Niedersachsen 

Coronavirus Niedersachsen: Schulen und Kitas dicht - das können Eltern jetzt tun

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf den Schulunterricht in Niedersachsen.
Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf den Schulunterricht in Niedersachsen.
Foto: imago images / imagebroker

In Niedersachsen werden aus Vorsichtsmaßnahme wegen des Coronavirus alle Schulen und Kindertagesstätten für mehrere Wochen geschlossen. Das bedeutet nicht nur Probleme zum Beispiel für Abiturienten, die in den letzten Wochen auf ihre Prüfung vorbereitet werden. Sondern auch vor allem Betreuungsprobleme seitens der Eltern, wenn die Kinder noch klein sind.

Für Kinder von Beschäftige aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge wird es eine Notbetreuung in Niedersachsen geben. Die Regelung gilt für Kinder bis zur achten Klasse. Doch wie sieht es aus mit Kindern, deren Eltern "normale" Angestellte sind, die nicht zu den oben genannten Gruppen gehören?

Schulen und Kitas in Niedersachsen geschlossen: Diese Möglichkeiten haben Eltern jetzt

Improvisation wird wahrscheinlich das Gebot der Stunde sein, heißt es seitens der Politik.

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Viele Arbeitgeber ermöglichen Eltern von zuhause aus zu arbeiten, andere Möglichkeiten sind Urlaub nehmen oder auf die sogenannten "Kinder-krank-Tage" zurückzugreifen, Davon stehen allerdings nicht viele zur Verfügung: maximal zehn Tage pro Jahr und Elternteil können sich Arbeitnehmer von der Arbeit abmelden, wenn ihre Kinder krank sind.

Ein Problem für viele Eltern und auch Unternehmen, die auf ihre Angestellten im schlimmsten Fall verzichten müssen.

Selbstständige stehen besonders alleine da

Für Selbstständige, die nicht einfach freimachen können, da sonst Aufträge platzen, ist bisher noch gar keine Lösung seitens der Politik gefunden.

Allerdings hat sich der Bundeselternrat nun eingeschaltet und fordert die Politiker dazu auf, eine schnellstmögliche Lösung zu finden.

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Bundeselternrat ruft Politiker zu schnellstmöglicher Lösung auf

„Hierbei muss eine Prioritätenliste erstellt werden, welche Berufsgruppen vorrangig Anspruch haben, um das öffentliche Leben und die Versorgung aufrechtzuerhalten“, sagte der Vorsitzende des Elternrats, Stephan Wassmuth, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Rahmenbedingungen dafür müssten bundesweit gleich sein und Entscheider vor Ort müssten sich auf klare Handlungsanweisungen verlassen können. Der Staat stehe hier in der Pflicht. „Wir alle müssen in dieser schwierigen Phase unsere Einzelinteressen zum Wohle unserer Gesellschaft zurückstellen.“

Der Bundeselternrat vertritt als Dachorganisation die Landeselternvertretungen in Deutschland und damit nach eigenen Angaben die Eltern von rund 8 Millionen Kindern und Jugendlichen an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen.

Bisher keine konkreten Lösungen

Konkrete Lösungen gibt es bisher noch nicht. Eine Möglichkeit, die sonst oft eine Alternative zur Kita bietet, sollte allerdings auf keinen Fall in Anspruch genommen werden: Das Kind zu den Großeltern geben. Denn wenn diese zur Risikogruppe gehören, dann könnten sie sich durch die Enkel infizieren und lebensgefährlich erkranken. (dpa/fb)