland aufzunehmen. Sie sollen zunächst nach Niedersachsen kommen.

16.02 Uhr: Erste Corona-Tote in Gifhorn

Der Landkreis Gifhorn meldet die erste Person, die an dem Coronavirus Sars-CoV-2 verstorben ist. Die Frau war war Patientin im Helios Klinikum, sie starb am Dienstag.

„Leider müssen wir so kurz vor Ostern die erste traurige Mitteilung machen, dass eine Person, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, gestorben ist. Mein Mitgefühl gilt vor allem den Angehörigen“, so Landrat Andreas Ebel.

Der erste Todesfall mache deutlich, welche Auswirkungen das Virus haben kann. In diesem Zusammenhang appelliert Ebel an alle Gifhorner: „Deswegen ist es auch während der Ostertage umso wichtiger, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger an die geltenden Regeln halten und so weit wie möglich auf soziale Kontakte verzichten.“

15.19 Uhr: Niedersachsen legt Bußgeldkatalog für Corona-Verstöße vor

Niedersachsen legt nach. Jetzt gibt es auch bei uns einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen:

  • Wer sich nicht an den Mindestabstand von 1,5 Metern im Freien hält, soll 150 Euro zahlen.
  • Bei unzulässigen Treffen von mehr als zwei Menschen sind 200 bis 400 Euro pro Person fällig.
  • Restaurantinhaber, die entgegen der Regeln öffnen, müssen 4.000 bis 10.000 Euro zahlen. Wer sich dort zum Essen oder Trinken hinsetzt, riskiert ein Bußgeld von 150 Euro.

Wie der Leiter des Krisenstabs der Landesregierung, Heiger Scholz, sagte, bewegen sich die Bußgelder im Rahmen dessen, was auch andere norddeutsche Bundesländer und Nordrhein-Westfalen für Verstöße vorsehen. Der Bußgeldkatalog solle den Ordnungsbehörden vor Ort als Orientierung beim Festsetzen einer Strafe dienen.

Scholz betonte, das gravierende Verstöße auch als Straftaten verfolgt werden können. Wer sich etwa nicht an Quarantäne-Auflagen des Gesundheitsamtes halte, begehe eine Straftat, wofür eine Geldstrafe oder auch Haft drohe. Auch wer absichtlich mehrfach gegen die Regeln verstoße, müsse mit einem drastisch erhöhten Bußgeld rechnen, warnte Scholz.

Kritik kommt von der FDP: „Wichtiger als ein Bußgeldkatalog wäre, dass die Landesregierung ihre Kriterien, Maßstäbe und Bewertungsgrundlagen erklärt. Erst dann sind die einzelnen Verbote auch nachvollziehbar“, so Fraktionsvorsitzender Stefan Birkner.

14.17 Uhr: Neue Zahlen für Niedersachsen gemeldet

Das Land Niedersachsen meldet inzwischen 6.845 bestätigte Covid-19-Fälle. Im Vergleich zum Vortag gab es 401 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen in Norddeutschland auf mehr als 13.000.

139 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben. Einen neuen Todesfall gab es in Braunschweig. In Wolfsburg sind schon 32 Corona-Tote zu beklagen.

Corona-Fälle in der Region (Vortag/Todesopfer):

  • Stadt Braunschweig: 240 (+9/6)
  • Landkreis Celle: 113 (+2/7)
  • Landkreis Gifhorn: 101 (+4/0)
  • Landkreis Goslar: 90 (+1/3)
  • Region Hannover: 1.256 (+108/17)
  • Landkreis Helmstedt: 82 (+1/0)
  • Landkreis Hildesheim: 210 (+7/1)
  • Landkreis Peine: 117 (7/4)
  • Stadt Salzgitter: 84 (+13/1)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 85 (+5/0)
  • Stadt Wolfsburg: 225 (0/32)

Als genesen gelten in Niedersachsen 2.222 Menschen. Das sind 32,5 Prozent in Bezug auf die bisherige Gesamtfallzahl.

14.00 Uhr: Verfassungsschutz warnt vor Corona-Verschwörungstheorien

Der niedersächsische Verfassungsschutz warnt vor Verschwörungstheorien angesichts der Corona-Krise. Die Behörde registriere immer mehr Menschen, die solche mit Bezug auf das Coronavirus entwickeln und über das Internet verbreiteten würden, sagte Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut am Mittwoch in Hannover.

Im Internet würden zudem Rechtsextremisten eine Anti-EU-Propaganda verbreiten. „Wir sind wachsam, seien Sie es auch. Glauben Sie nicht alles, was im Internet verbreitet wird", rät Witthaut.

13.42 Uhr: Groß- und Außenhandel in Norddeutschland in großer Sorge

Wie eine Umfrage des Branchenverbandes AGA ergab, könnte der norddeutsche Groß- und Außenhandel vor einem beispiellosen Einbruch stehen. Bis zum 30. September 2020 erwarten 80 Prozent der Unternehmen einen Umsatzrückgang, nur drei Prozent rechnen mit steigenden Umsätzen. 79 Prozent prognostizieren sinkende Gewinne, lediglich zwei Prozent der Betriebe gehen von höheren Gewinnen aus.

12.26 Uhr: Mitarbeiter im Krankenhaus müssen Mundschutz tragen

Das Gesundheitsamt Göttingen verstärkt den Schutz von Patienten in Krankenhäusern, Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen! Ab Mittwoch, 8. April, müssen die Mitarbeiter immer dann einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie mit anderen Beschäftigten oder Patienten bzw. Bewohnern Kontakt haben.

Zudem empfiehlt das Gesundheitsamt, dass auch alle Patienten, Bewohner, zu betreuenden Personen und zugelassene Besucher (z.B. Ärzte) einen Mund-Nasen-Schutz tragen sollten. Die Regelung gilt zunächst bis zum 18. April.

11.35 Uhr: Tanzfestival muss ausfallen

Mit dem Tanzfestival Movimentos fällt eine weitere Kulturveranstaltung in Niedersachsen der Corona-Krise zum Opfer. Aufgrund der Gesundheitsrisiken könne das für Juni geplante Event nicht stattfinden, meldete die Autostadt in Wolfsburg.

11.09 Uhr: 1,8 Milliarden Euro für TUI

Der Weg für einen staatlichen Milliardenkredit für den angeschlagenen Reisekonzern TUI aus Hannover ist frei: Das Unternehmen unterschrieb offenbar jetzt einen Vertrag für einen Überbrückungskredit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro mit der staatlichen Förderbank KfW. Wegen der weltweiten Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie hatte TUI große Einbußen erlebt.

9.24 Uhr: Datenschutzbeauftragte kritisiert Gesundheitsämter scharf

Trotz wiederholter deutlicher Kritik der Landesbeauftragten für den Datenschutz Niedersachsen, Barbara Thiel, hält das niedersächsische Gesundheitsministerium an einem Erlass fest, mit dem die Gesundheitsämter angewiesen werden, Daten von Corona-Patienten und deren Kontaktpersonen an die Polizei zu übermitteln.

Thiel sagt, man habe das Gesundheitsministerium mehrmals dringend aufgefordert, den Erlass zurückzunehmen, da es keine Rechtsgrundlage für die pauschale Übermittlung dieser sensiblen Gesundheitsdaten gäbe.

Die Gesundheitsämter berufen sich auf das Infektionsschutzgesetz und das Niedersächsische Polizei- und Ordnungsbehördengesetz, da ja keine Befunde, sondern nur die Anschriften der unter Quarantäne stehenden Personen übermittelt würden. Zudem hält es den Tatbestand des Notstands für erfüllt.

8.42 Uhr: Bei Airbus in Stade stehen die Maschinen still

Sowohl im US-Werk als auch in Bremen und im niedersächsischen Stade schließt Airbus vorerst den Betrieb. In Stade soll bis Samstag die Produktion ruhen. Betroffen sind rund 2000 Mitarbeiter.

Grund für die Stilllegung sei, dass derzeit viele Bauteile nicht angeliefert werden können. Ob in Stade Kurzarbeit geplant sei, gab Airbus noch nicht bekannt. Auch, wie es im Hamburger Werk weitergeht, sei noch offen.

8.02 Uhr: Flüchtlingskinder sollen schon nächste Woche kommen

Niedersachsen hatte angeboten, 50 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus den überfüllten Lagern in Griechenland aufzunehmen, wo sie unter furchtbaren Bedingungen untergebracht sind.

Wie jetzt bekannt wurde, sollen die Kinder und Jugendlichen schon kommende Woche nach Niedersachsen gebracht werden und hier vorerst 14 Tage in Quarantäne verbringen.

7.10 Uhr: Hannovers Bürgermeister hat Coronavirus überstanden

Belit Onay (Grüne), Oberbürgermeister von Hannover, war Ende März positiv auf das Coronavirus getestet worden. Jetzt hat er die Krankheit erfolgreich auskuriert und auch die notwendige Quarantänezeit überstanden.

Ab heute darf er wieder in sein Büro kommen - entschied sich aber selbst, wie viele andere Niedersachsen auch, vorsorglich bis nach Ostern aus dem Homeoffice zu arbeiten.

