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Niedersachsen 

Coronavirus Niedersachsen: Zahl der Toten steigt ++ Braunschweig zieht drastische Konsequenzen ++ Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt in Wolfsburg

Kontaktverbot: Was bedeutet das?

Kontaktverbot: was darf ich, was nicht.

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  • Das Coronavirus breitet sich in Niedersachsen weiter aus
  • Alle aktuellen Entwicklungen erfährst du hier im Newsblog

Niedersachsen. Auch in Niedersachsen breitet sich das Coronavirus weiterhin aus. Die Zahl der Infektionen steigt täglich – und immer mehr Maßnahmen schränken unseren Alltag massiv ein. Auch die Wirtschaft und die Sportwelt sind stark betroffen.

Wir halten dich in unserem Newsblog über die aktuellen Entwicklungen in Niedersachsen und in der News38-Region auf dem Laufenden.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

>> Coronavirus hat Niedersachsen im Griff: Was hat offen, was ist zu?

>> Wie ist die Lage bei Eintracht Braunschweig? Das erfährst du HIER!

>> Wie entwickelt sich die Situation weltweit und in Deutschland? Den aktuellsten Stand erhältst du HIER!

>> Dieses simple Haushaltsmittel ist fast so gut wie Desinfektionsmittel

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Coronavirus in Niedersachsen: Hier alle aktuellen Entwicklungen

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Donnerstag, 2. April

20.04 Uhr: Erschütternder Vorfall in Wolfsburg

Es war eigentlich als Akt der Solidarität für Bedürftige gemeint. Die Wolfsburger hatten einen Gabenzaun für Obdachlose errichtet. Doch das soll jetzt schamlos ausgenutzt worden sein. Hier liest du die ganze Geschichte >>>

19.21 Uhr: Tolle Aktion in Braunschweig

Nicht nur Verbote kann Braunschweig, sondern auch aktive Hilfe. So unterstützt die Stadt aktuell lokalen Unternehmen mit einer Webseite. Hier findest du eine Liste von Unternehmen, bei denen du in der Corona-Krise online bestellen kannst. Mehr dazu hier >>>

18.43 Uhr: Braunschweig mit neuem Verbot

Die Stadt Braunschweig will mit einer neuen Maßnahme die Ausbreitung der Corona-Pandemie bekämpfen. So gilt ab sofort ein neues Verbot: „Das Lagern auf öffentlichen Grünflächen und in grünbestimmten öffentlichen Freiräumen einschließlich der dort vorhandenen Wege“ ist nach Angaben der Stadt bis zum 18. April untersagt. „Gerade bei dem von den Meteorologen vorhergesagten schönen Wetter am Wochenende soll es weiterhin möglich sein, einen Spaziergang durch unsere Parks oder die Flussauen zu unternehmen“, stellte Ordnungsdezernent Dr. Thorsten Kornblum klar und weiter. Die meisten Bürger würden verantwortungsvoll Abstand voneinander halten.

„Aber es gibt, wie das vergangene Wochenende in den Parks gezeigt hat, immer noch eine Reihe von Menschen, die den Ernst der Lage nicht erkennen wollen. Diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten, weil der Appell an die Vernunft bei ihnen verhallt, können mit einem empfindlichen Bußgeld belegt werden", so Kornblum. Wer die neue Regel nicht einhält, dem drohen satte 250 Euro Bußgeld. Polizei und Ordnungsamt sind angehalten, in den nächsten Tagen verstärkt zu kontrollieren.

17.58 Uhr: VW-Chef alarmiert Kanzlerin

Das Coronavirus stellt den VW-Konzern vor gewaltige Probleme. Die Produktionsbänder stehen deutschlandweit still. Und jetzt droht neues Unheil. Mehr dazu erfährst du hier >>>

16.44 Uhr: Verschärfter Polizeieinsatz am Wochenende

Das Wochenende in Niedersachsen verspricht traumhaftes Frühlingswetter – und zahlreiche Polizisten, die auf den Straßen in Hannover unterwegs sein werden. Denn während die Sonne das ganze Wochenende über aus ihrem Versteck kommt, sind die Menschen in Hannover und ganz Deutschland dazu angehalten, nicht gegen das Kontaktverbot zu verstoßen. >>>Mehr dazu hier!

15.51 Uhr: Niedersachsen bereitet Bußgeldkatalog vor – keine Milderung an Ostern

Die niedersächsische Landesregierung bereitet einen landesweiten Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Kontaktverbote in der Corona-Krise vor. Eine entsprechende Empfehlung für die Landkreise und kreisfreien Städte könnte von Anfang kommender Woche an greifen, sagte der Leiter des Krisenstabs der Landesregierung, Heiger Scholz, in Hannover.

Nach dem Infektionsschutzgesetz seien bei Verstößen Bußgelder bis zu 25.000 Euro möglich. Ziel sei, bundesweit möglichst einheitlich vorzugehen. Ein Verbot von Osterausflügen, wie etwa Mecklenburg-Vorpommern es für seine Feriengebiete verhängt hat, ist in Niedersachsen nicht flächendeckend geplant. Die örtlichen Behörden könnten aber im Einzelfall zum Beispiel Strände und andere Ausflugsorte sperren.

Die Stadt Wolfsburg hat das seit dem 21. März bestehende Betretungsverbot für den Allerpark, den Schillerteich mit den Spielplätzen und den Kaufhof bis zum 18. April 2020 verlängert.

Einsatzkräfte der Polizei und des städtischen Ordnungsdienstes werden auch über die Ostertage strengere Kontrollen durchführen. Wolfsburgs Polizeichef Olaf Gösmann kündigt ein „konsequentes Vorgehen bei den Kontrollen zu den bestehenden Betretungsverboten an“.

14.02 Uhr: Über 60 Todesfälle in Niedersachsen

Es gibt derzeit 5059 laborbestätigte Covid-19-Fälle (+342 im Vergleich zu gestern) in Niedersachsen, das teilt das Land auf der Internetseite mit. 63 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben.

Ein zweiter Todesfall in Peine wurde am frühen Donnerstagnachmittag bestätigt. Laut des Landkreises Peine ist ein 79-jähriger Mann aufgrund des Coronavirus gestorben. Kurz zuvor war bereits ein 89-Jähriger verstorben.

Aktuell sind im Landkreis Peine insgesamt 99 Fälle des Coronavirus bestätigt. 77 Patienten sind aktuell erkrankt, 20 gelten als genesen.

13.14 Uhr: Ermittlungen nach Tod in Wolfsburger Seniorenheim

Nach den Coronavirus-Todesfällen in einem Wolfsburger Seniorenheim ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Anlass war eine Strafanzeige, in der Pflegemissstände im betroffenen Hanns-Lilje-Heim angeprangert wurden. Das Ermittlungsverfahren richte sich jedoch nicht gegen die Verantwortlichen der Diakonie Wolfsburg, sondern gegen unbekannt.

Die Staatsanwaltschaft will außerdem Patientenakten des Heims einsehen. Eine Befragung des Rechtsanwalts, der die Anzeige gestellt hat, solle ergeben, wie stichhaltig die Vorwürfe sind. Die Diakonie weist die Vorwürfe von sich. Auch die Behörden konnten bei einer Begehung keine Mängel erkennen, wie Krisenstabsleiter Lothar Laubert am Montag sagte. „Der Betreiber hat alles Mögliche veranlasst, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten.“ Mit Stand Mittwochabend waren in dem Heim 22 Menschen gestorben, nachdem sie sich mit dem Coronavirus infiziert hatten.

