Niedersachsen 

Hells Angels: Gewalt und Waffen bei Hannover-Boss Hanebuth – DAS könnte ihm zum Verhängnis werden

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat den Rockerboss Frank Hanebuth wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung, Beihilfe zur Nötigung und Verstoß gegen das Waffengesetz angeklagt.
Die Staatsanwaltschaft Hannover hat den Rockerboss Frank Hanebuth wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung, Beihilfe zur Nötigung und Verstoß gegen das Waffengesetz angeklagt.
Foto: imago images / localpic

Hannover. Für Rockerboss Frank Hanebuth wird es ernst. Die Staatsanwaltschaft hat den Hannoveraner „Hells Angels“-Chef wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung, Beihilfe zur Nötigung und Verstoß gegen das Waffengesetz angeklagt.

Laut der Behörde geht es dabei um einen Vorfall aus dem April 2018. Hanebuth, Boss der „Hells Angels Northgate“, und fünf andere Höllenengel, die ebenfalls angeklagt wurden, sollen den Chef einer Autowerkstatt in Langenhagen aufgesucht haben. Dem Vernehmen nach ging es um Geld.

„Hells Angels“ werden angeklagt

Dabei soll der Werkstattleiter zweimal geschlagen worden sein – allerdings nicht von Hanebuth. Laut „Bild“ soll das Opfer danach immer wieder Geld an den Schläger bezahlt haben.

Brisant: Offenbar schwieg der Mann selbst und ging nicht zur Polizei. Erst durch einen Tippgeber sollen die Beamten von der Tat mitbekommen haben. Und: Eine Überwachungskamera soll die Tat gefilmt haben.

Polizei findet Waffen bei Frank Hanebuth

Im Haus des „Hells Angels“-Bosses sollen bei einer Razzia im November 2018 verbotene Waffen gefunden worden sein. Einen Termin für einen Prozess gibt es noch nicht.

Hanebuth war 2013 auf Mallorca festgenommen worden und hatte zwei Jahre in Spanien in Untersuchungshaft gesessen. Dort wird ihm unter anderem die Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Ein Prozess steht noch aus.

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Hanebuth weise den Vorwurf der Körperverletzung und der Nötigung zurück, sagte sein Anwalt Michael Nagel auf Anfrage. Ob der Vorwurf des Verstoßes gegen das Waffengesetz berechtigt sei, werde geprüft.

Nach seiner Rückkehr nach Niedersachsen heiratete er im Sommer 2017, ein knappes Jahr später eröffnete er eine Bar in Hannovers Rotlichtviertel Steintor. (dpa/red)