Dienstag, 7. April

22.36 Uhr: Keine Gottesdienste in Kirchen – jetzt kommt die Ausnahme

Gottesdienste in Kirchen sind derzeit wegen der Corona-Epidemie verboten – doch zum stillen Gebet dürfen Gotteshäuser in Niedersachsen an Karfreitag und Ostern öffnen. Dies habe der Krisenstab des Landes der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen mitgeteilt. Einzelnen Gläubigen könne das stille Gebet in einer Kirche ermöglicht werden, wenn die vorgegebenen Abstandsregeln eingehalten werden.

22.20 Uhr: Carsten Maschmeyer mit Corona-Appell

Unternehmer Carsten Maschmeyer hat sich nach seiner Erkrankung zurückgemeldet. Und dabei wichtige Worte über die Corona-Krise an seine Fans gerichtet. Was er gesagt hat und wieso seine Worte zu denken geben sollten, liest du hier >>>.

21.45 Uhr: Corona-Quarantäne für 50 minderjährige Flüchtlinge

Deutschland will in den kommenden Wochen 50 unbegleitete Minderjährige aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufnehmen. Die Landesregierung Niedersachsens habe zugesagt, dass die Flüchtlinge ihre zweiwöchige Corona-Quarantäne in Niedersachsen verbringen könnten. Anschließen sollen sie auf mehrere Bundesländer verteilt werden.

21.20 Uhr: Sozialministerium korrigiert aktuelle Zahlen

Das niedersächsische Sozialministerium hat die Corona-Zahlen am Abend korrigiert. Die Zahl der Infizierten stieg am Dienstag um 226 auf 6444, die der als gesundet eingestuften Menschen von 1727 um 220 auf 1947. Die Zahl der an der Krankheit gestorbenen Menschen stieg auf 124 nach 108 am Vortag.

Die Zahl der aktiv mit dem Virus infizierten Menschen lag damit unter dem Strich bei 4370 – nach 4383 am Vortag.

21.17 Uhr: LKA warnt vor dreisten Betrugsmaschen

Das Coronavirus lockt auf Betrüger aus ihren Verstecken und verleitet sie dazu, auf neue Maschen zu setzen. Das LKA Niedersachsen warnt jetzt eindringlich vor eben diesen. Woran du erkennst, dass jemand dich übers Ohr hauen will, liest du hier >>>.

20.26 Uhr: Erster Todesfall in Helmstedt

Der Landkreis Helmstedt hat seinen ersten Corona-Toten zu verzeichnen: Ein 74-Jähriger aus dem Landkreis Helmstedt ist in der Helios Klinik in Helmstedt an den Folgen der Lungenkrankheit Covid 19 verstorben.

Laut Landkreis hatte sich der 74-Jährige am Wochenende selbst mit Beschwerden ins Helios Klinikum begeben. Nach derzeitigen Informationen wurde er positiv auf das Corona-Virus getestet und intensivmedizinisch versorgt und beatmet.

19.31 Uhr: 124 Menschen in Niedersachsen an Coronavirus gestorben

Es gibt derzeit 6444 laborbestätigte Covid-19-Fälle in Niedersachsen.

124 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind bereits verstorben.

19.03 Uhr: Vier weitere Infektionen in Braunschweiger Pflegeheim

In einem Braunschweiger Alten- und Pflegeheim, in dem es bereits zu mehreren Fällen von Corona-Infektionen gekommen war, sind heute vier weitere Infektionen bestätigt worden.

Derzeit sind damit insgesamt zwölf Bewohnerinnen und Bewohner erkrankt, berichtet die Stadt Braunschweig. Auch sechs Mitarbeiter sind an COVID-19 erkrankt.

18.21 Uhr: Kritik an Corona-Verboten – „total unverständlich“

Einige Waschanlagen-Betreiber in Niedersachsen können die Verbote während der Corona-Krise nicht nachvollziehen und kritisieren: Die Maßnahme seien „total unverständlich und überzogen“. Schon morgen soll die neue Verordnung bestimmen, wie es mit den Waschanlagen weitergehen soll. Mehr dazu >>>hier!

17 Uhr: Niedersachsen überarbeitet Virus-Verordnung

Am morgigen Mittwoch tritt in Niedersachsen eine überarbeitete Version der Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte in Kraft. Demnach sind sind Kontakte zu einer anderen Person außerhalb der eigenen Wohnung immer noch erlaubt, solange dabei ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten wird.

Gesundheitsministerin Carola Reimann appelliert jedoch erneut an die Bürger, Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

16.10 Uhr: Hamsterkäufe vor Ostern – das sagt Lidl

Zahlreiche Supermärkte appellieren gerade in diesen Tagen, auf Großeinkäufe an den Osterfeiertagen zu verzichten. Viel mehr sollten Kunden bereits die jetzige Zeit nutzen, um Ostereinkäufe zu tätigen. Ein Mann aus Wolfsburg hat das auch getan. Doch über sein Einkaufserlebnis bei Lidl ist er entsetzt. Die ganze Geschichte liest du hier >>>>>.

15.12 Uhr: Müllabfuhr kommt trotz Corona-Krise

Viele Anwohner sorgen sich um überquellende Mülleimer und Container während der Corona-Krise. Die Alba-GmbH gibt aber Entwarnung: Tonnen und Container sollen planmäßig geleert werden. Nur über Ostern kann es zu kleinen Änderungen kommen. Mehr dazu >>>hier.

13.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Es bleibt dabei: Die Corona-Kurve geht auch in Niedersachsen nach wie vor nach oben – aber sie flacht weiter ab.

Aktuellen Angaben der Landesregierung zufolge gibt es 6.359 Covid-19-Fälle in unserem Bundesland (Stand 13.30 Uhr). Das sind 141 mehr als am Vortag. Am Montag lag das Plus noch bei 209, am Sonntag bei 245, am Samstag sogar bei 309.

In der Region Hannover und in Salzgitter sank die Zahl der Infizierten erstmals. Allerdings meldet die Landesregierung wie gestern schon viele neue Todesfälle.

122 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben. Das sind 14 mehr als am Vortag. Drei der Verstorbenen kommen aus dem Kreis Peine, zwei aus Wolfsburg.

Corona-Fälle in der Region (Vortag/Todesopfer):

  • Stadt Braunschweig: 230 (+3/5)
  • Landkreis Celle: 111 (+4/5)
  • Landkreis Gifhorn: 97 (+3/0)
  • Landkreis Goslar: 87 (0/3)
  • Region Hannover: 1.145 (-45/12)
  • Landkreis Helmstedt: 81 (0/0)
  • Landkreis Hildesheim: 203 (+9/1)
  • Landkreis Peine: 110 (0/4*)
  • Stadt Salzgitter: 7 (-1/1)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 78 (+16/0)
  • Stadt Wolfsburg: 222 (+1/30)

Als genesen gelten in Niedersachsen 1.948 Menschen. Das sind 30,6 Prozent in Bezug auf die bisherige Gesamtfallzahl.

*der neueste Todesfall aus Peine ist noch nicht Teil der Statistik

13.49 Uhr: Jetzt 84 Erkrankte im Landkreis Goslar

Neue Zahlen aus dem Landkreis Goslar: Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle ist aktuell auf 84 angestiegen. Die Zahl der Todesfälle bleibt unverändert bei drei. 15 Personen mit bestätigter Infektion gelten als geheilt.

Ferner hat das Krankenhaus Goslar zwei Patienten aus den Niederlanden im Rahmen humanitärer Hilfe aufgenommen.

13.32 Uhr: 101-Jährige schleicht sich aus Seniorenheim – deshalb

In Braunschweig verließ eine 101-jährige Bewohnerin ihr Seniorenheim heimlich durch den Notausgang – um ihrer in der Nähe lebenden Tochter zum Geburtstag zu gratulieren! So verständlich dieser Wunsch ist, so gefährlich war der "Ausbruchsversuch" in Zeiten von Corona für Mutter und Tochter.

Die Polizei griff die Dame auf und ermöglichte ihr eine Gratulation – allerdings auf Distanz. Die ganze Geschichte kannst du hier lesen!

12.17 Uhr: Neuer Todesfall in Peine

Im Landkreis Peine gab es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es handelt sich dabei um einen 85-Jährigen, der positiv auf den Virus getestet worden war.

Aktuell sind im Landkreis Peine insgesamt 110 Fälle des Coronavirus bestätigt. 69 Patienten sind aktuell erkrankt, 36 gelten als genesen. Fünf Menschen starben.

11.56 Uhr: 236 Straftaten, 2230 Ordnungswidrigkeiten

Die Polizei in Niedersachsen hat in den ersten zwei Wochen seit Beginn der Kontaktsperre 236 Verstöße aufgedeckt. Diese gelten als Straftaten nach dem Infektionsschutzgesetz. Dazu zählen unter anderem das Öffnen von Geschäften und Bars oder die Missachtung einer vom Gesundheitsamt angeordneten häuslichen Quarantäne.