11.17 Uhr: Erster Corona-Todesfall in Peine

Traurige Nachrichten aus dem Landkreis Peine: Dort gibt es den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es handelt sich um einen 89-jährigen Mann, der positiv auf den Virus getestet worden war, berichtet der Landkreis am Donnerstagvormittag.

Aufgrund der Symptome wurde der 89-Jährige im Klinikum Peine behandelt. Er hatte eine intensivmedizinische Betreuung wohl abgelehnt.

10.21 Uhr: Ministerpräsident Weil: keine Kontrollen zwischen Bundesländern

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält im Kampf gegen die Corona-Pandemie wenig von Kontrollen an den Grenzen zwischen Bundesländern. „Wir wären sehr dankbar, wenn der Bremer in Bremen bliebe, aber wir machen in Niedersachsen keine Grenzkontrollen“, sagte er am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“.

Es werde über Ostern „unter Umständen Sperren von Stränden oder Deichen geben“, aber der Mensch „brauche auch ein Ventil“, deshalb sei er gegen eine generelle Ausgangssperre.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) sagte in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ am Donnerstag außerdem, dass es noch keinen Anlass gebe, die Vorschriften zu lockern. Im Augenblick sei jeglicher Gedanke über eine Exit-Strategie, also über eine Lockerung oder ein Ende der Ausnahmeregeln, jedenfalls pure Spekulation. „Jetzt kommt es ausschließlich darauf an, dass die Menschen die geltenden Regeln einhalten.“

07.40 Uhr: Supermarkt-Kunde will keinen Einkaufswagen nehmen

Noch immer wollen sich nicht alle Bürger an die geltenden Corona-Maßnahmen halten. So hat ein Supermarkt in Northeim bei Göttingen vorgeschrieben, dass jeder Kunde einen Einkaufswagen nutzen muss. Zusätzlich darf nur eine bestimmte Anzahl an Kunden gleichzeitig den Laden betreten.

Beiden Vorgaben widersetze sich ein 36-Jähriger. Ein Security-Mitarbeiter wies ihn daraufhin, dass er ohne Einkaufswagen den Supermarkt nicht betreten dürfe. Darauf entwickelte sich ein Streit, der Kunde schlug zu und verletzte den Angestellen (30) leicht. Den Angreufer erwartet nun eine Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung.

06.58 Uhr: Sozialministerin kommt nach Braunschweig

Die Lieferengpässe beim Desinfektionsmittel haben das Klinikum Braunschweig zum entschlossenen Handeln gefordert. Die Apotheke des Maximalversorgers hat begonnen, eigenes Desinfektionsmittel herzustellen. Insgesamt 100.000 Liter Alkohol wurden bereits durch Unternehmen wie Mast Jägermeister SE und der Firma KWST aus Hannover geliefert.

Von den Eigenproduktionsstätten möchte sich Niedersachsen Sozialministerin Carola Reimann heute selbst ein Bild machen. Gemeinsam mit Pressvertretern schaut sie sich den Produktionsvorgang an.

Mittwoch, 1. April

21.55 Uhr: Harzklinik übernimmt Patienten aus den Niederlanden

Die Asklepios Harzklinik in Goslar nimmt zwei schwer an Covid-19 erkrankte Patienten aus den Niederlanden auf. Als erster Patient sei ein 55 Jahre alter Mann eingetroffen, teilt das Krankenhaus mit. Wann der zweite Patient, ein Mann im Alter von 62 Jahren, eintreffen werde, war zunächst nicht bekannt.

Beide Männer seien auf Beatmungsgeräte angewiesen, hieß es. Zwei weitere Erkrankte aus dem niederländischen Zwolle würden zu einem noch ungenannten Zeitpunkt möglicherweise ebenfalls nach Goslar verlegt.

„Es ist für uns selbstverständlich, unseren europäischen Nachbarn und Freunden in dieser äußerst schwierigen Lage zu helfen“, so der Ärztliche Direktor, Jörn Heine.

Bei der Aufnahme der Patienten würden hohe Sicherheits- und Hygienestandards eingehalten. Andere Patienten würden nicht gefährdet.

21.32 Uhr: Basketball Löwen fürchten um Zukunft

Die Basketball Löwen Braunschweig erwarten in dieser Bundesliga-Saison einen „Fehlbetrag im höheren sechsstelligen Bereich“. Für den Standort Braunschweig sei die aktuelle Lage „aus wirtschaftlicher Sicht eine existenzbedrohende Situation“, sagt Geschäftsführer Sebastian Schmidt.

Er geht nicht mehr davon aus, dass in dieser Saison noch Spiele mit Zuschauern stattfinden. Derzeit ist der Spielbetrieb vorerst bis zum 30. April ausgesetzt. Für den Löwen-Geschäftsführer gibt es nur noch zwei realistische Szenarios. Entweder die Saison wird abgebrochen oder mit Spielen ohne Zuschauer fortgesetzt.

20.50 Uhr: VW macht dickes US-Minus!

Die Ausbreitung des Coronavirus legt Volkswirtschaften rund um den Globus lahm. Die Autoverkäufe in den USA sind im ersten Quartal bereits stark gesunken!

VW und die VW-Tochter Porsche melden jedenfalls miese Quartalszahlen. Dabei hat der Stillstand erst begonnen. >> Hier geht's zu den Fakten aus den USA!

19.37 Uhr: Uni erkennt Corona-Hilfe als Studienleistung an

Soziales Engagement im Kampf gegen Covid-19 wird an der Uni Göttingen als Studienleistung anerkannt.

Studierende an der Fakultät Geowissenschaften und Geographie können sich bis zu sechs ECTS-Punkte anrechnen lassen, wenn sie etwa Pflegetätigkeiten übernehmen oder ehrenamtlich bei Hilfsorganisationen mitarbeiten, wie die Fakultät bekanntgibt.

20 Stunden Arbeit würden zu einem Creditpoint umgerechnet, als Bestätigung reiche eine einfache Bescheinigung.

18.18 Uhr: Weil öffnet Baumärkte für Heimwerker

Baumärkte und Gartencenter in Niedersachsen dürfen ab Samstag wieder ihre Türen für Privatkunden öffnen. „Wir werden zum Wochenende auch wieder eine Öffnung für Baumärkte und Gartencenter in Niedersachsen vorsehen“, so Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch. Damit passe sich Niedersachsen an die Lage in anderen Bundesländern an.

Ab Samstag dürfen dann nicht mehr nur Gewerbetreibende oder Handwerker in die Baumärkte, sondern auch Privatleute. Weil begründete den Schritt damit, dass die unterschiedlichen Regelungen zwischen den Bundesländern „unerwünschte Wanderungsbewegungen“ ausgelöst hätten.

Er betonte aber auch: „Das ist alles andere als ein Lockerungssignal.“ Vielmehr solle mit der Änderung vermieden werden, dass wegen des Grenzverkehrs andernorts das Risiko für Infektionen steigt.

18.00 Uhr: Appell: Ostern zu Hause bleiben!

Ministerpräsident Stephan Weil hält Diskussionen über eine Lockerung der Kontaktverbote für verfrüht. „Wir fühlen uns auf dem richtigen Weg, sind aber noch lange, lange nicht am Ziel dieses Weges“, so der SPD-Politiker.

