Niedersachsen 

Niedersachsen: Frau entsetzt über DIESE Einkaufs-Regel – „SO soll man diesem sch... Virus aus dem Weg gehen können?!"

In manchen Supermärkten in Niedersachsen gibt es strenge Einkaufs-Regeln für Kunden. Grund ist das Coronavirus. Doch eine Regel spaltet die Gemüter. (Symbolbild)
In manchen Supermärkten in Niedersachsen gibt es strenge Einkaufs-Regeln für Kunden. Grund ist das Coronavirus. Doch eine Regel spaltet die Gemüter. (Symbolbild)
Foto: imago images/Eibner Europa

Kontaktsperre, Mindestabstand, geschlossene Läden – das Coronavirus stellt Niedersachsen auf den Kopf. Plötzlich gelten neue Regeln, neue Maßnahmen greifen, Empfehlungen werden ausgesprochen.

Das gilt natürlich auch für die Supermärkte, die in Zeiten von Corona immer noch die Stellung halten und für die Kunden geöffnet sind. Doch eine neue Maßnahme stößt bei vielen Menschen aus Niedersachsen auf Unverständnis: Die Einkaufswagen-Pflicht.

Niedersachsen: Einkaufswagen-Pflicht in Supermärkten

So macht beispielsweise eine Frau aus Braunschweig ihrem Unmut bei Facebook Luft: „So soll man diesem sch.... Virus aus dem Weg gehen können?!" Für sie macht die Einkaufswagenpflicht keinen Sinn. Was ist, wenn man nur ein Teil kaufen will? Dann müsse man auch noch Geld wechseln, Handschuhe habe auch nicht mehr jeder.

Es ist ein sensibles Thema, das für Diskussionen sorgt. Allerdings halten die meisten diese Maßnahme für sinnvoll. Das wird auch unter dem Facebook-Beitrag eines Edeka-Marktes in Königslutter deutlich. Statt Kritik gibt es dort fast ausschließlich Lob. „Nehmt doch Handschuhe zum einkaufen, damit ist das Wagenthema doch bereits beseitigt. Danke Edeka für die Sicherheitsmaßnahmen", schreibt beispielsweise eine Kundin.

Einkaufswagen sollen Mindestabstand ermöglichen

„Einfach den Wagengriff mit einem Desinfektionstuch abwischen, schon kann ich beruhigt sein...", heißt es in den Kommentaren weiter. Im E-Center in Königslutter sind diese Tücher im Eingangsbereich zu bekommen. Die Kunden freut's: „Ihr seid ein super Vorbild", schreibt jemand.

Für die Supermärkte sei der Einkaufswagen eine einfache Lösung, Maßnahmen umzusetzen. So soll in vielen Märkten beispielsweise nur noch eine bestimmte Anzahl an Kunden gleichzeitig einkaufen können. Sind die Wagen leer, müssen die Kunden warten und können erst später den Laden betreten.

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Außerdem, das betont auch Edeka aus Königslutter, „möchten wir mit der Wagenlänge Abstand wenigstens einen Mindestabstand zwischen den Kunden herstellen."

Auf Nachfrage von news38 erklärt ein Sprecher des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), dass Einkaufswagen ein gutes Hilfsmittel seien, um den Abstand zu wahren. Außerdem würde sich für viele Kunden nicht unbedingt etwas ändern, da sie bereits vorher Wagen für ihre Einkäufe genutzt hätten.

RKI empfiehlt: Hände waschen und nicht ins Gesicht fassen

Allerdings sind die getroffenen Maßnahmen nicht in allen Supermärkten gleich. Während es in einigen Märkten sogar einen Spender mit Einmalhandschuhen neben den Einkaufswagen gibt, sucht man solche oder ähnliche Schutzmaßnahmen bei anderen Supermärkten vergeblich.

Wie der Sprecher des BVHL erklärt, obliegt die konkrete Ausgestaltung der Auflagen den kommunalen Gesundheitsämtern. Daher kann es in verschiedenen Kommunen auch zu verschiedenen Maßnahmen kommen.

Deshalb gilt vor allem das, was das Robert-Koch-Institut sowieso empfiehlt: Gründliches Händewaschen und sich mit den Händen nicht ins Gesicht fassen. Und das eben auch, wenn man einen Einkaufswagen benutzen muss.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Niedersachsen kannst du in unserem Newsblog mitverfolgen. (abr)