Neben diesen Straftaten zählte die Polizei in den zwei Wochen bis Sonntagabend auch 2230 Ordnungswidrigkeiten. Das Land Niedersachsen arbeitet derzeit an einem Bußgeldkatalog, an dem sich die Kommunen bei der Höhe der Bußgelder orientieren sollen.

11.11 Uhr: Stadt Wolfsburg dementiert Eishallen-Gerüchte

In Wolfsburg machen Gerüchte die Runde, dass Corona-Tote in der Eis-Arena gelagert würden. Dem widerspricht die Stadt auf Nachfrage: „An den Krisenstab der Stadt Wolfsburg ist aktuell keine Meldung seitens der ortsansässigen Bestatter über fehlende Kühlkapazitäten für Tote herangetragen worden“, heißt es.

In Madrid waren tatsächlich Verstorbene in eine Eishalle gebracht worden. Vermutlich kommen daher die entsprechenden Gerüchte.

10.21 Uhr: Oldenburg zeigt Altenheim-Betreiber an

Nach mindestens zwei Corona-Todesfällen in einem Seniorenheim in Wildeshausen hat der Landkreis Oldenburg Strafanzeige gegen die Betreiber gestellt, wie der Sender NDR 1 Niedersachsen berichtet. Das Heim soll grob gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen haben.

9.15 Uhr: Grüne drängen auf mehr Schutz vor häuslicher Gewalt

Angesichts des drohenden Anstiegs von häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen fordern die Grünen die Landesregierung auf, zu handeln. Dazu sei vor allem finanzielle Hilfe nötig, um Unterkünfte für Gewaltopfer zu schaffen.

„Das Land muss Geld bereitstellen, um Kommunen bei der Anmietung beispielsweise von Ferienwohnungen und Hotelzimmern zu unterstützen", sagte Imke Byl, frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag. Die Erfahrungen anderer Staaten zeigten bereits, dass häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder mit den Ausgangsbeschränkungen deutlich ansteige. Da die Kommunen wegen der Corona-Krise in finanziellen Nöten seien, sei nun die Landesregierung gefordert.

7.59 Uhr: Weitere Polizeikontrollen über Ostern

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat angekündigt, die Polizei auch in den kommenden Tagen und an Ostern vermehrt Streife gehen und Menschen kontrollieren zu lassen.

Die Beamten sollen die Einhaltung der Corona-Regeln durchsetzen. Am vergangenen Wochenende waren zahlreiche Ordnungswidrigkeiten festgestellt worden

6.24 Uhr: Zahlreiche Fälle in Wohnheim in Querum

In einem Wohn- und Pflegeheim der Awo in Querum sind derzeit sieben Bewohner infiziert. Am Freitag war dort der Tod eines an Corona erkrankten Mannes bekannt geworden. Die Betroffenen werden in ihren Zimmern isoliert. Außerdem wurde das Virus bei sechs Mitarbeitern nachgewiesen.

Alten- und Pflegeeinrichtungen sind verpflichtet, sofort das Gesundheitsamt zu informieren, wenn Bewohner Corona-Symptome zeigen, um schnell Tests auf Covid-19 zu veranlassen.

Montag, 6. April

22.26 Uhr: Corona-Infizierte halten sich nicht an Quarantäne

Als Nachbarn in einem Mehrfamilienhaus in Celle in den Hausflur schauten, trauten sie ihren Augen kaum. Dort war nämlich eine nach Angaben der Polizei eine Familie unterwegs, die eigentlich in Quarantäne sein müsste. Mehr dazu liest du hier >>>>.

21 Uhr: Keine Lockerung der Maßnahmen in Sicht

Obwohl die Zahl der Corona-Infizierten in Niedersachsen inzwischen langsamer steigt, rechnet der Krisenstab nicht mit schnellen Lockerungen der Maßnahmen.

Bei den Restriktionen gehe es nach wie vor darum, dass nicht mehr Menschen eine Intensivbehandlung benötigten, als in den Kliniken Betten frei seien, betonte der Leiter des Krisenstabs der Landesregierung, Heiger Scholz. „Ich glaube dass es vor weitgehenden Lockerungen sinnvoll wäre, das Infektionsgeschehen um Ostern zu beobachten.“

19.56 Uhr: Tafel in Braunschweig öffnet wieder – Eintracht spendet 100 Masken

Am morgigen Dienstag, 7. April, nimmt die Braunschweiger Tafel nach einer dreiwöchigen Corona-Zwangspause ihre Arbeit wieder auf. Jeweils dienstags und donnerstags zwischen 13 und 17 Uhr können sich Bedürftige in der Mensa II, Beethovenstrasse 11, mit Essenspaketen versorgen.

Im Rahmen des Projekts „Eintracht näht“ hat der Verein der Tafel bereits rund 100 Masken zur Verfügung gestellt.

Die Braunschweiger Verkehrs GmbH unterstützt die Menschen, die zur Tafel wollen ebenfalls und bietet kostenlosen Transport an: Die Berechtigungskarte für die Tafel gilt als Fahrschein.

Das Projekt „Eintracht näht“ will den Bediensteten der Stadtverwaltung Braunschweig insgesamt 4.000 Masken bereitstellen. Wenn du mithelfen willst, kannst du entweder von Montag bis Freitag zwischen 10 und 14 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr bei der Hotline unter 0531-2323043 anrufen oder eine Email an eintrachtbraunschweignaeht@gmx.de schicken.

17.49 Uhr: 13.000 Masken für Braunschweig

Der Krisenstab „Corona“ hat das Land um Unterstützung gebeten und heute unter anderem eine Lieferung von 13.000 FFP-2-Masken erhalten, die vor allem für die Braunschweiger Kliniken und Pflegeheime gedacht sind. Außerdem wurden Schutzkittel und Handschuhe geliefert. Aktuell werden die ersten Masken an ein Alten- und Pflegeheim ausgeliefert.

16.28 Uhr: Weitere Todesfälle in Wolfsburger Pflegeheim

In Wolfsburg hat es zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Dabei handelt es sich um zwei Männer im Alter von 76 und 89 Jahren. Beide waren laut der Stadt Wolfsburg Bewohner des Hanns-Lilje-Heims.

Damit ist die Anzahl der Verstorbenen in der Stadt, bei denen ein Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde, nun auf 30 gestiegen – bis auf einen Fall wohl allesamt Bewohner des Hanns-Lilje-Heims.

Die Zahl der Infizierten beträgt 222, das ist eine Person mehr als gestern. Neun infizierte Personen werden aktuell im Klinikum Wolfsburg behandelt, vier davon auf der Intensivstation.

15.37 Uhr: Fußballklubs im Norden starten langsam wieder mit Training

Einige Fußballvereine in Norddeutschland nehmen langsam den Trainingsbetrieb wieder auf - so, wie es die aktuelle Lage möglich macht. Beim HSV etwa werde in kleineren Gruppen im Volksparkstadion trainiert, berichtet der NDR. Auch Hannover 96 dürfe wieder auf den Platz. Mit richtigem Training habe das aber wenig zu tun, da Zweikämpfe nicht trainiert würden, sondern „lediglich ein bisschen Ballgewöhnung, ein paar Flugbälle, ein paar Pässe“, so 96-Coach Kenan Kocak.

Auch der VfL Wolfsburg trainiert wieder in Kleingruppen in der VW-Arena.

14.13 Uhr: Peine: Einzelhandel droht der Ruin – jetzt gibt es einen Plan!

Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister bangen in Niedersachsen wegen der Corona-Pandemie um ihre Existenz. Die Stadt Peine hat jetzt eine Idee, wie sie die regionalen Unternehmer unterstützen will – und jeder kann dabei helfen!

Wie das Stadtmarketing Peine informiert, ist am Wochenende dafür extra das Online-Gutschein-Portal www.peine-gutscheine.de an den Start gegangen. 12 Geschäfte aus Peine seien bereits angemeldet.

13.49 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Es bleibt dabei: Die Corona-Kurve geht auch in Niedersachsen nach wie vor nach oben – allerdings flacht sie weiter ab.

Aktuellen Angaben der Landesregierung zufolge gibt es 6.218 bestätigte Covid-19-Fälle in unserem Bundesland (Stand 13.30 Uhr). Das sind 209 mehr als am Vortag. Am Sonntag lag das Plus noch bei 245, am Samstag sogar bei 309.

Allerdings meldet die Landesregierung viele neue Todesfälle. 108 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben. Das sind 16 mehr als am Vortag. In Braunschweig erhöhte sich die Zahl der Todesfälle von vier auf fünf.

Corona-Fälle in der Region (Vortag/Todesopfer):

  • Stadt Braunschweig: 227 (+6/5)
  • Landkreis Celle: 107 (+1/5)
  • Landkreis Gifhorn: 94 (+1/0)
  • Landkreis Goslar: 87 (+5/3)
  • Region Hannover: 1.147 (+37/12)
  • Landkreis Helmstedt: 81 (+2/0)
  • Landkreis Hildesheim: 194 (0/1)
  • Landkreis Peine: 110 (0/1*)
  • Stadt Salzgitter: 72 (+2/1)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 62 (0/0)
  • Stadt Wolfsburg: 221 (0/28)

Als genesen gelten in Niedersachsen 1.727 Menschen. Das sind 27,8 Prozent in Bezug auf die bisherige Gesamtfallzahl.