Die Infektionszahlen in Niedersachsen stiegen zwar nicht mehr so schnell, aber sie stiegen immer noch. „Deswegen besteht überhaupt kein Anlass, eine Lockerungsdiskussion zu führen.“ Darüber herrsche Einigkeit in allen 16 Bundesländern.

Weil rief zudem die Bürgerinnen und Bürger auf, auch über die Osterfeiertage auf soziale Kontakte, Reisen und Ausflüge zu verzichten. „Bleiben Sie zu Ostern zu Hause“, sagte er.

Eine allgemeine Maskenpflicht für alle Bürger lehnte der Ministerpräsident ab. Wirklich wirksame Schutzmasken seien derzeit weltweit Mangelware und müssten daher für das Gesundheitspersonal vorgehalten werden. Einfachere Masken, die weniger den Träger als die Mitmenschen schützen, nannte er aber ein „Zeichen der Solidarität“.

17.35 Uhr: Osterfeuer werden verschoben

Über Ostern dürfen in Niedersachsen keine traditionellen Osterfeuer abgebrannt werden. Die Feuer könnten aber später im Jahr nachgeholt werden, sagt Umweltminister Olaf Lies (SPD).

Weil derzeit Menschenansammlungen mit mehr als zwei Personen verboten seien, „müssen die traditionell geplanten Osterfeuer-Termine landesweit ausfallen“, so Lies.

„Osterfeuer können nach der Corona-Krise abgebrannt werden, wenn es die aktuellen Beschränkungen nicht mehr gibt.“ Aber auch dann solle die Brauchtumspflege im Vordergrund stehen, nicht das Verbrennen von Gartenabfällen, so der Umweltminister.

16.40 Uhr: Niedersachsen prüft Öffnung von Baumärkten

Niedersachsen könnte Baumärkte und Gartencenter möglicherweise schon ab kommendem Samstag wieder öffnen. Demnach werde aktuell geprüft und vorbereitet, diese Unternehmen wieder zu öffnen. „Wenn das jetzt alles so umgesetzt wird, könnte das für Samstag schon passieren“, sagte die niedersächsische Regierungssprecherin Anke Pörksen am Mittwoch

16.24 Uhr: Vier weitere Todesfälle im Hanns-Lilje-Heim

Die Stadt und die Diakonie kämpfen einen dramatischen Kampf gegen das Coronavirus im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg. Mittlerweile sind nach Angaben einer Sprecherin der Diakonie Wolfsburg vier weitere Menschen am Coronaivurs verstorben. Somit steige die Zahl auf 22 Todesopfer.

Doch es gebe auch gute Nachrichten: Vier Bewohner seien auf dem Weg der Besserung, berichtet die Sprecherin.

15.55 Uhr: Niedersachsen stockt auf

Niedersachsen stockt mit der Nutzung von tiermedizinischen Laboren seine Kapazitäten für Tests auf das Coronavirus deutlich auf. Mehr als 1000 zusätzliche Tests pro Tag sollen von kommender Woche an in Laboren des Landesamts für Verbraucherschutz (Laves) in Hannover und Oldenburg durchgeführt werden, wie Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) und Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Mittwoch mitteilten.

15.22 Uhr: Zahlen steigen drastisch – vor allem hier

Während es am Anfang der Woche noch den Anschein hatte, dass es Tag zu Tag weniger neu bestätigte Infektionen in Niedersachsen gibt, steigen sie zur Mitte der Woche drastisch an. Allein in den letzten 24 Stunden sind 369 Infektionen dazugekommen. Niedersachsen liegt nun bei 4717 bestätigten Covid-19-Fällen. Vor allem in der Region Hannover nehmen die Fälle zu.

So sieht es in der Region aus:

  • Landkreis Gifhorn: 75
  • Landkreis Goslar: 61
  • Landkreis Helmstedt: 69
  • Landkreis Hildesheim: 168
  • Landkreis Peine: 89
  • Landkreis Wolfenbüttel: 40
  • Region Hannover: 895
  • Stadt Braunschweig: 167
  • Stadt Salzgitter: 58
  • Stadt Wolfsburg: 182

14.21 Uhr: 4.717 bestätigte Covid-19-Fälle in Niedersachsen

Das Land Niedersachsen hat aktuelle Zahlen zum Coronavirus bekanntgegeben. Demnach gibt es 4717 Infizierte im Bundesland, das sind 369 mehr Menschen als am Vortag. 47 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben.

13.52 Uhr: Braunschweiger Firma forscht an Antikörpern

Eine Braunschweiger Biotech-Firma will mit Antikörpern gegen das Coronavirus vorgehen. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) besuchte das Start-up am Mittwoch. „Die Frage ist nicht ob, sondern wann es funktioniert“, sagte am Mittwoch der Chef der Firma Yumab, Thomas Schirrmann. Die Antikörper sollten die Entwicklung des Virus Sars-CoV-2 in den Körperzellen verlangsamen. Schirrmann hoffe, dass dafür in wenigen Monaten Versuche mit Menschen möglich seien.

12.45 Uhr: Gute Nachrichten aus dem Kreis Goslar

Innerhalb der letzten 24 Stunden hat es keine neuen Corona-Infektionen im Kreis Goslar gegeben, heißt es seitens der Verwaltung. Damit liegt die Zahl der Fälle weiterhin bei 61. Vier Personen werden im Krankenhaus behandelt. Vierzehn Personen gelten mittlerweile als geheilt.

11.13 Uhr: VW verlängert Produktionsstopp – so könnte es weitergehen

VW hat seinen Produktionsstopp verlängert, das ist seit gestern bekannt. Die Bänder sollen zunächst bis zum 19. April ruhen. Mit der Nachtschicht vom 19. auf den 20. April könnte demnach für 80.000 Mitarbeiter ver Volkswagen AG die Kurzarbeit enden.

Der Konzern bereite sich aber bereits jetzt auf den Anlauf der Produktion vor. Dabei soll der Schutz der Mitarbeiter nach Angaben des Konzerns noch einmal verstärkt werden. VW arbeite an einem umfangreichen Paket für einen stufenweisen Hochlauf Produktion. Dazu würden eine Vielzahl zusätzlicher Hygienemaßnahmen (Mundschutz, Fiebermessen,...) gehören, ebenso wie Abstände zwischen den Mitarbeitern an der Produktionslinie.

9.46 Uhr: Taxi-Unternehmen kämpfen ums Überleben

VIele Taxi-Unternehmen kämpfen aufgrund der Corona-Krise ums Überleben. Der Grund: Viele Kunden würden sich nicht mehr trauen, Taxi zu fahren. udem gelten im Kampf gegen das Coronavirus behördliche Einschränkungen. Die Taxi-Unternehmen melden Umsatzeinbußen von mindestens 60 Prozent.

9.15 Uhr: Land mit klarer Ansage zu Maskenpflicht

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat eine Einführung der Maskenpflicht im Bundesland abgelehnt. Sie sagt klar: „Schutzmasken sind die knappste Ressource. Und diese Ressourcen, die wir haben, gehören ins Gesundheitswesen für die Pflegekräfte und für die Ärzte.“

Außerdem betont sie, dass jeder gerne einen selbst gemachten Mundschutz in der Öffentlichkeit benutzen könne. „Aber es muss auch für alle klar sein: Das ist kein Schutz für sich selbst, sondern nur ein Tröpfchenschutz für die anderen“, so Reimann.

