Niedersachsen 

Coronavirus: Mit dieser miesen Masche nutzen Betrüger unsere Angst jetzt aus

Coronavirus: Betrüger machen sich die Angst vor Ansteckung zunutze. Davor warnt jetzt die Polizei in Niedersachsen. (Symbolbild)
Coronavirus: Betrüger machen sich die Angst vor Ansteckung zunutze. Davor warnt jetzt die Polizei in Niedersachsen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Sabine Gudath

Celle. Betrüger aus Niedersachsen nutzen die Angst vor dem Coronavirus jetzt auf besonders dreiste Weise aus.

Die Polizei in Celle (Niedersachsen) warnt vor gleich drei betrügerischen Maschen, mit der die Diebe sich das Coronavirus zunutze machen.

Coronavirus: Betrügerische Telefonanrufe

Dazu rufen sie bei den Senioren an und geben sich als mit dem Coronavirus infizierte Angehörige aus. Angeblich benötigen sie finanzielle Unterstützung für die teure Behandlung und Pflege während der Quarantäne.

Die Betrüger wollen vereinbaren, dass kurz jemand vorbeikommt, der das Geld entgegennimmt. Wenig später klingeln die Fremden vor der Haustür, um Geld oder Wertsachen abzuholen.

Daher rät die Polizei:

  • Übergib niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen
  • Sei misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht mit Namen melden. Fordere den Anrufer grundsätzlich dazu auf, seinen Namen zu nennen
  • Gib keine Details zu familiären und finanziellen Verhältnissen preis
  • Lasse dich nicht unter Druck setzen
  • Kürze deinen Vornamen im Telefonbuch ab - Täter wählen mit Vorliebe Personen mit einem älter klingenden Namen aus

Dreiste Betrüger klingeln an der Haustür

Die Polizei in Niedersachsen warnt außerdem vor Menschen, die an Haustüren klingeln und sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamts ausgeben. Sie behaupten, der Bewohner habe sich mit dem Virus infiziert. Daher müsse der vermeintliche Mitarbeiter weitere Untersuchungen durchführen, die Wohnung desinfizieren oder einen Corona-Test durchführen.

Ziel der Täter ist es, in eine Wohnung zu gelangen und nach Wertgegenständen und Bargeld zu suchen.

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Vorgetäuschte Hilfsangebote nutzen Angst vor Ansteckung aus

Auch das Einkaufen kann zur Gefahr werden: Unter dem Deckmantel von Hilfsangeboten bieten Betrüger ihre Unterstützung an, um die Gutgläubigkeit älterer Menschen schamlos auszunutzen.

Sie fordern dann die Senioren auf, einen Einkaufskorb mit Einkaufsliste und dem nötigen Bargeld vor der Tür abzustellen. Die Betrüger würden das dann abholen und nach Einkauf wieder abliefern.

Hier bekommen ältere Menschen Hilfe

Die Polizei rät daher allen, die Hilfe annehmen, dennoch ein gesundes Misstrauen an den Tag zu legen. Auch bei Hilfsangeboten über Institutionen wie Kirche, Gemeinde, DRK oder andere Organisationen sollten sich Senioren den Namen der Person an der Haustür geben lassen.