*die beiden neuesten Todesfälle aus Peine sind noch nicht Teil der Statistik

13.28 Uhr: Landkreis Peine beklagt weitere Todesfälle

Im Landkreis Peine gibt es zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 93 und 69 Jahren, die positiv auf den Virus getestet worden waren. Die beiden Männer hatten sich im Seniorenheim „Brockenblick“ in Gadenstedt infiziert und waren zur intensivmedizinischen Behandlung in das Klinikum Peine eingeliefert worden.

Aktuell sind im Landkreis Peine insgesamt 110 Fälle des Coronavirus bestätigt. 74 Patienten sind aktuell erkrankt, 32 gelten als genesen.

12.12 Uhr: Auch bei Sonnenschein: Niedersachsen hält sich an Kontaktverbot

Trotz sonnigem Wetter haben sich die Menschen in Niedersachsen überwiegend an das wegen der Corona-Krise geltende Kontaktverbot gehalten. In Hannover, Braunschweig, Göttingen, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück sei es am Sonntag größtenteils friedlich geblieben, wie die Polizei auf Anfrage am Montagmorgen mitteilte. Nennenswerte Ausschreitungen im Zuge des Kontaktverbotes habe es nicht gegeben.

11.44 Uhr: Kita in Goslar mit besonderer Aktion im Kampf gegen das Virus

Die Kindergärten haben aufgrund des Coronavirus allerorts geschlossen. Das Team der Kita Hahndorf in Goslar aber will nicht untätig bleiben. So informierte die Stadt Goslar über einen ganz besonderen Einsatz im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus.

Demnach nutzt das Team der Kita Hahndorf Zwangs-Schließung, um Mund- und Nasemasken zu nähen. Eltern der Kindergartenkinder hätten dazu Stoffreste beigesteuert.

Die fertigen Schutzmasken spenden die Kita-Mitarbeiterinnen nun anderen Einrichtungen wie der Tafel, Diakonie, Zille und der Belegschaft von Marktkauf.

10.48 Uhr: Coronavirus in Niedersachsen: Die aktuellen Zahlen

Das Robert-Koch-Institut hat die neuen Corona-Zahlen für Niedersachsen bekannt gegeben.

Demnach sind bis zum Montagmorgen drei weitere Menschen in Niedersachsen verstorben, bei denen eine Corona-Infektion festgestellt worden war.

Die Zahl der bekannten Infektionen ist ebenfalls gestiegen: 5960 Menschen aus Niedersachsen haben sich demnach nachweislich mit dem Virus infiziert. Besonders die Region Wolfsburg ist betroffen.

  • Gesamtzahl der Infizierten in Niedersachsen: 5960 (+248 zum Vortag)
  • Verstorbene in Niedersachsen: 92 (+3)
  • in Braunschweig: 222 (4 Todesfälle)
  • in Salzgitter: 69 (1 Todesfall)
  • in Wolfsburg: 221 (28 Todesfälle)

9.47 Uhr: VW: Ministerpräsident Weil mit erschütternder Prognose für Autobauer

Der Autobranche droht wegen des Coronavirus eine Pleitewelle. Vor allem Autohändler stehen mit dem Rücken zur Wand. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil macht sich Sorgen – unter anderem auch um VW! >> Hier zum ausführlichen Bericht.

8.46 Uhr: Wolfsburg: Hotel wird zum Krankenhaus umgerüstet – Helfer gesucht!

Das Global Inn Hotel in Wolfsburg wurde wegen der Corona-Pandemie umgerüstet.

Wie das Deutsche Rote Kreuz Wolfsburg am Montag mitteilte, stellt das Hotel seine Räume als stationäres Behandlungszentrum für leichte und mittel schwer erkrankte Corona-Patienten zur Verfügung.

Die Umbauarbeiten seien am Wochenende beendet worden.

Es wurden 50 Spinte aufgestellt, Betten bezogen, Handtücher auf die Zimmer verteilt, medizinisches und für die Pflege benötigtes Material in diverse Lagerräume sortiert, Büroräume eingerichtet und das gesamte Gebäude desinfiziert.

Das Personal solle zunächst aus dem Klinikum kommen, doch es wird auch nach freiwilligen Helfern mit medizinischen und pflegerischen Vorkenntnissen gesucht. Wer helfen will, kann sich per Mail an info@drk-wolfsburg.de wenden.

7.31 Uhr: Autozulieferer aus Niedersachsen stellt künftig Schutzmasken her

In der Corona-Krise ist der Bedarf an Schutzmasken hoch - vor allem für Ärzte und medizinisches Personal. Um diesen Bedarf besser decken zu können, stellt der Osnabrücker Autozulieferer und Textilverarbeitungsexperte Zender Germany GmbH die Produktion um und näht FFP2-zertifizierte Schutzmasken für Kliniken und Arztpraxen. In nächster Zeit sollten bis zu 100 000 Masken täglich hergestellt werden, teilte die niedersächsische Landesregierung mit.

6.19 Uhr: Ministerpräsident Weil: Masken gehören bald zum Alltag

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht nach der Corona-Krise Veränderungen im gesellschaftlichen Leben auf die Menschen zukommen.

„Vielleicht nähern wir uns hier den asiatischen Verhältnissen an. Insgesamt scheinen manche asiatischen Gesellschaften besser vorbereitet gewesen zu sein auf diese Pandemie - auch aufgrund von vorangegangenen Erfahrungen - als das in den europäischen oder amerikanischen Gesellschaften der Fall gewesen ist.“ Der „gute alte Handschlag“ werde dagegen wohl in den Hintergrund treten.

6.15 Uhr: Ministerpräsident warnt vor Lockerung in Niedersachsen

In der Frage der geltenden Ausgangsbeschränkungen werde das Osterfest ein echter Stresstest. Weil warnte vor Exit-Debatten, die Frage stehe erst nach Ostern an. „Eine Lockerung wird erst dann möglich sein, wenn wir tatsächlich erkennen können, dass der bisherige Kurs Früchte getragen hat“, betonte er.

„Erst wenn wir spürbar niedrigere Infektionsraten und den Eindruck haben, dass unser Gesundheitswesen gewappnet ist für das, was da kommen wird, können wir Erleichterungen in Erwägung ziehen.“ Schwierig bleibe es für Autobauer wie VW und andere große Unternehmen, weil die Konsumstimmung im Keller sei.

Sonntag, 5. April

21.06 Uhr: Polizei geht gegen geöffnete Waschanlagen und Corona-Partys vor

Gruppentreff im Park oder „Corona-Party“ - Einsatzkräfte in Niedersachsen lösten einige Zusammenkünfte im Freien auf, zum Beispiel in den Kreisen Osnabrück, Verden, und Diepholz. Die Beamten erteilten Platzverweise und leiteten Verfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ein, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Innenminister Boris Pistorius (SPD) teilte am Abend mit: „Insgesamt können wir auch nach diesem Wochenende wieder ein positives Fazit ziehen. Die allermeisten Menschen haben Verständnis für die Regelungen und auch dafür, dass diese kontrolliert und im Zweifel dann auch konsequent durchgesetzt werden müssen.“

Weniger positiv dagegen sei, dass „flächendeckend Autowaschanlagen geschlossen werden mussten, weil einige dieser Betriebe entgegen der Regelungen geöffnet hatten.“ Die Wiedereröffnung der Bau- und Gartenmärkte verlief den Angaben zufolge hingegen großenteils ohne Verstöße gegen das Kontaktverbot.

Die Beamten mussten aber mehrere „Corona-Partys“ auflösen. So beendete die Polizei in Lüneburg eine Hausparty mit sieben jungen Menschen. Einen Gast nahm die Polizei in Gewahrsam. In Seesen (Kreis Goslar) sprach die Polizei Platzverweise gegen fünf junge Teilnehmer einer Grillparty aus, wie auch in Rotenburg, wo die Beamten ein Treffen in einer Scheune auflösten.

Besonders eskaliert ist eine „Coronaparty“ in Schneverdingen (Heidekreis): Dort meldeten Nachbarn den Beamten am Samstagabend eine Feier von fünf Männern im Alter von 24 bis 28 Jahren. Ein 32-Jähriger wehrte sich gegen die Aufnahme seiner Personalien und griff die Polizisten an. Daraufhin versuchte ein weiterer Mann, den gefesselten Angreifer zu befreien. Zwei Polizisten wurden beim Einsatz verletzt.

Die Polizei kündigte an, auch weiterhin mit verstärkter Präsenz die erlassenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus durchzusetzen. Laut Pistorius ist dies auch über Ostern geplant.