7.10 Uhr: Maskenpflicht auch in Niedersachsen?

In Jena gibt es jetzt eine Maskenpflicht. Könnte die bald auch auf Niedersachsen zukommen? Der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte dazu bei MDR aktuell: „Eine Pflicht halte ich in der jetzigen Phase nicht für zielführend.“ Es gebe bereits das Problem, genug Masken für Ärzte oder Krankenpfleger zu bekommen. Gebe es eine Maskenpflicht für alle Bürger in Niedersachsen, befürchtet Landsberg Hamsterkäufe. Somit wäre es für die, die wirklich Masken bräuchten, noch schwieriger, welche zu bekommen.

6.36 Uhr: Ärzte in Hannover mit Behandlungsidee

Bislang haben die Forscher noch keinen Impfstoff und keine Medikamente gegen das Coronavirus finden können. Ärzte der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wollen die Zeit bis dahin mit einer neuen Therapie überbrücken. Zum dem Zweck hat das MHH genesene Corona-Patienten aufgerufen, sich zu melden, schon Hunderte sind dem Aufruf bislang gefolgt.

Risikopatienten soll das Blutplasma der ehemaligen Corona-Patienten verabreicht werden. Die fremdem Antikörper sollen in ihrem Körper an das Virus andocken und es somit unschädlich machen. Ihre Immunzellen sollen außerdem helfen, die Verbreitung von Covid-19 zu stoppen.

Dienstag, 31. März

21.38 Uhr: Lage in Pflegeheimen spitzt sich zu

Die Alten- und Pflegeheime stehen wegen der Ausbreitung des Coronavirus vor großen Herausforderungen. Nach Schätzungen der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen wird derzeit täglich mindestens eine Corona-Infektion aus einem Pflegeheim gemeldet, wie Birgit Eckhardt und Hans-Joachim Lenke vom Vorstand sagten.

Eine solch dramatische Lage wie in Wolfsburg gebe es in anderen Einrichtungen derzeit nicht. Lenke zufolge sind dort Stand Dienstagmittag in einem Heim für Menschen mit demenziellen Erkrankungen 18 Bewohner mit einer Coronavirus-Infektion gestorben.

18.15 Uhr: Erster Todesfall in Braunschweig

In Braunschweig hat es einen ersten Sterbefall in Zusammenhang mit dem Corona-Virus gegeben. Das teilte die Stadt am Dienstagabend mit. Es handelt sich um einen 77-jährigen Mann, der vor einigen Tagen aufgrund einer anderen Erkrankung in ein Krankenhaus eingeliefert worden war, und der in diesem Zusammenhang auch positiv auf Corona getestet wurde. Er ist gestern verstorben.

17.36 Uhr: Land befürchtet schlimme finanzielle Konsequenzen

Niedersachsens Landesregierung rechnet wegen der Corona-Krise mit deutlich geringeren Steuereinnahmen als zuletzt. Die Steuererleichterungen für Unternehmen in diesem Jahr dürften sich insgesamt auf mindestens zwei Milliarden Euro summieren, sagte Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) am Dienstag in Hannover. Das entspricht fast sieben Prozent der Gesamtsteuereinnahmen Niedersachsens im vergangenen Jahr, die bei 29,5 Milliarden Euro lagen. Die Steuererleichterungen seien als zusätzliche Unterstützung zum Corona-Hilfspaket von 4,4 Milliarden Euro zu sehen, so Hilbers.

Der Finanzminister schloss zudem einen weiteren Nachtragshaushalt nicht aus. „Ich kann nicht sagen, ob das am Ende alles ist“, sagte er. Das Land werde „in jedem Fall die Mittel bereitstellen, die notwendig sind“. Noch sei das Ausmaß der Corona-Krise sehr ungewiss. „Wir fahren auf Sicht.“ Eine erste Steuerschätzung wird für Mitte Mai erwartet. Sicher sei aber schon jetzt, dass die Folgen über Jahre zu spüren sein werden.

16.39 Uhr: 19 Todesfälle in Wolfsburg

Nach aktuellem Stand sind in Wolfsburg 19 Menschen am Coronavirus gestorben. Aktuell gibt es außerdem 171 positive Testergebnisse, das teilt die Stadt Wolfsburg mit. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 87 Jahre alten Mann. Nach Angaben der „Wolfsburger Nachrichten" soll es sich bei dem Verstorbenen auch um einen Bewohner des Hanns-Lilje-Heims handeln. Somit wären dort bereits 18 Menschen am Coronavirus verstorben.

16.24 Uhr: Diskussionen über Mundschutz-Pflicht

Erste Städte in Deutschland führen eine Maskenpflicht ein. Niedersachsen Corona-Krisenstab lehnt eine generelle Pflicht für Öffentlichkeit derzeit jedoch noch ab. „Wer jetzt propagiert, jeder möge draußen mit einer qualifizierten Maske rumlaufen, der gefährdet die Gesundheitsversorgung in diesem Land“, sagte der Leiter des Krisenstab der Landesregierung, Heiger Scholz. „Die hochwertigen Masken dafür zu verballern, das ist, glaube ich, unverantwortlich.“

15.04 Uhr: So geht es im Klinikum Wolfsburg weiter

Wolfsburg kämpft gegen das Coronavirus. Nachdem am Wochenende die Nachricht kam, dass das Klinikum Wolfsburg einen Aufnahmestopp beschlossen hat, gibt es am heutigen Dienstag gute Nachrichten. Und dennoch sagt OB Klaus Mohrs deutlich: „Zum ersten Mal in einer sehr schwierigen Zeit eine Nachricht, die nicht ganz so schlecht ist, auf die ich aber trotzdem gerne verzichtet hätte."

Seit heute um 12 Uhr läuft der Betrieb in der Klinik wieder. Grund dafür seien die Ergebnisse der Tests, die Stadt und Klinikum zuvor bei 250 Patienten und einer ähnlich hohen Zahl an Mitarbeitern durchgeführt hat. „Wir können gut verantworten, das Klinikum wieder zu öffnen", betont Mohrs.

Dr. Bernadett Erdmann, Leiterin der Zentralen Notaufnahme, erläutert, dass von 200 Mitarbeitern 32 positiv getestet worden. Diese seien nun Zuhause. Alle positiv getesteten Mitarbeiter hätten keinerlei Symptome gezeigt, sondern lediglich mit Infizierten in Kontakt gestanden.

14.28 Uhr: VW trifft drastische Entscheidung

Wie die „Wolfsburger Nachrichten“ berichten, wird VW den Produktionsstopp bis zum 19. April verlängern. Ursprünglich sollte der Stopp erst einmal bis zum Ende dieser Woche anhalten. Vor wenigen Tagen erst entschied der Konzern aber, den Stopp noch bis zum 9, April zu halten.

Das habe sich nun aber noch einmal geändert, wie die „Wolfsburger Nachrichten“ berichten. Die Informationen würden der Redaktion demnach vorliegen.