16.35 Uhr: Polizei erhält Daten von Menschen in Corona-Quarantäne

Gesundheitsämter in Niedersachsen sollen die Daten von Menschen in Corona-Quarantäne an die Polizei weitergeben - das hat die Datenschützer auf den Plan gerufen. Es gehe um Gesundheitsdaten und die Aufhebung der ärztlichen Schweigepflicht, dafür sei eine gesetzliche Grundlage nötig, sagte die Datenschutzbeauftragte des Landes, Barbara Thiel, der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Ein Sprecher Thiels erklärte zudem, man sei nur auf Arbeitsebene über „Überlegungen“ zu einem solchen Verfahren informiert worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums geben die Behörden dagegen keine Gesundheitsdaten heraus.

Das Gesundheitsministerium hatte nach eigenen Angaben am 31. März einen Erlass an die Gesundheitsämter verschickt, wonach diese die Anschriften der unter häuslicher Quarantäne stehenden Menschen nach einem positiven Test auf das Coronavirus an die Polizei übermitteln sollten. Ziel sei einerseits der Schutz der Polizeibeamtinnen und –beamten, die wissen müssten, ob sie es bei einem Einsatz mit Covid-19-Patienten zu tun haben könnten. Andererseits gehe es auch darum, die Einhaltung der Quarantäne zu überwachen. Das sei ohne das Wissen darum, wer eine entsprechende Anordnung erhalten habe, praktisch nicht möglich.

Thiel sagte dem Bericht zufolge, die Maßnahme sei nicht effektiv. Viele Infizierte wüssten nichts von ihrer Erkrankung. Sinnvoller sei es, die Polizei mit Schutzausrüstung zu versorgen. Das Ministerium erklärte, die Kritik der Datenschutzbeauftragten ernst zu nehmen. Die Erlasslage werde noch einmal eingehend geprüft.

15.25 Uhr: NBank kommt bei Corona-Unterstützung immer besser in Fahrt

Die landeseigene NBank hat in ihren Soforthilfeprogrammen für Unternehmen in der Corona-Krise inzwischen mehr als 100 Millionen Euro bewilligt. Dabei seien Bundes- und Landesmittel eingesetzt worden, teilt die Investitions- und Förderbank mit.

Dies bedeute direkte Hilfe, weil die Gelder im Regelfall einen Tag nach der Anweisung auf den Konten der Unternehmer seien. Außerdem habe die NBank den niedersächsischen Unternehmen mehr als 16 Millionen Euro über einen Liquiditätskredit zur Verfügung gestellt.

15.09 Uhr: Ärzten platzt der Kragen!

Die Situation in der Gesundheitsbranche ist angespannt. Und das nicht erst seit der Corona-Krise. Aber gerade jetzt zeigen sich die Schwachstellen. Ärzte in den Kliniken gehen jeden Tag mehr denn je an ihre Grenzen, um Patienten auch weiterhin versorgen zu können.

Andreas Hammerschmidt vom Marburger Bund Niedersachsen fordert daher eine angemessene Anerkennung für das große Engagement seiner Kollegen. >> Warum ihm der Kragen platzt, kannst du hier nachlesen!

14.38 Uhr: Kein generelles Besuchsverbot in Niedersachsen

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat die Regelung in Sachen Kontaktsperre präzisiert. Um private Besuche und Familienzusammenkünfte hatte es zuletzt Verwirrung gegeben. Nun stellt sie klar: Der Kreis sich treffender Menschen soll auch in der eigenen Wohnung und auf dem Grundstück möglichst klein und gleichbleibend sein. Ein Besuchsverbot gebe es aber nicht.

„Manche treffen sich mit ihren bereits ausgezogenen Kindern, andere mit ihren getrennt lebenden Lebensgefährten, wieder andere mit nur einem engen Freund oder einer Freundin. Das alles soll auch zukünftig in Niedersachsen möglich bleiben", so die SPD-Politikerin aus Braunschweig. Gleichzeitig bleibe es dabei: „Alle Bürgerinnen und Bürger sind dringend aufgefordert, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren."

13.53 Uhr: 245 neue Corona-Fälle in Niedersachsen

Die Corona-Kurve geht auch in Niedersachsen nach wie vor nach oben – wenn auch nicht mehr ganz so steil.

Aktuellen Angaben der Landesregierung zufolge gibt es 6.009 bestätigte Covid-19-Fälle in unserem Bundesland (Stand 13.30 Uhr). Das sind 245 mehr als am Vortag. Am Samstag lag das Plus noch bei 309.

Corona-Fälle in der Region (Vortag/Todesopfer):

  • Stadt Braunschweig: 221 (+6/4)
  • Landkreis Celle: 106 (+4/4)
  • Landkreis Gifhorn: 93 (+3/0)
  • Landkreis Goslar: 82 (+8/3)
  • Region Hannover: 1.110 (+38/11)
  • Landkreis Helmstedt: 79 (+1/0)
  • Landkreis Hildesheim: 194 (+6/1)
  • Landkreis Peine: 110 (+4/1)
  • Stadt Salzgitter: 70 (+3/1)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 62 (+2/0)
  • Stadt Wolfsburg: 221 (+5/28)

Insgesamt 92 Menschen aus Niedersachsen sind nach einer Corona-Infizierung verstorben. Allein 28 davon in Wolfsburg. Ein Mann starb am Samstag in Braunschweig. Weitere neue Todesfälle melden die Grafschaft Bentheim und der Kreis Osnabrück.

Wie viele Infizierte inzwischen genesen sind, kann den Meldedaten nicht direkt entnommen werden. Eine offizielle Schätzung geht davon aus, dass in Niedersachsen 1.619 Menschen genesen sind. Das wären 26,9 Prozent aller Fälle.

13.26 Uhr: Grillparty in Seesen beendet

Auch im Harz musste die Polizei am Wochenende einschreiten. In Seesen hatten sechs junge Leute am Samstagnachmittag eine Grillparty veranstaltet. Die wurde dann von der Polizei beendet. Die fünf Gäste bekamen einen Platzverweis. Außerdem wurde gegen alle eine Ordnungswidrigkeitenanzeige geschrieben.

Die Polizei Goslar meldet „diverse Verstöße“, wird aber nicht konkreter. >> Hier kannst du die aktuelle Verordnung nachlesen!

12.25 Uhr: Landesarmutskonferenz: Kosten für Corona-Krise gerecht verteilen

Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen will, dass die gesellschaftlichen Kosten zur Bewältigung der Corona-Krise gerecht verteilt werden. Dazu forderte sie eine einmalige Vermögensabgabe, die bei einem Nettovermögen von 2,5 Millionen Euro ansetzt. Außerdem sollten Steuerhinterziehung und Geldwäsche wirksam bekämpft und eine Transaktionssteuer nicht nur für Aktien eingeführt werden, sondern auch für Derivate und Anleihen.

Weiter sagte Geschäftsführer Klaus-Dieter Gleitze am Sonntag, die Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen habe rapide zugenommen. „Solidarität ist die Voraussetzung für Erhalt und Ausbau von sozialer Gerechtigkeit“, betonte er. Die Diskussion über die Kostenverteilung müsse jetzt öffentlich geführt werden – nicht erst am Ende der Krise.

Derzeit besäßen die oberen fünf Prozent der Gesellschaft mit einem Nettovermögen von jeweils über 800.000 Euro ein Vermögen von „unvorstellbaren 5,5 Billionen Euro“ - das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands habe im vergangenen Jahr 3,5 Billionen Euro betragen. „Dieser Personenkreis sollte an der Finanzierung der Krise angemessen beteiligt werden“, forderte Gleitze.

10.43 Uhr: Vierter Corona-Toter in Braunschweig

In Braunschweig gibt es einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Wie die Stadt meldet, ist am Samstag ein 88 Jahre alter Mann in einem Krankenhaus verstorben. Er ist der vierte Covid-19-Tote in der Löwenstadt.

Bislang wurden in Braunschweig 225 Fälle nachgewiesen. Davon sind 157 Personen derzeit erkrankt. 64 weitere Personen sind bereits genesen. In den Braunschweiger Krankenhäusern werden momentan 21 Corona-Patienten (Stand: Samstag) behandelt.

Diese Zahl lasse sich jedoch nicht direkt zur Zahl der in Braunschweig nachgewiesenen Fälle in Beziehung setzen, schreibt die Stadt Braunschweig. Denn in den Krankenhäusern würden auch Patienten aus der Region behandelt.

10.14 Uhr: In Gewahrsam nach Corona-Verstoß

Im Landkreis Peine hat die Polizei am Samstag 17 Fälle gezählt, bei denen gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen wurde. Neben Ordnungswidrigkeitenanzeigen kassierten die Erwischten auch Platzverweise.

Darunter seien Gruppenbildungen, aber auch ein Restaurant, das entgegen den Vorschriften seinen Außenbereich betrieben hatte. Die Beamten stellten Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten und Platzverweise aus.

Zwei 23 und 49 Jahre alte Männer wurden in Gewahrsam genommen, nachdem sie sich nicht an ein ausgesprochenes Platzverbot gehalten hatten.

Bei den wiedereröffneten Baumärkten sei alles recht entspannt gewesen.