13.54 Uhr: Zahlen steigen weiter dramatisch an

Das Land Niedersachsen hat die neuen Zahlen der Corona-Infektionen im Bundesland bekannt gegeben. Demnach sind 4348 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Besonders in Hannover steigt die Zahl immer noch rasant an. 43 Menschen sind mittlerweile verstorben. Erstmals gab es auch Todesfälle im Kreis Goslar und in Braunschweig.

Ein Überblick über die Fälle in der Region:

  • Landkreis Gifhorn: 60
  • Landkreis Goslar: 58, ein Mensch verstorben
  • Landkreis Helmstedt: 60
  • Landkreis Hildesheim: 153
  • Landkreis Peine: 61
  • Landkreis Wolfenbüttel: 36
  • Region Hannover: 859, 5 Menschen verstorben
  • Braunschweig: 148, ein Mensch verstorben
  • Salzgitter: 53, ein Mensch verstorben
  • Wolfsburg: 163, 18 Menschen verstorben

12.36 Uhr: Polizist aus Wolfsburg positiv auf Corona getestet

Ein Polizeibeamter aus Wolfsburg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Beamte befindet sich nach Angaben der Polizei in häuslicher Quarantäne. Auch sein unmittelbares dienstliches Umfeld sei aus dem Dienstbetrieb genommen worden.

11.57 Uhr: Drama in Wolfsburger Pflegeheim

Die Ereignisse im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg bewegen Deutschland. 17 Menschen sind dort bereits am Coronavirus verstorben. Zahlreiche Bewohner sind infiziert. Wie es sich für die Bewohner anfühlt, weiß Seelsorgerin Michaela Keitel. Sie erlebt das Drama hautnah mit. Sieht, wie es nur noch um „Abholung und Bestattung" geht, sagt die gegenüber „Focus“.

Besonders schlimm: Die Menschen in dem Heim seien schwer dement. Jede kleine Veränderung ist für sie nicht nachvollziehbar und schmerzhaft. „Das, was den Mitarbeitern und mir das Herz gebrochen hat, war der Moment, als sie eingeschlossen werden mussten", erzählt sie weiter.

Der Kontakt untereinander sei für die Menschenwahnsinnig wichtig. Sie würden nicht verstehen, warum das auf einmal nicht mehr möglich ist.

11.30 Uhr: Corona-Krise belastet Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt in Niedersachsen gerät durch die Corona-Krise stark unter Druck. „Seit Mitte März hat sich die Lage grundlegend verändert, der Arbeitsmarkt steht nun vor enormen Herausforderungen“, sagt die Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA), Bärbel Höltzen-Schoh.

Für viele Beschäftigte werde Kurzarbeit angezeigt. „Und wir rechnen in Kürze mit einem Anstieg bei Arbeitslosen.“

10.47 Uhr: VW-Bänder stehen still: Wann geht es weiter?

Noch ruhen die Bänder bei VW. Voraussichtlich erst einmal bis zum 3. April. Ob der Stillstand verlängert werden soll, soll diese Woche entschieden werden. Volkswagen plant damit, dass der Normalbetrieb im Sommer wieder laufen wird. Mehr dazu liest du hier.

10 Uhr: Braunschweiger Apotheken haben wieder Mundschutz

Atemschutzmasken sind in Corona-Zeiten Mangelware. Doch wie die „Braunschweiger Zeitung" berichtet, haben die Braunschweiger Apotheken ab Donnerstag wieder etwa 70.000 Masken. Du kannst dann drei Masken für einen Euro kaufen.

9.16 Uhr: So ist die Lage im Klinikum Wolfsburg

Mitarbeiter des Klinikums Wolfsburg haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Als Reaktion darauf hat sich die Stadt auf einen Aufnahmestopp mit dem Klinikum geeinigt. Am Montag gab es weitere Tests. Fast 400 Mitarbeiter und Patienten seien auf Corona getestet worden. Einige Ergebnisse würden bereits vorliegen, andere wiederum noch ausstehen.

Nach Angaben der Stadt sei aber nur ein geringer Teil der Tests positiv ausgefallen. Deshalb zeigt sich OB Klaus Mohrs vorsichtig optimistisch. „Nach den heutigen Ergebnissen sind wir zuversichtlich, dass das Klinikum – sobald wir ein vollständiges Bild haben – den Wolfsburgern ab Mittwoch wieder wie vorher zur Verfügung steht.“

8.45 Uhr: Immer mehr Infektionen in Pflegeheimen

Die Meldungen mit Corona-Infektionen in Pflegeheimen in Niedersachsen häufen sich. Als Konsequenz darauf hat das Land gestern einen Aufnahmestopp für Pflegeheime beschlossen. In der Region sind besonders zwei Pflegeheime stark betroffen.

So hat es im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg bereits 17 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben, mehr als 70 Bewohner sind infiziert.

Auch in einem Heim in Gadenstedt im Kreis Peine häufen sich die Ansteckungen. Wie der Landkreis bekannt gab, gibt es mittlerweile 13 bestätigte Covid-19-Fälle.

8.10 Uhr: Erster Corona-Toter im Kreis Goslar

Im Landkreis Goslar hat es einen ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Nach Angaben des „Harzkuriers“ ist ein 84 Jahre alter pflegebedürftiger Mann am Montagabend verstorben. Der Mann habe Vorerkrankungen gehabt.

7.40 Uhr: Krise trifft Wirtschaft hart

Heute legt die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit die Arbeitsmarktdaten für Niedersachsen und Bremen im März vor. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise dürften bereits deutliche Spuren hinterlassen.

Viele Firmen mussten wegen Problemen in den Lieferketten, eingebrochener Nachfrage und der Einschränkungen des öffentlichen Lebens schon massive Belastungen verkraften. Im Nordwesten sind etwa das Gastgewerbe, der Tourismus und die Messewirtschaft, aber auch Landwirtschaft und Industrie betroffen. Viele Geschäfte schlossen. Bund und Länder unterstützen die Betriebe mit Kurzarbeitsregelungen sowie Milliardenhilfen über Zuschüsse, Kredite und Bürgschaften.

6.01 Uhr: Kriminologe mit düsterer Prognose

Spielekonsole statt Bolzplatz: Der Kriminologe Christian Pfeiffer befürchtet, dass Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise in die Computerspielsucht abdriften. „In Niedersachsen spielt jeder vierte männliche Jugendliche jeden Tag viereinhalb Stunden und mehr.

Das ist ein Problem, das sich jetzt durch Corona noch einmal verschärft“, sagte der frühere Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Die Quote der Intensivspieler dürfte Pfeiffer zufolge „beträchtlich anwachsen“. Damit gehe eine erhebliche Suchtgefahr einher.

Pfeiffer prognostiziert zudem, dass Frauenhäuser in nächster Zeit mehr zu tun bekommen werden. „Wir wissen etwa aus China, dass dort die innerfamiliäre Gewalt aufgrund der Corona-Krise ein ernstes Problem geworden ist. Eine solche Entwicklung droht uns auch“, erklärte der Wissenschaftler aus Hannover und rief die Politik dazu auf, die Frauenhäuser „dringend besser auszustatten“. Auch die Armutskriminalität könne ansteigen.

Montag, 30. März

21.09 Uhr: Erste Ergebnisse aus Klinikum Wolfsburg liegen vor

250 Patienten und 150 Mitarbeiter des Klinikum Wolfsburg sind in der Nacht zu Montag auf das Coronavirus getestet worden, nachdem bekannt worden war, dass sich einige Mitarbeiter infiziert hatten.