10.00 Uhr: Neue Video-Andacht von Landesbischof Meyns

Die Corona-Krise zeige, worauf es ankommt und was unsere Gesellschaft zusammenhält. Das betont Landesbischof Christoph Meyns in seiner aktuellen Video-Andacht im Internet. Es gehe um die Bereitschaft, füreinander da zu sein und einander zu helfen: „Was wären wir ohne die Menschen, die sich in sozialen Berufen engagieren, in der Kranken- und Altenpflege, als Erzieher und in der Sozialarbeit?“

Video-Andacht (III) aus Braunschweig
Evangelische Perspektiven

Zugleich bittet der Landesbischof alle, zu einer lebenswerten Gesellschaft beizutragen. Jeder könne darauf achten, was Familie, Nachbarn und Freunde brauchen und so das Gemeinwesen durch sein Engagement unterstützen.

9.24 Uhr: Kommunen warten auf einheitlichen Bußgeldkatalog

Das Land Niedersachsen will zum Wochenstart einen einheitlichen Bußgeldkatalog vorlegen. Eine entsprechende Empfehlung für die Landkreise und kreisfreien Städte wird laut Krisenstabs aktuell mit dem Innenministerium erarbeitet.

Demnach könnte in schweren Fällen der Rahmen von 25.000 Euro, den das Infektionsschutzgesetz vorsieht, ausgeschöpft werden. Die reellen Strafen dürften aber weitaus niedriger ausfallen: So hat etwa NRW schon vor knapp zwei Wochen einen entsprechenden Katalog erlassen, der 200 Euro Strafe für Ansammlungen von mehr als zwei Personen und 250 Euro fürs Picknicken vorsieht.

In den Kommunen wurden Verstöße bisher hingegen recht uneinheitlich gehandhabt, wie ein Sprecher des Landkreistags sagte. „Die Behörden hatten da bisher einen weiten Ermessensspielraum, wie weit die das auslegen.“

So teilte die Stadt Braunschweig mit, dass die Höhe der Bußgelder bei den bisher rund 40 Verfahren im Zusammenhang mit den Corona-Beschränkungen „grundsätzlich nach den Umständen des Einzelfalls“ festgelegt würden. Bußgeldbescheide seien aber noch keine verschickt worden.

7.38 Uhr: Verbotene Treffen in Salzgitter

Auch in Salzgitter hat die Polizei Verstöße gegen die geltende Allgemeinverfügung registriert. Insgesamt seien am Samstagabend zwölf Verfahren eingeleitet worden. Unter anderem haben die Beamten Personengruppen beim Aussichtspunkt am Flugplatz, auf dem Schulhof des Gymnasiums in Salzgitter-Bad sowie auf dem Klesmerplatz erwischt.

7.00 Uhr: Schon wieder Verstöße in Wolfenbüttel

In Wolfenbüttel ist es abermals zu „mehreren Verstößen“ gegen das Infektionsschutzgesetz gekommen. Eine genaue Zahl konnte ein Sprecher auf Nachfrage nicht sagen. Am Vortag waren es 15 Fälle.

Aber: Insgesamt könne die Situation rund um die Corona-Pandemie als „ruhig“ beschrieben werden, teilt die Polizei Wolfenbüttel am Sonntagmorgen mit. Die Beamten appellieren dennoch ein weiteres Mal an alle Bürger, sich ruhig, besonnen und verantwortungsvoll zu verhalten.

Samstag, 4. April

20.41 Uhr: Tumulte in Halberstadt

Ein Blick über die Landesgrenze: In der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt hat es tumultartige Szenen gegeben. Anlass war den Angaben der Polizei zufolge nach, dass Bewohner auf dem Gelände zwischen zwei Unterkunftsgebäuden aufgestellte Quarantänezäune umgeworfen haben. Daran sollen etwa 100 bis 150 Menschen beteiligt gewesen sein. Eine Polizeisprecherin bestätigte das.

Es habe aber niemand das Gelände der Zentralen Anlaufstelle verlassen, sagten die Sprecherinnen des Landesverwaltungsamtes und der Polizei. Die Menschen seien wieder in ihre Unterkünfte gegangen. Es sei das Essen verteilt worden. Die Polizei sei vor Ort, um Mitarbeiter des Landesverwaltungsamtes zu unterstützen. Diese seien im Gespräch mit Vertretern der Flüchtlinge.

Nach bisherigen Angaben des Landkreises Harz waren Bewohner der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber wegen eines Corona-Falls unter Quarantäne gestellt worden. Dafür wurden die einzelnen Häuser der Einrichtung untereinander isoliert, wie die Sprecherin des Landesverwaltungsamtes sagte. Ein ehemaliger Bewohner, der inzwischen in Halle lebt, war positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Die „Magdeburger Stimme“ berichtet von einem offenen Brief in den sozialen Netzwerken, verfasst von einem Antirassistischen Netzwerk. Darin wird von einer Unterversorgung berichtet. Auch wird eine erhöhte Ansteckungsgefahr befürchtet weil die Menschen Schlange stehen müssen, um Essen zu bekommen und weiterhin Gemeinschaftsduschen und -WCs genutzt werden.

Einige Bewohner seien in einen Hungerstreik getreten, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

15.11 Uhr: Gesundheitsministerium nimmt Besuchsverbot wieder zurück

Das Gesundheitsministerium macht in Sachen Besuchsverbot schnell wieder einen Rückzieher. Eine erst gestern veröffentlichte Corona-Verordnung schieße in diesem Punkt über das Ziel hinaus und müsse korrigiert werden, teilt ein Ministeriumssprecher mit.

„Aus dem Verordnungstext kann man herauslesen, dass in Niedersachsen fortan auch Besuche zwischen engsten Familienangehörigen (Eltern und Kindern) nur in sehr wenigen Konstellation erlaubt seien. Das gelte, so der Verordnungstext, ebenso für das gegenseitige Besuchen engster Freunde“, steht in der Mitteilung.

Die Regelung werde zeitnah so geändert, dass Besuche im engsten Familienkreis und unter Lebenspartnern sowie mit wenigen engen Freunden oder sehr guten Bekannten zulässig seien, heißt es vom Ministerium. Verstöße gegen die zu ändernde Regelung würden bis dahin nicht geahndet. Verboten blieben Feiern in der eigenen Wohnung.

14.41 Uhr: Lange Schlangen vor den Baumärkten

Nach knapp zwei Wochen haben niedersächsische Baumärkte jetzt wieder für Privatkunden geöffnet. Am Samstag bildeten sich deshalb lange Schlangen vor vielen Märkten. Die Menschen blieben dabei allerdings gesittet. „Es ist alles ruhig. Wir haben bisher keine Einsätze“, heißt es von der Polizei Braunschweig. „Der Bürger benimmt sich.“ Auch in Hannover und Osnabrück waren der Polizei keine besonderen Vorkommnisse bekannt.

Wegen des Risikos einer Ansteckung mit dem Coronavirus stellten viele Märkte Regeln auf. Vor einem Geschäft in Osnabrück kontrollierten Sicherheitskräfte den Eingangsbereich und ließen Kunden nur nacheinander mit vorher desinfizierten Einkaufswagen eintreten. In weitem Abstand voneinander reihten sich die Kunden zum Teil mit Mundschutz zwischen Absperrzäunen auf dem Parkplatz.

14.09 Uhr: Neue Fallzahlen sind ernüchternd

Leider geht die Corona-Kurve auch in Niedersachsen weiterhin nach oben. Aktuellen Angaben der Landesregierung gibt es aktuell 5.764 bestätigte Covid-19-Fälle in unserem Bundesland (Stand 13.30 Uhr). Das sind 309 mehr als am Vortag.

Corona-Fälle in unserer Region (Vortag/Todesopfer):

  • Stadt Braunschweig: 215 (+9/3)
  • Landkreis Celle: 102 (+2/4)
  • Landkreis Gifhorn: 90 (+5/0)
  • Landkreis Goslar: 74 (+4/3)
  • Region Hannover: 1.072 (+63/11)
  • Landkreis Helmstedt: 78 (+3/0)
  • Landkreis Hildesheim: 188 (+7/1)
  • Landkreis Peine: 106 (+6/1)
  • Stadt Salzgitter: 67 (+3/1)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 60 (0/0)
  • Stadt Wolfsburg: 216 (+3/28)

Insgesamt 89 Menschen aus Niedersachsen sind nach einer Corona-Infizierung verstorben. Allein 28 davon in Wolfsburg. Drei Corona-Tote gibt es in Braunschweig und in Goslar, jeweils ein Opfer melden Peine und Salzgitter.

13.40 Uhr: Eingangskontrollen bei Lidl

Lidl führt jetzt auch bei uns in Niedersachsen Eingangskontrollen ein. Gleichzeitig rechnet der Discounter mit einem Kunden-Ansturm vor Ostern. Daher bittet Lidl dich um Folgendes... Hier weiterlesen!

12.44 Uhr: Kleiner Junge mit rührender Botschaft!

Die Polizei Helmstedt hat eine Mitmach-Aktion gestartet. Sie richtet sich an Kinder. Kenan ist schon dabei. Der Sechsjährige begeistert die Beamten direkt – und zwar hiermit!

11.52 Uhr: Tafel in Wolfenbüttel öffnet wieder

Nach zwei Wochen Zwangspause hat sich die Wolfenbütteler Tafel dazu entschieden, am kommenden Montag wieder zu öffnen. Die Bedürftigen müssen dabei aber einiges beachten. Gleichzeitig sucht die Tafel Wolfebüttel Helfer. >> Mehr Infos dazu hier!


11.11 Uhr: Gesundheitsministerin: „Werden ein neues Ostern feiern müssen“

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) mahnt in der Corona-Krise zu Geduld und Disziplin. „Ich warne alle davor, falsche Erwartungen zu wecken, dass es schnell wieder in das alte Leben gehen kann“, sagte Reimann dem Radiosender NDR 1 Niedersachsen. „Das Ostern, das wir letztes Jahr gefeiert haben, werden wir nicht feiern können. Wir werden unsere Ostergewohnheiten alle umkrempeln müssen und wir werden ein neues Ostern feiern müssen.“

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zeigten aktuell weniger Wirkung, als gewünscht: „Wir sehen leider bei den Anstiegen keine Reduktion“, erklärte die Braunschweigerin. Trotzdem seien die Maßnahmen wirksam: „Wenn wir das nicht gemacht hätten, wäre es ein exponentieller Anstieg gewesen. Wir hätten sehr viel mehr an Zuwächsen sehen müssen.“

10.41 Uhr: Besuche nach Geburten nur eingeschränkt möglich

In vielen Krankenhäusern Niedersachsens gelten für Väter und andere Begleitpersonen strenge Besuchsregeln rund um die Geburt. Bundesweit gab es sogar Kliniken, die es den Partnern zwischenzeitlich komplett verboten hatten, mit in den Kreißsaal zu kommen.

In vielen großen niedersächsischen Kliniken ist das noch möglich – nach der Geburt aber gelten oft eingeschränkte Besuchszeiten. So sind Besuche etwa an der Medizinischen Hochschule Hannover und am Klinikum Osnabrück nur für eine Person und nur in der Zeit von 15 bis 18 Uhr möglich.

„Gerade bei einer Geburt möchten und sollten Sie als Schwangere nicht allein sein“, betont zwar das Perinatalzentrum Hannover auf seiner Webseite. Eine Vertrauensperson darf daher mit zur Entbindung. Bei einem Kaiserschnitt bekommt die Begleitung aber keinen Zutritt zum OP oder zum Aufwachraum. Voraussetzung ist zudem, dass die Begleitung frei von Symptomen ist, nicht in einem Corona-Risikogebiet war und keinen Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte.

Ähnliches gilt für Geburten am Klinikum Braunschweig. Dort füllen die diensthabenden Ärzte nach der Geburt zudem einen Sonderbesuchsschein aus, um die Ein-Personen-Regelung für Besuche bei den Wöchnerinnen sicherzustellen. „Bevorzugt sollte die Besuchsperson immer die gleiche Person sein“, sagte eine Sprecherin des Klinikums.

9.31 Uhr: Großer Andrang bei Baumärkten

Seit dem Morgen sind die Baumärkte in Niedersachsen wieder für Heimwerker geöffnet. Unter anderem bei Hornbach in Braunschweig herrscht großer Andrang.

Ministerpräsident Stephan Weil hatte den Schritt damit begründet, dass die unterschiedlichen Regelungen zwischen den Bundesländern „unerwünschte Wanderungsbewegungen“ ausgelöst hätten. Er betonte aber auch: „Das ist alles andere als ein Lockerungssignal.“ Vielmehr solle mit der Änderung vermieden werden, dass wegen des Grenzverkehrs andernorts das Risiko für Infektionen steigt.

9.03 Uhr: Warnung vor Corona-Verschwörungstheorien

Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Niedersachsens, Franz Rainer Enste, hat in der Corona-Krise vor antisemitischen Verschwörungstheorien im Internet gewarnt. „Es ist erschreckend, aber für mich auch nicht verwunderlich, dass auch jetzt antisemitische Verschwörungstheorien herumgeistern“, sagte Enste der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

In Krisenzeiten seien die Menschen immer besonders anfällig für alle Formen von Irrationalität. „Wir müssen sehr genau darauf achten, was verbreitet wird, damit sich der Mechanismus, dass in Krisen die Schuld bestimmten Bevölkerungsgruppen zugewiesen wird, nicht Bahn bricht“, sagte Enste.

8.25 Uhr: 15 Verstöße in Wolfenbüttel

Die Polizei Wolfenbüttel meldet diverse Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. In insgesamt 15 Fällen wurde demnach am Freitag gegen das Kontaktverbot der bestehenden Allgemeinverfügung der Stadt Wolfenbüttel verstoßen. Neben Ordnungswidrigkeitenanzeigen bekamen die Betroffenen Platzverweise.

Darüber hinaus verstießen die Betreiber zweier Gaststätten gegen die Allgemeinverfügung – entsprechende Anzeigen wurden auch in diesen Fällen gefertigt.

7.38 Uhr: Pistorius: Auch bei gutem Wetter an Beschränkungen denken

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat Verständnis für Menschen geäußert, die am Wochenende angesichts all der Corona-Beschränkungen und bei sonnigem Wetter raus wollen. Dennoch müssten gemeinsam und solidarisch Ansteckungen verhindert werden, sagte der SPD-Politiker.

„Jeder hat Verständnis dafür, dass die Menschen auch mal raus wollen, erst recht bei dem Wetter und in der Woche vor Ostern.“ Das sei unter Einhaltung der Beschränkungen auch nicht verboten. Aber: „Ich setze darauf, dass wie schon bisher die ganz große Mehrheit verständig und einsichtig ist, und sich an die Regeln hält.“

„Wir müssen alles dafür tun, damit unsere Krankenhäuser auch am Höhepunkt der Krise noch alle Infizierten mit schwererem Verlauf aufnehmen können“, mahnte Pistorius. „Das ist unsere gemeinsame Verantwortung. Genau darum müssen die Regelungen unbedingt eingehalten werden.“

Wer gegen diese Regeln verstoße, müsse mit Platzverweisen und empfindlichen Bußgeldern rechnen. „Natürlich wird die Polizei an diesem Wochenende mit sehr großem Personaleinsatz in der Öffentlichkeit präsent sein und diese Regelungen sehr konsequent und ohne Spielraum durchsetzen“, betonte er.

Freitag, 3. April

21.14 Uhr: Zwei weitere Todesfälle in Braunschweig

In Braunschweig sind am Freitag zwei weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben, so teilte es die Stadtverwaltung am Freitagabend mit.

In einem Fall handelte es sich um einen 63-Jährigen, im zweiten Fall um einen 77-jährigen Mann. Beide starben im Krankenhaus.

Bei dem 77-Jährigen handelte es sich um einen Bewohner des Seniorenheims in Querum, in dem bereits mehrere Fälle aufgetreten waren. Zurzeit sind dort sieben weitere Menschen infiziert sowie sechs der Pflegekräfte. Vertreter von Feuerwehr, Gesundheitsamt und eine Hygienefachkraft des Städtischen Klinikums waren heute noch einmal vor Ort, um die Einrichtung in Augenschein zu nehmen, zu beraten, Hinweise zu geben und die Einhaltung der Vorgaben zu überprüfen.

20.21 Uhr: Heimwerker dürfen wieder in Baumärkte – mit Einschränkung!

Nach knapp zwei Wochen dürfen in Niedersachsen die Baumärkte am Samstag erstmals wieder die Türen für Privatkunden öffnen. An vielen Standorten wird mit einem erhöhten Kundenaufkommen gerechnet. Um das Risiko einer Ansteckung mit Coronaviren zu minimieren, haben die Unternehmen Vorkehrungen in ihren Märkten getroffen.

Dazu gehören unter anderem Einlasskontrollen, Zugangsbeschränkungen, erhöhte Hygienestandards, Schutzwände und Abstandsmarkierungen. Zudem gilt: Maximal ein Kunde auf durchschnittlich zehn Quadratmetern.

18.54 Uhr: 396 neue Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 5.455 gestiegen – das sind 396 Fälle mehr im Vergleich zum Vortag. Das teilte das niedersächsische Gesundheitsministerium mit Stand 13.30 Uhr am Freitag mit. 72 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind demnach gestorben - plus 9 gegenüber Donnerstag. Die Zahl der genesenen Corona-Patienten stieg auf 1213. Das entspricht 22,2 Prozent.

16.55 Uhr: Braunschweig mit neuen Maßnahmen im Nahverkehr

Die Braunschweiger Verkehrs-GmbH stellt ihren Mitarbeitern ab sofort selbstgenähte Mund-Nasen-Schutze zur Verfügung. „Unsere Fahrerinnen und Fahrer haben durch Sicherheitsmaßnahmen wie Aussetzen des Einstiegs-Vorn und Einstellen des Fahrerverkaufs zwar nicht mehr so viel direkten Kontakt zu den Fahrgästen. Aber wir kommen mit der Ausgabe der Masken gerne der Empfehlung der Stadt Braunschweig nach, in der Öffentlichkeit möglichst einen Behelfsmundschutz zu tragen, um das Infektionsrisiko für andere zu reduzieren“, erklärt BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke.