>>>Wolfsburg: 14 Mitarbeiter mit Corona infiziert – Aufnahmestopp im Klinikum! SO geht es jetzt weiter<<<

Jetzt liegen die ersten Testergebnisse vor! Über die Ergebnisse von etwa der Hälfte der getesteten Personen informiert die Stadt Wolfsburg am Montagabend: Nur ein geringer Teil ist positiv. Das betroffene Personal ist nun in häuslicher Quarantäne.

Bis die ausstehenden Testergebnisse vorliegen, könne noch keine endgültige Entscheidung getroffen werden, wie der Betrieb weiterlaufen kann. Diese werden am Dienstag erwartet.

Zur Sicherheit bleiben die Patienten bis dahin weiter so weit möglich auf Einzelzimmern und tragen Mundschutz. Das Personal ist durch Mund-Nasen-Schutz geschützt, in den kritischen Bereichen mit der erforderlichen Schutzausrüstung. Besuche sind weiterhin nicht erlaubt. Nur Väter können bei der Geburt ihrer Kinder dabei sein.

18.46 Uhr: Niedersachsen lockert Kontaktverbot

Das Land Niedersachsen hat die bestehenden Beschränkungen per Verordnung aktualisiert und konkretisiert. Dies betrifft folgende Tätigkeiten und Sachverhalte:

  • Die Teilnahme an Blutspenden ist grundsätzlich zulässig.
  • Zulässig ist auch die Versorgung mit Lebensmitteln, Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs im landwirtschaftlichen Direktverkauf und in Hofläden.
  • Zulässig ist die Teilnahme an Hochzeitsfeiern, jedoch nur im engsten Familienkreis.
  • Restaurationsbetriebe, Mensen und Kantinen dürfen ausschließlich Außer-Haus-Verkauf anbieten, sofern konkrete Regelungen eingehalten werden.
  • Physiotherapeutische Behandlungen sind zulässig, wenn sie ärztlich veranlasst und unaufschiebbar sind.
  • Baumärkten, Gartenfachmärkten und Gartenbaumärkten ist die Abgabe von Waren an Privatkunden im Wege von Fernbestellung und Auslieferung gestattet.
  • Zusammenkünfte von mehreren Personen zu beruflichen Zwecken sind nun auch bei Erntehelferinnen und Erntehelfern, Saisonarbeiterinnen und Saisonarbeitern sowie Werksarbeitskräften zulässig. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Personen ist, soweit möglich, einzuhalten.

18.15 Uhr: Klinik im Kreis Goslar von Versorgung abgemeldet

Wegen der Corona-Pandemie haben die Asklepios Harzkliniken das Krankenhaus in Clausthal-Zellerfeld (Kreis Goslar) von der Versorgung abgemeldet. Das Personal werde zur Bewältigung der medizinischen und pflegerischen Situation am Standort Goslar benötigt, hieß es. Laut Asklepios werden die Leistungen in Clausthal-Zellerfeld schon länger nicht mehr nachgefragt, es gebe dort kein Patientenaufkommen mehr.

Nach Beschluss des Krisenstabes des Landkreises wird die abgemeldete Klinik jetzt für pflegebedürftige Corona-Patienten mit mildem Verlauf hergerichtet. Die Infrastruktur und das Personal dafür stelle das Deutsche Rote Kreuz (DRK), teilte die Behörde am Montag mit.

17.31 Uhr: Klinikum Wolfsburg nimmt keine Patienten mehr auf

Erst sind 17 Menschen in einem Pflegeheim gestorben, dann ist mehr als ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Klinikum Wolfsburg positiv auf das Coronavirus getestet worden. In Wolfsburg überschlagen sich die Ereignisse. Im Klinikum werden vorerst keine Patienten mehr aufgenommen, wie die Stadt mitteilte. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft ist ein solcher Aufnahmestopp in der Corona-Krise deutschlandweit bisher einmalig.

Bei allen 250 Patienten und 150 Mitarbeitern wurden Abstriche gemacht - die Testergebnisse werden bis zum späten Montagabend erwartet. Danach solle entschieden werden, ob wieder Patienten aufgenommen werden.

Für das Krankenhaus bedeutet das: Arbeiten im Ausnahmezustand. Getestete Beschäftigte bleiben nicht - wie sonst bisher üblich - zu Hause, bis das Testergebnis kommt, sondern arbeiten mit Mundschutz weiter, sagt Klinikchef Matthias Menzel. Mittelfristig sei es vorstellbar, dass infizierte Ärztinnen und Ärzte zum Dienst kommen, solange sie keine Symptome haben, und mit infizierten Patienten arbeiten: „Das sind die Dinge, die wir in Kürze erleben werden.“

16.41 Uhr: Coronavirus auch in Braunschweiger Heim angekommen

Das Coronavirus hat auch das Awo Wohn- und Pflegeheim in Querum erreicht. Zwei Bewohnerinnen sind dort nach Angaben der Awo positiv auf das Coronavirus getestet worden.

„Wir müssen leider feststellen, dass selbst unser frühzeitiges und weitreichendes Handeln keine Garantie für einen vollständigen Schutz bieten konnte und der Virus tragischer weise in der Einrichtung nachgewiesen wurde.“, sagt Rifat Fersahoglu-Weber, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig.

Die Bewohnerinnen hätten zuvor Symptome gezeigt und seien daraufhin getestet worden. In enger Abstimmugen seien die Sicherheitsvorkehrungen erhöht worden.

16.34 Uhr: Wolfsburg richtet Ergänzungskrankenhaus ein

Die Stadt Wolfsburg richtet im Wolfsburger Hotel Global Inn ein Ergänzungskrankenhaus ein. Nach Angaben der Stadt sind die Vorbereitungen am heutigen Montag angelaufen.

Das Hotel soll als stationäres Behandlungszentrum für leichte und mittel schwer erkrankte Corona-Patienten zur Verfügung stehen, um das städtische Klinikum Wolfsburg zu entlasten. Die maximale Kapazität wird 210 Betten umfassen. Die Verpflegung der Patienten und des Personals übernimmt die Schulverpflegungs GmbH. Die bauliche Einrichtung soll planmäßig bis Freitag, 3. April, abgeschlossen sein.

Die Stadt sucht für das Ergänzungskrankenhaus derzeit noch dringend freiwilliges Personal. Menschen, die medizinische beziehungsweise pflegerische Vorkenntnisse haben, können sich im Klinikum Wolfsburg melden.

16.18 Uhr: Land Niedersachsen zieht drastische Konsequenzen

Die Ereignisse im Hanns-Lilje-Pflegeheim in Wolfsburg erschüttern Stadt und Land. 17 Menschen sind bereits am Coronavirus gestorben. Mehr als 70 Bewohner sind infiziert. Damit das in diesem Ausmaß nicht noch einmal passiert, zieht das Land Niedersachsen jetzt die Notbremse.

Demnach hat das Land einen Aufnahmestopp für Pflegeheime angeordnet. Ausnahmen gebe es nur, wenn eine 14-tägige Quarantäne für neue Bewohner gewährleistet sei, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Montag.

Insgesamt meldet Wolfsburg mittlerweile 18 Todesfälle.