Die Masken aus grauem Stoff, die kurzfristig bei einem Braunschweiger Nähartikelladen geordert werden konnten, werden jetzt nach und nach an alle Unternehmensbeschäftigten ausgegeben. Das Tragen der Masken ist freiwillig. Das Unternehmen hofft jedoch auf eine breite Anwendung, um ein Zeichen für die gegenseitige Rücksichtnahme zu setzen.

16.23 Uhr: Wolfsburg beklagt vier weitere Corona-Todesfälle

In Wolfsburg sind drei Männer im Alter von 77, 80 und 82 Jahren sowie eine 87-Jährige Frau aus dem Hannes-Lilje-Heim verstorben. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Nachdem am 30. März bei einem verstorbenen Bewohner des Pflegeheims das Virus festgestellt worden war, wurden 35 Mitarbeiter und 33 weitere Bewohner auf das Virus getestet. Am Freitag lagen die Ergebnisse vor: Alle Tests sind negativ ausgefallen.

Damit beklagt Wolfsburg nun 28 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Derzeit zählt die Stadt 217 bestätigte Corona-Fälle, 22 mehr als am Vortag. Das Klinikum Wolfsburg behandelt sechs Patienten, drei von ihnen auf der Intensivstation.

14.58 Uhr: Grüne fordern „Oster-Amnestie“ für Häftlinge

Um den Gesundheitsschutz in den Gefängnissen angesichts der Corona-Krise zu verbessern, fordern die Grünen im Landtag eine „Oster-Amnestie“ für Gefangene. „Ähnlich wie jedes Jahr zu Weihnachten sollen Gefangene in Niedersachsen gnadenhalber vorzeitig aus der Haft entlassen werden“, teilte die Fraktion am Freitag in Hannover mit. Wenn die restliche Haftzeit noch maximal einen Monat betrage und das Verhalten der Gefangenen ohne Beanstandungen sei, seien dieselben Voraussetzungen wie für die Weihnachtsamnestie erfüllt, begründete der Fraktionssprecher für den Justizvollzug, Volker Bajus.

Aus Sicht des Justizministeriums sind die Vorschläge der Grünen nicht sinnvoll. Die seit Jahren üblichen Amnestien zur Weihnachtszeit sollten nicht die Anstalten entlasten, sondern den Gefangenen ein Weihnachtsfest im Kreis der Familie ermöglichen, sagte ein Sprecher. Bislang gebe es keinen mit dem Coronavirus infizierten Gefangenen im niedersächsischen Strafvollzug.

14.00 Uhr: Neue Infizierte in Niedersachsen

Das Land gibt bekannt, dass es bis Freitagmittag einen Anstieg an Corona-Infizierten um 396 Personen gibt. Damit steigt die Anzahl auf insgesamt 5455 Erkrankte. Auf 100.000 Einwohner kommen derzeit in Niedersachsen im Schnitt 68,2 Infizierte.

Bisher sind 72 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, verstorben. In Celle und Wolfsburg verstarben drei Menschen, in Göttingen, Peine und Hannover eine Person.

12.20 Uhr: Baumärkte in Niedersachsen öffnen am Samstag wieder ihre Pforten für Kunden

Nach knapp zwei Wochen dürfen in Niedersachsen die Baumärkte am Samstag erstmals wieder die Türen für Privatkunden öffnen. An vielen Standorten wird mit einem erhöhten Kundenaufkommen gerechnet. Um das Risiko einer Ansteckung mit Coronaviren zu minimieren, haben die Unternehmen Vorkehrungen in ihren Märkten getroffen. Dazu gehören unter anderem Einlasskontrollen, Zugangsbeschränkungen, erhöhte Hygienestandards, Schutzwände und Abstandsmarkierungen.

Bislang durften während der Corona-Maßnahmen nur Gewerbetreibende in den Baumärkten einkaufen. Dies wurde mit einer am Freitag veröffentlichten Verordnung geändert, die am Samstag in Kraft tritt. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten und die Kontaktbeschränkungen beachtet werden.

12.02 Uhr: Braunschweig bald mit Hartz-4-Problem?

Wegen der Coronakrise sind viele Arbeitsplätze bedroht – auch in Braunschweig. Dadurch könnte auch die Zahl der Hartz-4-Empfänger in der Stadt massiv steigen. Ein hoher Anstieg der Zahlen sei für die Mitarbeiter im Jobcenter kaum machbar. Mehr dazu liest du hier. >>>

11.50 Uhr: Erntehelfer dürfen einreisen

Bauernverbände in Niedersachsen begrüßen die Entscheidung der Bundesregierung, nun doch Erntehelfer einreisen zu lassen. Im Apri und Mai dürfen demnach jeweils 40.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa nach Deutschland – passend zur Spargelernte, die rund um Ostern beginnen wird.

10.57 Uhr: Ergänzungskrankenhaus in Wolfsburg nimmt Betrieb auf

Das Ergänzungskrankenhaus im Wolfsburger Hotel „Gobal Inn“ ist seit Freitag betriebsbereit. Es soll im Bedarfsfall Patienten aufnehmen, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Damit soll das Klinikum entlastet werden.

Die Hotelzimmer bleiben dafür unverändert. In den Hotelbetten werden voraussichtlich eher Patienten mit leichtem Verlauf die Krankheit auskurieren. DenTransport der Patienten vom Klinikum zum Hotel übernehmen freiwillige Hilfskräfte des Malteser Hilfsdienstes.

9.05 Uhr: Regierung ändert Regelungen beim Hinzuverdienst zum Kurzarbeitergeld

Wegen der Coronakrise sollen die Regelungen bei den Hinzuverdienstmöglichkeiten auch in Niedersachsen gelockert werden. „Wer in systemrelevanten Branchen und Berufen unterstützt, kann finanzielle Einbußen ausgleichen“, erklärt Andreas Kühne, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt.

Vom 1. April bis zum 31. Oktober 2020 tritt eine Sonderregelung in Kraft: Wer während der Kurzarbeit eine Beschäftigung in einem systemrelevanten Bereich aufnimmt, muss sich das dabei verdiente Entgelt nicht auf das Kurzarbeitergeld anrechnen lassen. Dabei darf das Gesamteinkommen aus noch gezahltem Arbeitseinkommen und dem Kurzarbeitergeld sowie dem Hinzuverdienst das normale Nettoeinkommen nicht übersteigen.

Damit sollen vor allem der Lebensmittelhandel und Landwirte unterstützt werden, die derzeit dringend Arbeitskräfte suchen.

7.37 Uhr: CDU-Fraktion will Lockerung der Corona-Regeln bei Bestattungen

Die CDU-Fraktion in Niedersachsen fordert, die Corona-bedingten Beschränkungen bei Beerdigungen und Trauerfeiern zu lockern. „Was passiert mit uns als Gesellschaft, wenn wir Gartencenter und Baumärkte quasi für systemrelevant halten und sie öffnen, gleichzeitig aber Menschen verweigern, sich von verstorbenen Angehörigen im üblichen würdevollen Rahmen zu verabschieden?“, fragte der CDU-Fraktionschef Dirk Toepffer in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Freitag). Die bisherigen Regeln müssten überarbeitet werden.

Wegen der Corona-Pandemie können Bestattungen derzeit nur in beschränktem Maße stattfinden. In der Allgemeinverfügung des Landesgesundheitsministeriums heißt es etwa, dass die Begleitung Sterbender und die Teilnahme nur im engsten Familienkreis zulässig ist.

Die Landesregierung hatte am Donnerstag hingegen mitgeteilt, dass die Baumärkte und Gartencenter in Niedersachsen ab Samstag wieder ihre Türen für Privatkunden öffnen dürfen.

6.38 Uhr: VW soll Schutzausrüstung für Deutschland kaufen

Große deutsche Unternehmen mit Niederlassungen im Ausland sollen der Bundesregierung helfen, weltweit Schutzausrüstung gegen das Coronavirus zu kaufen. Das geht aus einem Protokoll des „Corona-Kabinetts“ unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hervor, über das am Donnerstag der „Business Insider“ berichtete.

Demnach hat das Gesundheitsministerium Rahmenvereinbarungen mit BASF, Fiege, Lufthansa, Otto und Volkswagen geschlossen. Die Unternehmen sollen ihre Erfahrung und Kontakte auf den ausländischen Märkten einbringen, um für den Bund Kauf und Logistik zu organisieren. Koordiniert wird die Arbeit von einem Beschaffungsstab im Gesundheitsministerium.

Die Bundesregierung hatte beschlossen, Schutzausrüstung, aber auch Ausstattung für Intensivstationen in Krankenhäusern ergänzend zentral zu beschaffen. Wegen der international angespannten Lage sei das aber nicht einfach, hieß es. Den Unternehmen scheint die Beschaffung leichter zu fallen: So kündigte Volkswagen an, Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel und Schutzanzüge im Wert von rund 40 Millionen Euro in China kaufen und spenden zu wollen.

(ck, abr, mb, kv, js, ak, aj mit dpa)