15.27 Uhr: Überblick über die Infektionen in der Region

Das Land Niedersachsen meldet aktuell 4026 bestätigte Corona-Fälle. Hier findest du einen Überblick über unsere Region:

  • Landkreis Gifhorn: 60
  • Landkreis Goslar: 60
  • Landkreis Helmstedt: 60
  • Landkreis Hildesheim: 150
  • Landkreis Peine: 61
  • Landkreis Wolfenbüttel: 35
  • Stadt Braunschweig: 144
  • Stadt Salzgitter: 50
  • Stadt Wolfsburg: 163

15.10 Uhr: VW unterstützt mit Spende in Corona-Krise

VW hat nach eigenen Angaben 100 Schutzanzüge an die Berufsfeuerwehr Wolfsburg gespendet.

Außerdem hat der Konzern bekannt gegeben, dass er seine Mitarbeiter freistellt, damit diese im Gesundheitswesen aushelfen könnten. Auf wen das zutrifft und welche Regelungen es gibt, liest du hier.

14.55 Uhr: Sechs Bewohner in Peiner Heim infiziert

Die Angst ist wohl bei allen groß, dass sich die Infektionen in einem Peiner Pflegeheim ähnlich wie in Wolfsburg ausbreiten. Bislang gibt es nach Angaben des Landkreises im Seniorenheim Brockenblick in Gadenstedt sechs Corona-Infizierte. Am Sonntag hat da Gesundheitsamt daraufhin die Untersuchung aller Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung veranlasst. Die Ergebnisse stehen aus.

Außerdem hat der Kreisausschuss des Landkreises Peine entschieden, weitere 1,5 Millionen Euro für den Kauf von Schutzmaterialien bereitzustellen. Damit sollen 31.000 Schutzanzüge, 1.548.000 Klinikmasken und täglich 100 Liter Desinfektionsmittel gekauft werden.

14.22 Uhr: Noch immer – Infektionen steigen weiter an

Das Land Niedersachsen hat die aktuellen Zahlen vorgelegt. Sie zeigen: Die Zahl der Infizierten steigt weiterhin an! Insgesamt gibt es jetzt 4026 bestätigte Covid-19-Fälle. 33 Menschen sind bereits verstorben.

Wie die „Wolfsburger Nachrichten" berichten, sind im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg mittlerweile 17 Menschen am Coronavirus verstorben.

12.32 Uhr: Carola Reimann mit besonderem Appell

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann erinnert an den Schutz der Kinder – auch in diesen Krisen-Zeiten!

Wegen Schul- und Kitaschließungen sei derzeit oft die ganze Familie zu Hause, zudem gebe es keine Freizeitangebote außerhalb der eigenen vier Wände, sagte die SPD-Politikerin. Diese ungewöhnliche Situation könne „Auseinandersetzungen und Krisen in Familien befördern“.

Angebote zur Beratung und Unterstützung stünden daher weiter zur Verfügung. So könnten Kinder mit der Nummer gegen Kummer 116 111 „einen guten Draht zu professionellen Fachkräften aufbauen“.

12.05 Uhr: Apotheker in Salzgitter spricht Klartext

In der Corona-Krise haben bestimmte Berufsgruppen noch mehr zu tun als sonst – und setzen sich oft der Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus aus. Ein Apotheker aus Salzgitter hat jetzt Klartext gesprochen. Mehr dazu liest du hier <<<.

11.43 Uhr: Zahlen im Kreis Goslar steigen weiter

Über das Wochenende ist die Zahl der Corona-Fälle im Kreis Goslar auf 60 gestiegen, das teilt die Verwaltung mit. Fünf Personen müssten im Krankenhaus behandelt werden, eine davon auf der Intensivstation.

Neun Personen mit bestätigter Infektion gelten derzeit als geheilt, heißt es weiter. 160 Menschen würden sich gegenwärtig in häuslicher Quarantäne befinden.

11.05 Uhr: Beerdigungen müssen verschoben werden

Das Coronavirus geht auch nicht spurlos an der Berufsgruppe der Bestatter vorbei. Nach Angaben des Bestatterverbandes werden derzeit vor allem Urnenbestattungen um einige Wochen verschoben. Bei Erdbestattungen hingegen sei das eher schwer realisierbar. Trauerfeiern könnten außerdem nur noch im engsten Familienkreis stattfinden.

Auch die Arbeiter der Bestatter selbst habe sich verändert. „Vor allem die persönliche Betreuung fehlt“, erklärt Bestatter Markus Gebauer, selbst Inhaber eines Beerdigungsinstituts in Wolfsburg. Vieles müsse am Telefon geklärt werden. Zudem seien weite Anreisen schwierig.

Ein weiteres Problem: Das Desinfektionsmittel wird knapp. Da die Bestatter aktuell jedoch nicht zur systemrelevanten Berufsgruppe zählen, würden sie auch nicht zuerst beliefert. „Solange wir da nicht dazugehören, bekommen wir immer mehr Schwierigkeiten, an Desinfektionsmittel zu kommen“, sagte der Sprecher des Landesverbandes der Bestatter, Markus Gebauer. Die ausreichende Verfügbarkeit sei jedoch enorm wichtig für die Arbeit.

10.08 Uhr: Starker Anstieg der Kurzarbeit in Niedersachsen

Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts steht die deutsche Industrie vor einem drastischen Anstieg der Kurzarbeit. Die Umfrage zeige, das statistisch gesehen in den kommenden drei Monaten 25,6 Prozent der befragten Unternehmen Kurzarbeit erwarten. Das sei der höchste Wert sei 2010. In Niedersachsen gaben 29 Prozent der Unternehmen an, Kurzarbeit einzuführen.

9.09 Uhr: 15 Corona-Tote im Pflegeheim – Mitarbeiter mit schweren Vorwürfen

Die Ereignisse im Hanns-Lilje-Pflegeheim in Wolfsburg schockieren ganz Niedersachsen. Bereits 15 Menschen sind dort am Coronavirus verstorben, mehr als 70 Menschen sind infiziert. Wie die „Wolfsburger Allgemeine“ berichtet, könnte es jetzt aber noch dramatischer werden. Ein Anwalt aus Wolfsburg hat Anzeige gegen die Diakonie erstattet. Der Vorwurf: Fahrlässige Tötung.

Demnach habe der Anwalt Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig erstattet. Hintergrund: Mehrere Mitarbeiter hätten dem Anwalt berichtet, dass es Missstände im Pflegeheim gebe. Gegenüber der „Wolfsburger Allgemeine“ habe der Anwalt erklärt, dass mehrere Mitarbeiter ihm von katastrophalen hygienischen Zuständen erzählt hätten.

So würde das Pflegepersonal beispielsweise keine Schutzkleidung tragen. Mundschutz? Fehlanzeige. Auch das tragen von selbstgemachten Mundschutz sei ihnen untersagt worden, weil Bewohner dadurch verschreckt werden könnten. Außerdem sei der Besucherstopp zu spät veranlasst worden.

5.55 Uhr: Pistorius kündigt Konsequenzen an

Polizeipräsenz und Kontrollen in Niedersachsen sollen im Kampf gegen Corona „unvermindert fortgesetzt“ werden. Das teilte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) mit. „Das letzte Wochenende hat gezeigt, dass die breite Präsenz und die Kontrollen der Polizei wichtig und erforderlich sind, damit sich die Menschen an die aktuell geltenden Regeln halten“, so der Innenminister.

Am Wochenende hat die Polizei in Niedersachsen zahlreiche Ordnungswidrigkeiten und Straftaten registriert. „Allein im Laufe des Samstags wurden landesweit über 230 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten geahndet“, sagte Pistorius. Am Samstag seien wegen des guten Wetters viele Menschen draußen gewesen. Die meisten hätten sich dabei an die Regeln gehalten - „es gab aber teils auch größere Gruppen, die aufgefordert werden mussten, sich an die Vorgaben zu halten“, sagte Pistorius.

Am Sonntag seien die Straßen, Parks und Grünanlagen wegen des ungemütlichen Wetters „annähernd menschenleer“ gewesen. „Dementsprechend weniger polizeiliche Einsätze gab es.“

Sonntag, 29. März

22.29 Uhr: Notaufnahme und Kreißsaal in Wolfsburg in Betrieb

Wie die Stadt im Verlauf mitteilte, bleiben die Notaufnahme der Kinderklinik und der Kreißsaal des Klinikums Wolfsburg in Betrieb und können weiter angelaufen werden.

20.41 Uhr: Aufnahmestopp am Klinikum Wolfsburg wegen Corona

Das Klinikum Wolfsburg zieht die Reißleine. Aktuell nimmt das Krankenhaus keine neuen Patienten mehr auf. Der Grund: Immer mehr Mitarbeiter haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb kommt die Klinik an seine Grenzen.

Patienten werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte. Zudem seien ab sofort keine Besuche mehr erlaubt, „auch nicht die bisherigen Ausnahmen“.

Das gesamte Klinikpersonal arbeite „ab sofort im Vollschutz“, hieß es von der Stadt: „Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt.“

19.25 Uhr: Dramatische Entwicklung in Wolsfburg: „Wir stehen erst am Anfang“

Die Lage im Wolfsburger Pflegeheim mit den oft hochgradig dementen Bewohnern sei nach Angaben von Oberbürgermeister Klaus Mohrs extrem schwierig. „Wir stehen aber erst am Anfang der Entwicklung. Das wird für uns alle noch eine sehr, sehr harte Zeit“, sagte der SPD-Politiker am Samstag.

„Es tut uns unendlich leid, und wir versuchen alles, um die anderen Menschen noch zu schützen“, sagte Mohrs. Alle Heimbewohner seien mit einem Abstrich getestet worden. Bei negativem Ergebnis werde der Test alle drei Tage wiederholt. In den nächsten Wochen sollen die Infizierten und die negativ Getesteten auf unterschiedlichen Stockwerken leben.

Mohrs kündigte umfassende Hygienemaßnahmen für die Pflegeeinrichtung an. Schleusen sollen verhindern, dass Menschen aus den getrennten Bereichen aufeinander treffen. Kurzzeitig sei darüber nachgedacht worden, ein Wolfsburger Hotel für die Pflegepatienten umzurüsten. Vorerst werde dies aber nicht umgesetzt.

17.52 Uhr: Drei weitere Tote in Wolfsburger Pflegeheim

Die Lage im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim wird immer dramatischer. Jetzt wurde bekannt, dass drei weitere Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind. Das teilte die Stadt Wolfsburg am Sonntag mit.

Damit sind innerhalb von knapp einer Woche 15 Menschen in dem Alters- und Pflegeheim, in dem viele demente Menschen leben, nach einer Infektion mit dem Virus gestorben.

15.46 Uhr: 2,6 Millionen Euro Corona-Soforthilfen bewilligt

Die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) hat bisher rund 2,6 Millionen Euro Corona-Soforthilfe für Unternehmen bewilligt. Das Geld für rund 500 Firmen sei bereits zur Auszahlung angewiesen, teilte die Bank am Sonntag mit. Bis Samstagabend wurden demnach 22.000 Anträge auf Förderungen eingereicht.

14.29 Uhr: Land Niedersachsen gibt neue Zahlen bekannt

Das Land Niedersachsen hat die neuen Fallzahlen bekannt gegeben. Demnach gibt es in Niedersachsen aktuell 3783 bestätigte Corona-Fälle. Das sind 300 mehr als noch am Vortag.

  • Landkreis Gifhorn: 60 (+9)
  • Landkreis Goslar: 51
  • Landkreis Helmstedt: 53 (+8)
  • Landkreis Hildesheim: 149 (+5)
  • Landkreis Peine: 59 (+12)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 32
  • Region Hannover: 738 (+46)
  • Stadt Braunschweig: 138 (+29)
  • Stadt Salzgitter: 45
  • Stadt Wolfsburg: 142 (+57)

27 Menschen sind mittlerweile am Coronavirus in Niedersachsen verstorben.

14.21 Uhr: Corona-Infizierte in Peiner Senioreheim

Wie die „Peiner Nachrichten“ berichten, gibt es erstmals Corona-Fälle in einem Seniorenheim im Kreis Peine. Sechs Menschen sollen sich infiziert haben.

13.57 Uhr: Sänger Bosse gibt Online-Konzerte in Corona-Zeit

Eigentlich würde der Sänger aus Braunschweig jetzt auf den Bühnen in Deutschland stehen. Doch besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen und deshalb spielt Bosse die Konzerte kurzerhand online. Mehr dazu liest du hier.

11.13 Uhr: Zahlreiche Corona-Partys in Niedersachsen

Obwohl die Lage ernst ist, scheinen es manche Menschen noch immer nicht verstanden zu haben. Noch immer meldet die Polizei in Niedersachsen diverse Verstöße gegen das Kontaktverbot. In Oldenburg beispielsweise war die Polizei 58 Mal im Einsatz.

Auch in unserer Region gab es viele Corono-Partys. Warum eine solche für einen sogar im Gefängnis endete, kannst du hier nachlesen.

9.50 Uhr: VW investiert 40 Millionen Euro in Schutzkleidung

Der Wolfsburger Autobauer VW investiert 40 Millionen Euro in Schutzkleidung für Deutschland. An diesem Wochenende kam die erste Ladung aus China an: 400.000 Atemschutzmasken. Ein Großteil soll vor allem an Niedersachsen gehen. Mehr dazu liest du hier <<<.

8.19 Uhr: Restaurants kochen für Helfer und Bedürftige

Restaurants und Caterer in Teilen Niedersachsens kochen in der Corona-Krise für Helfer und Bedürfte – unentgeltlich! Die Aufforderung laute: „Macht eure Kühlhäuser leer. Was habt ihr noch – was muss weg?". In Hannover hat beispielsweise das Catering-Unternehmen Gastrostrends Hagedorn 1000 Mahlzeiten über den eigenen Lieferdienst für Helfer gespendet.

Solche Projekte gebe es in ganz Niedersachsen. So werde in Hannover beispielsweise auch für Obdachlose gekocht.

8 Uhr: Weil mit klarer Aussage: „Unerbitterlichkeit des Virus"

Die Ereignisse in einem Pflegeheim in Wolfsburg erschüttern ganz Niedersachsen. Zwölf Menschen starben bereits am Coronavirus, 72 Menschen sind infiziert. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil mahnt: „Das Geschehen in Wolfsburg führt uns die Unerbitterlichkeit dieses Virus vor Augen." Die Entwicklung in Wolfsburg sei dramatisch. (ck, abr, mb, kv, js, ak, aj mit dpa)